Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Saubere russische Athleten dürfen nach Rio

Ankündigung des IOC Saubere russische Athleten dürfen nach Rio

Saubere russische Leichtathleten dürfen trotz des Dopingbanns durch den Weltverband IAAF auf einen Olympiastart in Rio unter ihrer Landesflagge hoffen. Russlands NOK hat dennoch Einspruch vor dem Sportgerichtshof gegen die Suspendierung angekündigt.

Voriger Artikel
Paralympics-Teilnehmerin in Rio überfallen
Nächster Artikel
Las Vegas wird NHL-Standort

Der Weltverband IAAF hat Russlands Leichtathleten wegen massiver Dopingvorwürfe von den Spielen in Rio ausgeschlossen. Dagegen wollen Russlands Leichtathleten juristisch vorgehen (im Bild: Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa).

Quelle: dpa

Lausanne. IOC-Präsident Thomas Bach will nachweislich saubere russische Leichtathleten bei den Olympischen Spielen in Rio unter ihrer Landesflagge starten lassen. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) nach einem Spitzentreffen mit den Mitgliedsorganisationen am Dienstag in Lausanne mit. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Sportler sich außerhalb des maroden Anti-Doping-Systems Russlands aufhalten und testen lassen müssen.

Mutko begrüßt Entscheidung des IOC

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte vorgeschlagen, dass saubere russische Athleten unter neutraler Fahne in Rio dabei sein dürften. Da das Nationale Olympische Komitee Russlands aber nicht suspendiert ist, ist es möglich, dass Athleten des Landes unter ihrem Banner starten dürfen.

Russlands Sportminister Witali Mutko reagierte erleichtert auf die Ankündigung. Russland sei für eine Teilnahme sauberer Athleten bereit, alle Bedingungen des IOC einzuhalten. "Wir werden alles machen, was sie uns sagen", meinte Mutko der Agentur Tass zufolge in Moskau.

Russland droht mit juristischen Schritten

Am Freitag hatte die IAAF die Sperre gegen Russlands Leichtathleten wegen massiver Dopingvorwürfe verlängert und sie damit von den Spielen in Rio ausgeschlossen. Russland muss fürchten, dass auch Verbände anderer Sportarten ähnlich entscheiden können.

Vor der Aussage Bachs hatte der Chef des russischen Olympia-Komitees, Alexander Schukow, angekündigt, dass Russlands Leichtathleten gegen die Olympiasperre juristisch vorgehen und Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einlegen wollen.

IOC stellt sich hinter den IAAF

"Russische Athleten, die niemals gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen haben, werden sich wie der Leichtathletikverband an das CAS wenden – um die eigenen Interessen zu schützen und die Interessen von anderen sauberen Athleten", sagte Schukow. Das russische NOK werde diese Klagen unterstützen und gegen die IAAF-Entscheidung vorgehen, "um russische Athleten vor einer Diskriminierung zu schützen. Wir hoffen, dass das CAS ein unabhängiges Urteil fällen wird."

Schukow nahm am Dienstag am Spitzentreffen des IOC – dem sogenannten Summit – ebenso teil wie der Chef des Leichtathletik-Weltverbandes, Sebastian Coe. Dabei war über Maßnahmen im Kampf gegen Doping gesprochen worden. Nach dem Treffen hatte Bach noch einmal betont, dass das IOC hinter der Entscheidung des IAAF stünde.

Russische Sportler hatten mit Wut und Enttäuschung auf die Sperre reagiert. "Ich bin traurig und zugleich böse, ich schäme mich", sagte die 34-jährige Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa der Agentur Tass. "Niemand hat uns verteidigt, niemand hat unsere Rechte geschützt, ich habe große Zweifel an der IAAF und ihrer Haltung in Bezug auf den Schutz der Rechte sauberer Sportler", sagte sie.

dpa/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wie hat mein Verein gespielt

Von Kreisliga bis Bundesliga: Hier finden Sie alle Fußball-Ergebnisse.

Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.