Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Nationale Spitze bei Crossrennen in der Region am Start

Radsport Nationale Spitze bei Crossrennen in der Region am Start

Gleich bei zwei Crossrennen steigt in der Region die nationale Spitze auf ihre Räder. Für einen früheren hannoverschen Profi ist es zugleich ein zaghafter Neuanfang.

Voriger Artikel
Nowitzki führt Dallas Mavericks zum Sieg
Nächster Artikel
„Body Talk“: Silvestershow in Hannover ausverkauft

Vor dem Aufstieg kommt der Abstieg: Beim Radcross müssen die Fahrer ab und an aus dem Sattel steigen, um die Hindernisse bewältigen zu können – wie Sven Lorenzen vom RV Concordia bei einem Rennen im Jahr 2007.

Quelle: Florian Petrow/Archiv

Sogar Thomas Ziegler zieht es an diesem Wochenende wieder aufs Fahrrad. Dabei hat der frühere hannoversche Radprofi, einst im inzwischen aufgelösten T-Mobile-Team unterwegs, seine Karriere bereits beendet. Doch es juckt ihn noch mal, und das auch noch in einer für ihn bislang unbekannten Disziplin: Ziegler, der frühere Straßenprofi, strampelt querfeldein und gibt sein Debüt auf einem Crossrad. „Ich bin zwar früher Mountainbike gefahren“, sagt der gebürtige Thüringer, „aber in meiner Heimat hat sich das nie ergeben, Crossrennen zu fahren. Das hat nie jemand gemacht.“ Dafür hat er jetzt gleich zwei hochrangige Rennen als Einstieg zur Auswahl: Mit einer Doppelveranstaltung in Langenhagen am heutigen Sonnabend und in Berenbostel am Sonntag gastiert der SKS-Deutschland-Cup erstmals in der Region und bringt nahezu die komplette nationale Spitze auf die schnellen Kurse am Silbersee und am Berenbosteler See.

18 Rennen umfasst der Deutschland-Cup insgesamt, 14 Stationen der Rennserie sind bereits absolviert. Die Fahrer befinden sich in der Gesamtwertung also quasi auf der Zielgeraden. „Es wird hier am Wochenende um ganz entscheidende Punkte für den Gesamtsieg und letztlich auch noch die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Januar gehen“, sagt Organisator Klaus Tast vom RC Blau-Gelb Langenhagen.

Einige Jahre lang wurden Crossrennen, oder Querfeldeinrennen, wie sie einst hießen, fast überhaupt nicht beachtet, doch zuletzt wurde die Disziplin immer populärer. Dabei hat sich das Bild grundlegend gewandelt, vom Schmuddelimage früherer Jahre ist nicht mehr viel geblieben.„Man hat die Laufpassagen deutlich reduziert und sich wesentlich mehr auf anspruchsvolle Asphaltstrecken konzentriert“, sagt Tast.

In Hannover hat Querfeldeinradsport eine lange Tradition mit der Hochphase 
in den sechziger Jahren. Zweimal war 
das einstige Niedersachsenstadion sogar 
WM-Schauplatz; Tausende pilgerten zu den Rennen durch Wald und Wiesen. Vor drei Jahren erlebte der Sport in der Stadt eine kleine Renaissance, als das mittlerweile aufgelöste „Heinz von Heiden“-Team mit dem späteren Europameister Phillip Walsleben, dem deutschen Titelträger Malte Urban und Finn Heitmann erfolgreich seinen Schwerpunkt auf Querfeldeinrennen legte.

Nun gibt es einen zaghaften Neuanfang, nicht nur wegen der beiden Rennen in der Region. Das neu gegründete hannoversche „Grischa-Niermann-Saikls-Crossteam“ hat am Wochenende ein Heimspiel. „Wir sind mit all unseren Fahrern am Start und wollen uns optimal präsentieren“, verspricht Teamchef Roman Jördens, einst selbst zweifacher deutscher Querfeldeinmeister: „Der Querfeldeinradsport blüht im Moment förmlich auf; wir haben immer mehr Zulauf von Nachwuchsfahrern.“

Die Nachwuchsförderung ist ohnehin das Hauptziel des jungen Teams, das ohne große finanzielle Mittel auskommen muss. „Dazu gehört sehr, sehr viel Idealismus“, sagt Jördens. Chancen auf den Deutschlandcup-Gesamtsieg in der Eliteklasse der Frauen kann sich mit Liv-Susanne Bachmann aus Langenhagen sogar noch eine Lokalmatadorin machen.

Der erste Startschuss für die Rennen am Silbersee in Langenhagen am Sonnabend und am Berenbosteler See am Sonntag fällt jeweils um 9 Uhr. Die Eliteklasse geht in Langenhagen um 13.45 Uhr auf den 2,8 Kilometer langen Kurs, in Berenbostel beginnt das Rennen für die Elite auf der 2,1 Kilometer langen Strecke um 13.10 Uhr. Für beide Renntage sind zudem Hobby- und Jedermannrennen ausgeschrieben, für die sich Interessierte noch unmittelbar am Start anmelden können. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit knapp 300 Startern pro Renntag.

mk/stk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wie hat mein Verein gespielt

Von Kreisliga bis Bundesliga: Hier finden Sie alle Fußball-Ergebnisse.

EC Hannover Indians siegt gegen Ice Fighters Leipzig

Auch ohne den erkrankten Coach Fred Carroll kam der EC Hannover Indians auf heimischem Eis zu einem 4:0 (0:0, 3:0, 1:0)-Sieg gegen die Ice Fighters Leipzig.