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Rosberg träumt vom vierten Monaco-Sieg

Formel 1 Rosberg träumt vom vierten Monaco-Sieg

Nach dem frühen Aus in Spanien will Nico Rosberg jetzt seine WM-Führung weiter ausbauen: Der Mercedes-Pilot hofft auf einen Sieg bei seinem Lieblingsrennen in Monaco.

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Nico Rosberg will bei seinem Lieblingsrennen in Monaco wieder als erster im Ziel sein.

Quelle: dpa

Monaco. Wenn Nico Rosberg über den Großen Preis von Monaco spricht, kommt der Formel-1-Spitzenreiter schnell ins Schwärmen. "Ich verbinde mit jeder Kurve Erinnerungen, die bis in meine Schulzeit zurückreichen", sagt der Mercedes-Pilot vor dem Rennen auf dem legendären Stadtkurs am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky). Nach drei Siegen in drei Jahren geht der 30-Jährige erneut als Favorit an den Start.

Und natürlich hat Rosberg noch jede Menge Wut im Bauch. Der völlig unnötige Crash mit seinem ungeliebten Mercedes-Stallrivale Lewis Hamilton nach nur drei Kurven beim vergangenen Grand Prix in Spanien raubte dem Wahl-Monegassen die Chance auf seinen fünften Saisonsieg, stattdessen gingen die Silberpfeile leer aus. "Ich war nach den Ereignissen von Spanien schwer enttäuscht", sagte Rosberg.

Rosberg will Führung ausbauen

Mittlerweile hat der Vizeweltmeister den Blick aber nach vorne gerichtet und will seine WM-Führung ausbauen. Mit 100 Punkten führt er vor dem sechsten Saisonlauf souverän vor Kimi Räikkönen (61), Hamilton (57) und Ferrari-Star Sebastian Vettel (48). "Monaco ist eines meiner Heimrennen und die ultimative Fahrer-Strecke. Ich bin in der Stadt aufgewachsen und lebe noch immer hier. Das macht es für mich zu einem ganz besonderen Wochenende", sagte Rosberg.

Familie und Freunde an der Strecke geben ihm zusätzlichen Schub, betonte Rosberg. "Ein Sieg in Monaco ist ganz groß im Rennsport, darüber kommt eigentlich nur noch der WM-Titel", sagte der 18-malige Grand-Prix-Sieger, der im Kampf um den nächsten Erfolg mit Konkurrenz durch die üblichen Verdächtigen rechnet: "Lewis, Ferrari und Red Bull sind sehr stark."

Während Rosberg zuletzt viel Selbstvertrauen tankte und starke Vorstellungen zeigte, steht Weltmeister Hamilton, der in Monaco im gleichen Gebäude wie Rosberg lebt, nach einigen Rückschlägen gehörig unter Druck. Kein einziges Mal landete der Brite in diesem Jahr ganz vorne, saisonübergreifend feierte sein deutscher Kontrahent bis zum "Silber-GAU" in Barcelona sogar sieben Erfolge in Serie.

Monaco liegt Hamilton nicht besonders

Und auch die jüngsten Erinnerungen an Monte Carlo sind bei Hamilton nicht gut. "In den vergangenen Jahren habe ich in Monaco nicht gerade die besten Ergebnisse eingefahren", sagte er. Nur 2008 fuhr er als Erster über die Ziellinie, im Vorjahr wurde der exzentrische 31-Jährige Dritter hinter Rosberg und Vettel.

Trotzdem freut sich der Champion auf das Heimspiel, immerhin geht es für ihn genau wie für viele Kollegen nicht in ein Hotel: "Ich kann zuhause schlafen. Das macht Spaß und sorgt für einen ganz anderen Rhythmus." In den engen Straßen zwischen Casino und dem legendären Schwimmbad soll beim Konstrukteursweltmeister eine Kollision wie in Barcelona derweil unbedingt verhindert werden. Das Team verschenkte durch die riskanten Manöver seiner Piloten insgesamt 43 wertvolle WM-Punkte und gab Youngster Max Verstappen im Red Bull die Chance zu seinem Sensationssieg.

"Wir können es uns nicht leisten, nachzulassen. Deshalb müssen wir zusammenhalten, stark bleiben und an diesem Wochenende gestärkt zurückschlagen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Eine Teamorder wird es jedoch weiterhin nicht geben, beide Fahrer dürfen ihr Duell offen auf der Strecke austragen. Rosberg und Hamilton seien beide Schuld gewesen, dass sie im Kiesbett landeten. "Ich habe einen sehr unglücklichen Rennunfall gesehen, den beide Seiten hätten verhindern können", sagte Wolff.

sid/RND/mat

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