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Mercedes sucht Formel-1-Fahrer per Stellenanzeige

Nach Rosberg-Rücktritt Mercedes sucht Formel-1-Fahrer per Stellenanzeige

Mercedes nimmt den Rücktritt von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg mit Humor: Der Rennstall hat eine Stellenanzeige geschaltet und sucht jemanden, der sich „mit Lenken, Bremsen und – ganz besonders – Beschleunigen auskennt“. Erste Bewerbungen gingen bereits ein. Unter anderem von einem Gabelstapler-Fahrer.

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Nach Nico Rosbergs überraschendem Rücktritt sucht Mercedes einen Nachfolger – per Stellenanzeige im Fachmagazin Autosport.

Quelle: dpa

Brackley. Das Stellenangebot für das freie Formel-1-Cockpit erschien im Motorsport-Fachmagazin Autosport im Anzeigenteil. „Wir haben kurzfristig eine Stelle als Rennfahrer in unserem Team frei“, heißt es in der Annonce unter anderem. Der Rennstall suche jemanden, der „über Rennerfahrung verfügt und sich mit Lenken, Bremsen und – ganz besonders – Beschleunigen auskennt“. Weiterhin sei der Besitz einer FIA-Superlizenz „von Vorteil“.

Mercedes lockt Bewerber unter anderem mit einem Firmenwagen, einem Gehaltsbonus, einer Lebensversicherung und einer privaten Krankenversicherung, erwartet aber Feedback zum Set-up sowie Geduld im Umgang mit Medienvertretern.

Mercedes bekommt Bewerbungen von Gabelstapler-Fahrern

Allerdings fehlt etwas ganz Entscheidendes in der Annonce: Eine Kontaktmöglichkeit, an die sich Interessenten wenden können. Weiterhin ist das Eintrittsdatum nicht angegeben. Außerdem hat Mercedes vergessen anzugeben, dass der künftige Rennfahrer auf einen schwierigen Arbeitskollegen trifft, der nicht unbedingt ein Teamplayer ist: Louis Hamilton. Der Bewerber sollte also Durchsetzungsvermögen mitbringen.

Der Rennstall hat auch schon Bewerbungen erhalten. Via Twitter veröffentlichte Mercedes etliche Auszüge aus E-Mails, in denen sich beispielsweise Gabelstapler-Fahrer, Spielkonsolen-Zocker ohne Führerschein oder ein vermeintlicher Jugendkumpel des niederländischen Formel-1-Jungstars Max Verstappen als Fahrer anboten.

„Ich bin Manager eines Warenlagers und habe dementsprechend viel Erfahrung mit Gabelstaplern“, schrieb einer der Bewerber: „Außerdem fahre ich jeden Morgen acht Kilometer zur Arbeit. Manchmal bremse ich vor Kurven extra spät, um mein imaginäres KERS-System aufzuladen.“

Ein anderer Interessent teilte mit: „Zwar stimmt es, dass ich noch nie in einem Rennauto, geschweige denn in einem echten Auto gesessen habe. Aber ich habe über 1000 virtuelle Runden in einem Online-Spiel gedreht. Der Umstieg sollte mir leicht fallen.“

Rosberg-Nachfolge: Wehrlein gilt als Favorit

Bewerber müssen mit einer harten Konkurrenz rechnen, und es werden schon mehrere Namen als Rosberg-Nachfolger gehandelt. Beim Sportwettenanbieter bwin ist Pascal Wehrlein (22) der Favorit. Sollte der bisherige Manor-Pilot aus Worndorf das begehrteste Cockpit der Königsklasse erhalten, zahlt das Unternehmen 15 Euro für zehn Euro Einsatz aus.

Gute Chancen auf den Job des Teamkollegen von Lewis Hamilton werden auch dem Finnen Valtteri Bottas (Williams, Quote 2,60) zugeschrieben. Zum erweiterten Favoritenkreis zählt zudem der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (McLaren, Quote 7,00).

Von sid/RND/wer

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