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Rad-Star Kittel gewinnt die "Nacht von Hannover"

Radrennen am Rathaus Rad-Star Kittel gewinnt die "Nacht von Hannover"

Rund ums Neue Rathaus lieferten sich am Sonnabend Radprofis aus Deutschland und den Nachbarländern spektakuläre Rennen. Am Ende gewann Sprint-Star Kittel das Rennen und wurde von 30.000 Zuschauern gefeiert. Am Sonntag rollen dann die Amateure beim HAZ-Jedermannrennen durch die Region.

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Quelle: Sielski

Hannover. Die Beine wirbelten noch über dem Asphalt, aber die Hände reckten sich schon in die Höhe. Marcel Kittel jubelte vor dem Neuen Rathaus über den Sieg im Hannoversche-Volksbank-Cup bei der Nacht von Hannover am Sonnabend. Der fünfmalige Etappengewinner bei der Tour de France und große Star der Veranstaltung hatte das beste Ende der 28 Radprofis, die im Hauptrennen um den Sieg kämpften. Und es war ein Wunder, dass sie in den annähernd 70 Runden auf dem 850 Meter langen Rundkurs auf dem Friedrichswall keinen Drehwurm bekamen.

Der Sprintspezialist hatte aber viel Arbeit in einem temporeichen und spannenden Kriterium mit permanenten Ausreißversuchen. Vor allem der Zweite, Christian Knees, und Leo Appelt aus Hannover leisteten viel Führungsarbeit. Knees riss zwei Runden vor Schluss letztmals aus, aber er brachte den Vorsprung nicht ins Ziel. „Ich muss schon klar auf der Zielgerade führen, um Marcel zu schlagen“, sagte er vorher. Das gelang ihm nicht. Pech hatte der junge Jonas Bokeloh aus Hannover, der in diesem Klassefeld als Vierter knapp das Podium verpasste.

Die besten Bilder vom Rennen und den Zuschauern: Radprofis aus Deutschland und und Europa zeigen bei der "Die Nacht von Hannover" 2017 am Neuen Rathaus ihr Können. 

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Kittel, der große Star in Hannover, hatte mit seiner Vorfreude richtig gelegen. „Radsport in Deutschland ist wieder populär“, sagte der 29-Jährige, der bei der Tour de France 2017 fünf Etappen an hatte. „Das hat sich schon beim Tour-Auftakt in Düsseldorf gezeigt.“ Auch die Hannoveraner und die Radsportfans aus dem Umland zog es an die Strecke vor dem Neuen Rathaus. Insbesondere im Start-und Zielbereich standen die Zuschauer dicht gedrängt in mehreren Reihen hinter den Absperrgittern. Organisationschefin Stefanie Eichel hatte nicht zu viel versprochen: „Die Fans lieben diese Veranstaltung“, sagte sie vor dem ersten Start und behielt recht. Geschätzt 30 000 Besucher verfolgten nach Angaben des Veranstalter die Jagd der Radasse auf dem Kurs in Hot-Dog-Form mit zwei langen Geraden und zwei engen Kurven.

Und die Ovale spielten schon im ersten Profi-Duell eine besondere Rolle. Im Ausscheidungsfahren kam es, nachdem in jeder vorangegangenen Runde ein Fahrer ausgeschieden war, zum Showdown zwischen Kittel und dem Hannoveraner Bokeloh, Junioren-Weltmeister auf der Straße 2014. In der Zielkurve verspekulierte sich der weltbeste Sprinter und ließ innen viel Platz, den der Junior m nutzte und mit mehreren Metern Vorsprung auf die Gerade einbog. Doch Kittel mobilisierte alle Kräfte und fuhr mit „Zeitungspapierstärken-Vorsprung“ (Moderator Christian Stoll) über die Ziellinie. „Ich habe alles versucht und gegeben, aber er hat nicht umsonst fünf Tour-Etappen gewonnen“, sagte Bokeloh anschließend.

Das Dernyrennen war eine klarere Angelegenheit. Dort setzte sich der 36-jährige Knees durch, der bei der Tour im Siegerteam fuhr und wesentlichen Anteil am Einzelerfolg seines Kapitäns Christopher Froome (Großbritannien) hatte. „Uns gehört auch ein kleiner Teil des Gelben Trikot“, sagte der Rheinländer. In Hannover stand er nach dem Dernyrennen nun ganz oben auf dem Siegertreppchen. Sein Vorsprung war deutlich, „obwohl diese Art Wettkämpfe für mich ungewohnt sind“, sagte Knees. In der Tat übertönten die knatternden Motorräder, die Schrittmacherdienste für die Radsportler leisteten, zeitweise sogar die Begleitmusik auf der Bühne. Auf den Plätzen zwei und drei landeten wieder Starter aus der Region. Appelt, zweimaliger Junioren-Weltmeister 2015, agierte trotz eines Sturzes hinter einem Derny vor knapp zwei Monaten mutig und verwies Tobias Knaup (früher in Langenhagen und Linden aktiv) auf den dritten Platz.

Zur Eröffnung noch bei Tageslicht sah das Publikum in den Nachwuchsrennen vielleicht die Asse von morgen. Am Sonnabend dominierten die Hamburger Jungen. Moritz Plambeck (U17) und Benet Metz (U15) fuhren als Erste über die Ziellinie. Ebenfalls auf das Siegertreppchen wurde Smilla Anouk Eickhoff (Bielefeld) gebeten. Die 14-Jährige hatte sich auch von mehreren Überrundungen nicht entmutigen lassen und fuhr ihr Rennen tapfer zu Ende.

Der Liveticker mit vielen Videos zum Nachlesen und Anschauen:

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