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Nowitzki fehlt noch ein Sieg zum Titelgewinn in der NBA

Basketball Nowitzki fehlt noch ein Sieg zum Titelgewinn in der NBA

Dirk Nowitzki fehlt noch ein Sieg zum Titelgewinn in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Männer, die sich von nichts und niemandem aufhalten lassen: Solche Typen lieben die Amerikaner.

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Der Hoffnungsträger: Wenn die Fans der Dallas Mavericks nicht gerade im Stehen jubeln, liegen sie Dirk Nowitzki zu Füßen.

Quelle: dpa

Die Geschichte, die Dirk Nowitzki in diesen Tagen in den Finals der Basketball-Profiliga NBA schreibt, ist eine Geschichte, wie sie die Amerikaner lieben. Über Jahre galt ihnen der lange Deutsche als zu weich; einer, der in zwölf Jahren NBA noch keinen Titel gewonnen hat, taugt in den USA nicht zum unumstrittenen Sportheroen. Dann begann die Endspielserie zwischen den Dallas Mave­ricks und den Miami Heat, gleich im 1. Spiel zog sich Nowitzki einen Sehnenriss im linken Mittelfinger zu, und trotz der Verletzung führte er die Mavericks in der folgenden Partie zum 95:93-Erfolg und zum 1:1-Ausgleich in der Serie. Im 4. Spiel stand der Deutsche mit 39 Grad Fieber auf dem Platz, mit so viel Hitze im Körper schafft es mancher Normalbürger kaum aus dem Bett, aber Nowitzki führte sein Team abermals zum Sieg und glich die Serie erneut aus. Und nun, nach dem 112:103 im 5. Vergleich, fehlt dem 32-Jährigen und seinen Mavericks noch ein Sieg aus zwei Spielen zum Happy End.

„Gefeiert wird, wenn wir den vierten Sieg holen, ansonsten war alles umsonst“, sagt Nowitzki vor der kommenden Partie in der Nacht zum Pfingstmontag in Miami; sollte Dallas das Spiel verlieren, käme es in der Nacht zum Mittwoch in Florida zum entscheidenden 7. Duell. Der Deutsche weiß aus eigener Erfahrung, dass einem eine anscheinend sichere Führung so schnell durch die Finger rieseln kann wie der weiße Sand am Strand von Florida. Im Jahr 2006 hatte er mit den Mavericks in der Finalserie bereits mit 2:0 geführt und dann doch mit 2:4 verloren. Gegner damals: Miami Heat.

Nowitzki ist, zumindest was Dallas betrifft, die bestimmende Figur der diesjährigen Finals, und das unterscheidet ihn von LeBron James auf der anderen Seite, der sich selbst ungefähr für den größten Basketballer zwischen Miami und dem Mars betrachtet, in den Endspielen diesem Anspruch bislang aber noch nicht gerecht wurde. 29 Punkte gelangen Nowitzki im 5. Finalspiel, wieder einmal war er bester Werfer auf dem Feld, James dagegen fiel vor allem durch einen etwas eigenwilligen Humor vor der Partie auf: Als er nach dem Vormittagstraining mit seinem Mitspieler Dwyane Wade durch die Gänge der Arena gelaufen war, keuchte Wade mehrfach in seine rechte Hand und fragte in Anspielung auf Nowitzkis Grippe in eine Fernsehkamera: „Habt ihr mich husten gehört? Heißt das jetzt, dass ich krank bin?“ Und als sich Wade zu James umdrehte, stimmte der fröhlich ins Hüsteln ein.

Am Abend hustete dann Nowitzki Miami was, und Dallas lag dem Deutschen wieder einmal zu Füßen. Nicht erst seit der Finalserie ist die Stadt in ihn verliebt; die amerikanische Sportpresse staunt über Nowitzki, und auch in der deutschen Heimat ist ein bisschen Play-off-Fieber ausgebrochen. Sogar die „Tagesthemen“ widmeten Nowitzki einen ausführlichen Bericht.

Im nächsten Spiel und auch im entscheidenden 7., wenn es dazu kommt, sind die Mavericks nicht in der Favoritenrolle. Für viele Fachleute war Miami schon vor Saisonbeginn Meisterschaftskandidat Nummer 1, mit dem Heimvorteil im Rücken will das Team die Serie nun auf der Zielgeraden für sich entscheiden. Der Vorteil der Mavericks dabei: In dieser Finalserie waren sie bislang immer dann besonders stark, wenn sie unter Druck standen. So war es auch im 5. Spiel: Viereinhalb Minuten vor Ende lag Dallas mit 95:99 zurück, dann drehten die Texaner die Partie noch mit einem 17:4-Endspurt. „Da zahlt sich dann aus, dass wir erfahrene Leute haben, die schon viel in der Liga durchgemacht haben und in solchen Spielen keine Panik kriegen“, sagt Nowitzki.

Männer, die sich von nichts und niemandem aufhalten lassen: Solche Typen lieben die Amerikaner.

Klaus Manzke

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