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Russische Whistleblowerin braucht Spenden

Julia Stepanowa Russische Whistleblowerin braucht Spenden

Mit ihren Doping-Enthüllungen sorgte Julia Stepanowa für einen weltweiten Skandal – bei Olympia in Rio de Janeiro darf die dennoch nicht starten. Die Whistleblowerin tauchte in den USA unter. Jetzt sammelt ein Projekt Spenden, bis die Russin und ihre Familie wieder auf eigenen Füßen stehen können.

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Die Leichtathletin Julia Stepanowa.

Quelle: Michael Kappeler/dpa

Hannover. In der ARD-Dokumentation " Geheimsache Doping – Wie Russland seine Sieger macht", enthüllte die Läuferin Julia Stepanowa vor zwei Jahren einen russischen Doping-Skandal. Umfassend berichteten die Russin und ihr Mann, Witali Stepanowa, über den systematischen Einsatz leistungssteigernder Substanzen. Die Erfolge russischer Leichtathleten seien das Ergebnis von Doping, Vertuschung von Kontrollen und Korruption waren, erklärte Stepanowa damals. Daraufhin schloss der Weltleichtathletikverband (IAAF) die russischen Leichtathleten vollständig von den Olympischen Spielen in Rio aus.

Nach den Enthüllungen floh Stepanowa aus Russland und tauchte unter. Heute lebt die 30-Jährige mit ihrem Mann und dem zweijährigen Sohn Robert in den USA. Noch lebt die Familie ohne offizielle Aufenthaltsgenehmigung in den Vereinigten Staaten und ist deswegen auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die will das Crowdfunding-Projekt " I believe in you" den beiden jetzt bieten. Auf der Internetseite werben internationale Sportler um Unterstützung für das untergetauchte Paar.

"Musterbeispiel für sauberen Sport"

Auch der deutsche Diskuswerfer Robert Harting unterstützt die Aktion: "Sie haben die Leichtathletik verändert. Sie haben ein Musterbeispiel für einen sauberen Sport etabliert", wirbt der Olympiasieger für die Unterstützung der Stepanowas.

Insgesamt sollen 85.000 US-Dollar für die Stepanowas gesammelt werden. Noch gut 60 Tage bleiben den Unterstützern, um den Betrag zu erreichen. Etwas mehr als die Hälfte ist bereits geschafft: 330 Unterstützer haben schon gespendet. Auch bei Facebook wird die Initiative beworben.

Zuletzt startete die Mittelstreckenläuferin bei der Leichatheltik-Europameisterschaft unter neutraler Flagge in Amsterdam. Sie dürfe wegen ihrer Verdienste um einen sauberen Sport wieder an Wettkämpfen teilnehmen, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des IAAF. Auch auf eine Starterlaubnis bei den Olympischen Spielen in Rio darf die 30-Jährige weiter hoffen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte den Ausschluss von in den Doping-Skandal verwickelten russischen Athleten als "nicht durchsetzbar" ab.

RND/are/dpa

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Die sportjuristischen Winkelzüge um Russlands Olympia-Teilnehmer gehen weiter. Nach einem CAS-Urteil dürfen russische Athleten mit Doping-Vergangenheit nicht von den Rio-Spielen ausgeschlossen werden. Endgültig über die Startgenehmigung darf aber das IOC entscheiden.

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