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Neue-Bult-Trainer haben am Pfingstmontag viel zu feiern

Galopprenntag Neue-Bult-Trainer haben am Pfingstmontag viel zu feiern

Der Satz des Galopprenntages war natürlich dem Präsidenten des Hannoverschen Rennvereins vorbehalten. „Das ist auch ein Erfolg für den Trainingsstandort Hannover“, sagte Gregor Baum, als er am Montag Jockey Viktor Schulepov zu dessen Überraschungscoup vom Pfingstsonntag in Hoppegarten beglückwünschte.

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Adorna und Daniele Porcu (vorn, rechts) wehren im Hauptrennen die Angriffe von Western Mystic (links) und Green Dandy (Mitte) ab.

Quelle: Florian Petrow

Langenhagen. Da konnte Baum noch nicht wissen, wie sehr seine Worte auch für das sportliche Geschehen auf der Neuen Bult zutrafen. Es war der große Tag für die heimischen Trainer, die in sieben von zehn Rennen die Sieger stellten und damit den 16.800 Zuschauern entlang des Geläufs bewiesen, welch gute Arbeit sie in Langenhagen leisten.

Und besonders oft anstoßen musste Christian Sprengel. Ausgerechnet der Trainer, der noch im Winter wegen des sanierungsbedürftigen Übungsgeländes den Wegzug erwogen hatte, stellte gleich vier Sieger und setzte dabei mit Adorna das Ausrufezeichen des Pfingstmontags. Die Stute war kurzfristig nachgemeldet worden für das Hauptrennen, den Großen Preis der Hannoverschen Volksbank über 1300 Meter, und galt in diesem Listenrennen mit einer Siegquote von 148:10 als krasse Außenseiterin. Doch Daniele Porcu positionierte das Pferd, das dem Niederländer Lucien van der Meulen gehört, taktisch klug von Beginn an in der Spitzengruppe und verblüffte im Endspurt die Konkurrenz.

Renntag auf der Neuen Bult in Langenhagen bei Hannover.

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Sprengel konnte das Trainerglück kaum fassen nach dem Erfolg, lief in Siegerpose mit erhobenen Armen auf die Rennbahn und tätschelte die Stute. „Auf der kurzen Distanz ist alles möglich, also hatten wir schon mit einem Vorderplatz geliebäugelt“, sagte Sprengel freudestrahlend und ließ sich derweil vom ebenso ausgelassenen Besitzer gratulieren. „Aber mit einem Sieg haben wir nun wirklich nicht gerechnet.“

Und wenn es läuft, dann läuft es: Dank Swift Return in der R+V-Trophy der R+V-Versicherungen gab es für van der Meulen und Sprengel einen weiteren Erstplatzierten. Des Trainers eigener Wallach Ducati gewann im 4. Rennen (Hier-ist-Ihre-Chance-Cup), einem Ausgleich IV über 2400 Meter. Dieses Rennen war ganz fest in hannoverscher Hand: Der 2. Platz ging an La belle Amie, die von Britta Fellermann in Uetze trainiert wird, Dritte wurde Valaga (Trainerin Marion Rotering), die den 47 Mitgliedern des Clubs Neue Bult gehört. Und den vierten Tageserfolg verbuchte Sprengel im Hürdenrennen – eine Seltenheit – mit dem vierjährigen Tazzaro.

Doch auch die anderen Trainer von der Neuen Bult hatten Grund zur Freude. Rotering stellte mit dem hoffnungsvollen Nydamski gleich im Auftaktrennen den Sieger und hatte vor allem mit ihrer Einschätzung zum Endspurt richtig gelegen. Der dreijährige Hengst wehrte in der HanVB-Mittelstands-Trophy über 1400 Meter alle Attacken auf der Zielgeraden ab. Neue-Bult-Nestor Hans-Jürgen Gröschel freute sich im 5. Rennen (2400 Meter) über den Debütanten Kerberus, der dreijährige Wallach siegte überlegen, obwohl „seine Geschwister noch nie etwas gerissen haben“ (Gröschel). Quasar, ebenfalls von Gröschel vorbereitet, machte als Dritter ein gutes Ergebnis komplett. Stefan Wegner stellte mit Herreshoff das stärkste Pferd im 6. Rennen und konnte sein Glück ebenfalls kaum fassen. „Haben wir wirklich gewonnen?“, fragte er nach einem dramatischen Endkampf Jockey Andreas Helfenbein – und strahlte, als dieser nickte.

Die Reihe der „Heimerfolge“ komplettierte Sabine Steege. Die Miss des Renntagssponsors Hannoversche Volksbank feierte im Einlagerennen auf Haflingern mit Jacky Boy einen Start-Ziel-Sieg und wehrte auch die fulminante Schlussattacke der zweitplatzierten HAZ-Volontärin Sophie Hilgenstock und Lady Hillary K. ab.

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