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Neid baut gegen Japan das Team um

Frauen-WM Neid baut gegen Japan das Team um

Alles oder nichts. Erstmals bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land zählt für die deutschen Fußballfrauen am heutigen Sonnabend nur ein Sieg. Die deutschen Fußballfrauen wollen gegen Japan ins Halbfinale der WM stürmen – ob mit oder ohne Birgit Prinz, ist noch offen

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Inka Grings (rechts) hat ihren Stammplatz sicher; ob Birgit Prinz gegen Japan wieder spielen darf, ist noch offen.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Wolfsburg. Alles oder nichts. Erstmals bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land zählt für die deutschen Fußballfrauen am heutigen Sonnabend nur ein Sieg. Doch nach der überzeugenden Leistung im letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich (4:2) und angesichts der Tatsache, dass alle Spielerinnen einsatzbereit sind für das Viertelfinale gegen Japan (20.45 Uhr, live im ZDF), gibt es für Bundestrainerin Silvia Neid keinen Grund, einen Gedanken an ein mögliches Ausscheiden zu verschwenden.

„Beide Teams wollen gewinnen, beide wollen unter die letzten vier kommen. Der Druck ist auf beiden Seiten gleich. Wir freuen uns auf das Spiel und auf unsere Fans, die uns unterstützen werden“, sagte Neid. Nicht erst seit dem öffentlichen Bekenntnis von Birgit Prinz am Donnerstag, an Rücktritt gedacht zu haben, herrscht in der Mannschaft ausgeprägter Optimismus und noch größerer Teamgeist. „Wenn ich der Mannschaft derzeit nicht auf dem Platz helfen kann, muss ich meine Stärken eben anderweitig einbringen“, ordnete auch Prinz ihre persönlichen Interessen dem großen Ziel der deutschen Elf unter. Doch bleibt Prinz gegen Japan wirklich zunächst auf der Bank?

Sicher ist, dass die gegen Frankreich erfolgreiche Startelf heute Abend umgebaut wird. Kim Kulig erhielt von Neid bereits gestern eine Einsatzgarantie als zweite defensive Mittelfeldspielerin neben Simone Laudehr. „Kim wird spielen“, sagte Neid ungewohnt offen. Die eher unauffällige Potsdamerin Bianca Schmidt muss hingegen ihren Posten als rechte Außenverteidigerin wieder an die erfahrene und genesene Linda Bresonik abgeben, die ihren Magen-Darm-Infekt auskuriert hat. Dass Fatmire Bajramaj wie Melanie Behringer zuletzt über Probleme mit dem Sprunggelenk klagte, könnte Neid zudem die Entscheidung erleichtern, der körperlich stärkeren und bei Standardsituationen höchst gefährlichen Behringer wie in den ersten beiden Spielen den Vorzug zu geben.

Oder sie wählt sogar die ganz große Lösung in der Offensive: Weil Prinz gegenüber den im Schnitt zehn Zentimeter kleineren Japanerinnen deutliche körperliche Vorteile hat, wäre eine schnelle Rückkehr der Spielführerin auf die Position hinter Torjägerin Inka Grings möglich. Grings hatte sich ihren Stammplatz mit zwei Treffern und einer Torvorlage gegen Frankreich gesichert.

Prinz sagt über sich selbst: „Ich weiß jetzt wieder, wie ich meine PS auf die Straße bringe.“ Das muss auch für Neid vielversprechend klingen, die ihre Überlegungen für die Offensive gestern vielsagend kommentierte: „Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer Lust auf Überraschungen habe, vielleicht auch auf diese.“ Für Celia Okoyino da Mbabi bliebe in diesem Modell die linke Außenbahn, für Behringer und Bajramaj zunächst je nur ein Platz auf der Bank.

Aus Sicht von Mittelfeldspielerin Kulig ist ohnehin zweitrangig, wer am Ende gegen Japan in der Startelf steht. „Die Spielerinnen, die reingekommen sind, haben auch immer eine gute Leistung gezeigt“, sagte sie. „Das macht uns als Mannschaft stark.“

Und wenn das deutsche Team diese Stärke gegen Japan auf dem Spielfeld umsetzen kann, sollten die Überraschungen in der Startelf der Bundestrainerin die einzigen an diesem Abend bleiben – und ihrer Mannschaft stünde das Tor zum Halbfinale offen.

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