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Von Lederhosen und Rennpferden

Oktoberfest-Renntag Von Lederhosen und Rennpferden

Am Sonntag ging es auf der Neuen Bult zünftig zu: Wer wollte, der erschien in Tracht - so wie die Renntag-Moderatoren Verena Kerth und Max von der Groeben. Bettina und Christian Wulff hingegen bevorzugten legere Freizeitkleidung und sahen wie Galopptrainer Waldemar Hickst Seriensieger wurde.

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Von links: René Nieschka, Verena Kerth und Max von der Groeben zeigten sich gut gelaunt.

Quelle: Dröse

Langenhagen. Mancher Rennbahnbesucher rieb sich am Sonntag verwundert die Augen: So viele Dirndl und Lederhosen sah man noch nie auf der Neuen Bult, und auch die vielen weiß-blauen Accessoires ließen ein Gefühl wie auf der Theresienwiese in München aufkommen. Zu den wenigen Ausnahmen von dieser Wahrnehmung gehörten Christian und Bettina Wulff. Der Alt-Bundespräsident, seine Frau und der gemeinsame Sohn waren in legerer, eleganter Freizeitkleidung auf die Neue Bult gekommen, bayrische Tracht hätte sich für das frühere Staatsoberhaupt aller Deutschen auch wohl kaum geziemt. Die kleine Familie genoss zurückgezogen den Renntag. „Ich fühle mich gut, es hat sich jetzt doch wieder deutlich entspannt“, sagte Christian Wulff, nachdem er die Krisen der Vergangenheit überstanden hat.

Gregor Baum, Präsident des Hannoverschen Rennvereins (HRV), dagegen war in einer Kniebundlederhose erschienen. Und dem Gastgeber taten es zahlreiche Sponsorenvertreter, Ehrengäste und auch normale „Rennbahnbesucher“ gleich. Und viele Frauen zeigten Mut zum farbenfrohen Dirndl. Selbstverständlich waren auch die Ehrengäste zünftig gekleidet. Schauspieler Max von der Groeben kam in Krachlederner („Die trage ich auch auf der Wies’n“) und hatte Komplimente für die weiblichen Gäste parat: „Ich habe hier viele schöne Frauen gesehen.“ Ko-Moderatorin Verena Kerth hatte sich als gebürtige Münchnerin natürlich fürs Dirndl entschieden.

Sportlich in jeder Hinsicht präsentierten sich die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf. Sie trugen Jacken mit Clubemblem und schufteten schwer beim Schubkarrenrennen. Am flinkesten unterwegs war Morten Olsen, Zweiter wurde Torwart Martin Ziemer vor fünf Kollegen, die im Feld agieren.

Am Sonntag ging es auf der Neuen Bult zünftig zu: Wer wollte kam in Tracht so wie die Renntag-Moderatoren Verena Kerth und Max von der Groeben. Bettina und Christian Wulff wollten nicht, sie erschienen in legerer Freizeitkleidung.

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Die Rennen

Die Neue Bult ist gleich mehrere Reisen wert. Diese Erkenntnis trifft vor allem auf Galopptrainer Waldemar Hickst und auf Jockey Stephen Hellyn zu. Das Duo hatte schon vor zwei Wochen beide Hauptereignisse auf der Rennbahn in Langenhagen für sich entschieden. Und Sonntag toppten Hickst und der Belgier Hellyn diese Bilanz noch einmal. Sie fuhren die Siege im 1. (Neruda), 3. (Blue Marlin) und 6. Rennen (Zitat) ein.

Im ersten Hauptereignis des Oktoberfest-Renntages, dem Silvia-Göldner-Gedächtnisrennen (52 000 Euro Preisgeld) über 2000 Meter, lief es für Hickst und Hellyn mit Augusta nicht ganz so gut, dort sprang der 4. Platz heraus. Aber der Kölner Trainer hatte noch ein zweites Eisen im Feuer in diesem BBAG-Auktionsrennen – den dreijährigen Hengst Waky Sol. Nach zwei 2. Plätzen in den vorangegangenen Rennen setzte sich das Pferd dieses Mal deutlich auf der Zielgeraden vom Feld ab. Im Sattel saß der 43-jährige Brite Ian Ferguson, der Jockey ist ein Neue-Bult-Experte und reitet in diesem Jahr auch wieder Pferde von Hans-Jürgen Gröschel. Hinter Waky Sol gab es im Kampf um den 2. Platz, den sich Arando und Viva la Vita teilten, ein totes Rennen. Im geschlagenen Feld landete Global Love aus dem Gestüt Brümmerhof. Sie hatte mit Jockey Rafael Schistl zunächst vorn mitgemischt, büßte auf der Zielgeraden aber viel Boden ein.

Den ganz großen Wurf im zweiten Hauptrennen verpasste Hickst dagegen. Bravo Girl, geritten von Hellyn, landete im Großen Preis Jungheinrich Gabelstapler abermals auf dem 4. Platz. Besser lief es in dem Listenrennen über 2200 Meter (Dotierung 25 000 Euro) für die vom Kölner vorbereitete Dreijährige Salve Estelle. Sie wurde mit Eugen Frank im Sattel nach einem furiosen Endspurt Zweite nur knapp hinter der ein Jahr älteren Stute North Mum. Sie wird in Gütersloh von Andreas Wöhler trainiert, Reiter war der frühere Championjockey Eduardo Pedroza.

In diesem 7. Rennen hielten die Zuschauer den Atem an, als Amazone im Schlussspurt weit nach außen zog. Das Pferd streifte die Bahnbegrenzung, strauchelte, und daraufhin stürzte Jockey Rene Piechulek aus dem Sattel. Beide hatten Glück bei diesem Unfall: Piechulek zog sich Hals- und Schulterprellungen zu, die dreijährige Stute blieb unverletzt.

Auf einen Heimsieg mussten die 8900 Besucher auf der Neuen Bult bis zum 10. und letzten Rennen des Tages warten. „Da habe ich noch eine Chance“, hatte Trainer Hans-Jürgen Gröschel prophezeit und recht behalten. Shy Moon und Ferguson setzten sich nach hartem Kampf gegen It’s Tiger (Trainer: Stefan Richter) durch.

Gregor Baum, Präsident des Hannoverschen Rennvereins, freute sich über die „prächtige Stimmung“, zu der auch der weiß-blaue Sonne-Wolken-Mix beitrug. Zu den Siegern zählten zudem Juliane Döring und Hans-Georg Grosser. Ihre bayrische Tracht gefiel der Jury Verena Kerth, Max von der Groeben und Julia Baum am besten.

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