Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
„Goldjunge“ trainiert mit Kindern

Nachwuchs-Radsportler Leo Appelt „Goldjunge“ trainiert mit Kindern

Nachwuchs-Radsportler Leo Appelt will im September bei den Straßen-Weltmeisterschaft in den USA mitfahren. Erst vor kurzem gewann er die Junioren-Weltmeisterschaft. Bei einer Ferienpassaktion gab er nun radfahrbegeisterten Kindern Tipps für eine Profikarriere.

Voriger Artikel
Judoka aus Hannover belegen WM-Plätze 3 und 5
Nächster Artikel
Weltmeister für ein paar Stunden

„Ich konnte es gar nicht glauben“: Leo Appelt mit seinem Rennrad.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. Zwei Welten sind für den Nachwuchs-Radsportler Leo Appelt aufeinandergeprallt. Vor kurzem hielt er sich noch im kasachischen Astana auf, einer Metropole mit extravaganten Bauten, und staunte über den Luxus, den er wahrnahm. Für den Schüler selbst lohnte sich die Reise, er gewann bei der dortigen Junioren-Weltmeisterschaft den Titel in der Einerverfolgung.

Doch kaum ist er zurück in der Heimat, lässt er sich nicht als „Goldjunge“ hofieren. Appelt zog es an die Basis. Bei einer Ferienpassaktion auf der Pferderennbahn Neuen Bult traf er sich mit radfahrbegeisterten Kindern von seinem Verein Blau-Gelb Langenhagen, trainierte mit ihnen und beantwortete fleißig Fragen. „So wie die Kinder jetzt habe ich ja auch mal angefangen“, sagt Appelt, er hofft, dass in den nächsten Jahren viele Jugendliche Lust auf Radsport bekommen. Für Nachwuchssportler, die auch eine Profikarriere anstreben, hat er einen ganz einfachen Tipp: „Das Wichtigste ist, dass es Spaß macht und von einem selbst kommt.“ Und der Schüler zeigte den Kindern natürlich auch die Goldmedaille, die er gewonnen hatte.

Das Gefühl nach seinem großen Sieg kann der Hannoveraner gar nicht so genau beschreiben: „Es war extrem unwirklich, ich konnte es erst gar nicht glauben.“ Teilen konnte er seinen Erfolg mit seiner Familie allerdings nicht direkt nach dem Wettkampf. Sein Handy funktionierte nicht, erst mit dem Mobiltelefon seines Trainers konnte er schließlich doch die freudige Botschaft seiner Familie und den Freunden übermitteln.
Die schnelle Kontaktaufnahme war Appelt wichtig. Während der Saison sieht er kaum Verwandte und Bekannte, in den Ferien war der Radsportler gerade einmal fünf Tage zu Hause. Umso wichtiger ist es ihm, einfach mal zusammen eine Abwechselung vom Sportalltag zu bekommen. „Viele meiner Freunde sind gar nicht im Radsport,“ sagte der Gymnasiast, der im nächsten Jahr das Abitur an der Bismarckschule in Hannover ablegen will. Dort zeige man viel Verständnis für seine Sportkarriere und unterstütze ihn nach Kräften, sagte Appelt. So kann er sich auch sorgenfrei auf den nächsten Höhepunkt vorbereiten, die Straßen-Weltmeisterschaft Ende September in Richmond in den USA. „Ich möchte dort eine gute Zeit fahren und alles rausholen, was geht“, sagte er.

Großen Anteil an der Erfolgen hat Trainer Christof Weiß, der mit dem Sportler Pläne und Werte über einen Tachometer austauscht. Und Appelt arbeitet seit Dezember mit einer Psychologin zusammen. Das hat ihm geholfen, sich ausschließlich auf das eigene Rennen zu fokussieren.     

Von Constanze Lerch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wie hat mein Verein gespielt

Von Kreisliga bis Bundesliga: Hier finden Sie alle Fußball-Ergebnisse.

Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.