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Tennis

Petkovic verpasst Finaleinzug in Carlsbad


Andrea Petkovic hat bei dem mit 721.000 Dollar dotierten WTA-Hartplatzturnier im kalifornischen Carlsbad nur knapp den Endspieleinzug verpasst. Deutschlands Nummer eins aus Darmstadt verlor am Samstagnachmittag ihr Halbfinale gegen Agnieszka Radwanska aus Polen nach gutem Auftakt in 2:10 Stunden noch mit 6:4, 0:6, 4:6.
Andrea Petkovic

Andrea Petkovic hat den Finaleinzug in Carlsbad verpasst.

© dpa

Carlsbad/Boston. Erst übergeben, dann unterlegen: Eine Magenverstimmung stoppte Andrea Petkovic auf dem Weg ins Endspiel des WTA-Turniers im kalifornischen Carlsbad. Nachdem Deutschlands beste Tennisspielerin den Auftaktsatz ihres Halbfinals gegen die Polin Agnieszka Radwanska am Samstag (Ortszeit) 6:4 gewonnen hatte, machte ihr Magen nicht mehr mit. Petkovic verlor zehn Spiele nacheinander, erbrach sich zwischendurch und musste sich nach 2:10 Stunden mit 6:4, 0:6, 4:6 geschlagen geben. Sabine Lisicki hatte im Viertelfinale eine Überraschung gegen die Topgesetzte Vera Swonarewa nur knapp verpasst.

„Ich glaube, ich habe irgendetwas Falsches zu Mittag gegessen. Nach dem ersten Satz habe ich mich kraftlos gefühlt und mir war die ganze Zeit speiübel“, sagte Petkovic nach ihrer „Flitzeinlage“. Beim Stande von 0:4 und 0:40 im zweiten Satz verließ die Darmstädterin fluchtartig den Hartplatz Richtung Toiletten, um sich zu übergeben. „Ist es peinlicher, wie eine Verrückte über den Platz zu rennen oder sich auf dem Platz zu übergeben und dies die nächsten 25 Jahre in den Sportclipps im Fernsehen zu sehen“, meinte Petkovic nach dem Match in ihrer gewohnt lockeren Art.

Sie hat trotz ihrer dritten Niederlage im dritten Duell mit Radwanska auch allen Grund zur Zufriedenheit. Zum einen präsentierte sich Petkovic in Kalifornien bereits drei Wochen vor Beginn der US Open in guter Hartplatz-Form. Zum anderen wird die Fed Cup-Spielerin von Montag an erstmals unter den Top Ten der Welt geführt. Seit Anke Huber im Oktober 2000 hat keine Deutsche mehr zu den besten zehn Spielerinnen der Welt gehört.

Ganz so weit ist Sabine Lisicki noch nicht, dennoch zeigte die Wimbledon-Halbfinalistin aus Berlin gegen die russische Weltranglisten-Dritte Swonarewa, dass sie das Potenzial hat, mit den Besten mitzuhalten. Wie schon bei ihrer Zweitrunden-Niederlage bei den French Open zwang Lisicki ihre Gegnerin im Viertelfinale in einen dritten Satz und unterlag nach 2:14 Stunden unglücklich mit 3:6, 6:3, 4:6.

dpa

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