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Schachspiel mit Schlafzimmerschränken

Faszination American Football Schachspiel mit Schlafzimmerschränken

Es geht um Taktik, um Physis und um die spektakulärste Show: Der Super Bowl ist das Megaevent des Jahres – und dank seiner spektakulären Halbzeitshows auch ein kultureller Meilenstein. American-Football-Experte Daniel Killy hat 18 Super Bowls live erlebt und wagt einen Ausblick auf die NFL-Saison 2017.

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Höhepunkt des Jahres: für den Gewinner des Super Bowls gibt es die Vince Lombardi Trophy.
 

Quelle: imago

Hannover.  Daniel Killy, Autor des RedaktionsNetzwerks Deutschland und leidenschaftlicher Fan des American Football, hat die Geschichte des Super Bowls wie kaum ein anderer erlebt. 18 Mal hat der Hamburger das Megaspektakel in den USA besucht, sah Weltstars wie Michael Jackson und die Stones in der Halbzeitshow, war beim „Nipplegate“-Skandal von Janet Jackson dabei und verschaffte sich vor allem Eindrücke vom Drumherum des größten Sportereignisses der Welt.

Alles Wichtige für Fans und diejenigen, die es werden wollen

Alles Wichtige für Fans und diejenigen, die es werden wollen: American Football – ein Ausblick auf die Saison 2017.

Quelle: Riva

Immer größer, immer besser, immer spektakulärer – Jahr für Jahr wollen Sportliga, Künstler und Sponsoren das Vergangene toppen.  Daniel Killy wagt einen Blick auf die neue Saison, die am Ende mit dem Super Bowl ihren absoluten Höhepunkt haben wird.

American Football fand hierzulande lange Zeit ohne großes Publikum statt. Doch mittlerweile wird der Sport auch in Deutschland immer beliebter. Wie kommt es zu diesem Imagewandel?

Eine feste Fan-Basis hatte der Sport in Deutschland schon immer. Allerdings kam es zu einem Einbruch, als die NFL 2007 plötzlich und ohne Vorwarnung ihren europäischen Ableger dichtmachte. Da haben sich viele enttäuscht vom Football abgewendet oder sind wieder zum kleinen Amateursport zurück. Dass jetzt wieder ein kleiner Football-Boom herrscht, liegt natürlich vor allem daran, dass reguläre Saisonspiele im Fernsehen frei empfangen sind.

 Football ist wie Schachspielen mit Schlafzimmerschränken – was fasziniert Sie an dieser Sportart?

Genau dieser scheinbare Widerspruch zwischen einer unglaublichen taktischen Tiefe und Finesse und der ja oft roh anmutenden Physis. Taktik und Spektakel gleichermaßen. American Football ist der wohl kompletteste Mannschaftssport schlechthin – neben und mit seinem Urahn Rugby.

 Der vergangene Super Bowl war gigantisch – die Geschichte des Spiels mit ihren tragischen Helden, der Halbzeitshow. Wie soll das dieses Mal getoppt werden?

Na ja, eine Verbindung gibt es schon mal. Lady Gaga hat sich ja von der Hymnen-Sängerin in Santa Clara zur Halftime-Show in Houston vorgearbeitet. Der 50. Super Bowl mit seiner Hommage an die Flower-Power-Zeit und die besten Momente aller Halbzeitshows war schon gewaltig, vom Spiel ganz zu schweigen. Aber Houston hat mir ja in Gestalt seines Bürgermeisters Sylvester Turner gesagt, die Stadt werde zum nächsten Super Bowl einen Blick in Amerikas Zukunft gewähren. Ich bin gespannt.

Sie haben 18 Super Bowls bislang live erlebt. Wie hat sich in Ihren Augen das Event verändert? Welche Rolle spielt hier noch der Sport?

Man soll es nicht für möglich halten: Der Sport spielt nach wie vor die größte Rolle. Sobald das Spiel begonnen hat, steht die ganze Nation still. Natürlich ist der Glamour und Hype drumherum ins Uferlose gewachsen, allein 30 Sekunden Werbung haben ja im Februar fünf Millionen Dollar gekostet. Bei meinem ersten Super Bowl vor Ort, 1998 in San Diego, waren es noch 1,3 Millionen. Wenn man es positiv formulieren will, kann man sagen: Der Sport hat seinen Wert mehr als vervierfacht. Aber natürlich sind die Begleitumstände mittlerweile reine Gigantomanie.

 Die 51. Saison hat ihr erstes Viertel schon fast hinter sich. Auf welche Momente freuen Sie sich besonders? Wer sind Ihre Favoriten? Wer rückt in die großen Fußstapfen von Peyton Manning? Was geschieht mit Cam Newton? Fragen über Fragen...

Nun, ich bin kein Wahrsager, Cam Newton laboriert immer noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung, und derlei wird ja neuerdings sehr ernst genommen in der Liga. Ob er dem Druck als Top-Quarterback neben Tom Brady standhalten wird, muss man sehen. Aber die besonderen Momente, auf die ich mich freue – das sind die unvorhersehbaren, etwa solche Spiele wie das 35:34 der New Orleans Saints gegen die San Diego Chargers in Woche vier, in dem wieder einmal ein verloren geglaubtes Spiel in letzter Minute gedreht wurde. Das ist für mich der Zauber dieses Sports.

 Nun haben Sie ein Buch über die NFL geschrieben: Welche Motivation trieb Sie an?

Die Liebe zu diesem Sport und, bei aller Kritik, zu seiner Liga. Die Tatsache, dass es zu NFL und Super Bowl noch nichts Vernünftiges auf dem Markt gab – und somit der Antrieb, die Liebe zum American Football und seiner Profiliga weiterzugeben, andere an diesem tollen Sport teilhaben zu lassen.

 

RND-Autor Daniel Killy verfolgt die NFL seit mehreren Jahrzehnten.

Quelle: RND.

American Football: NFL 2017: Stars. Stadien. Superbowl (17,99), erschienen im Riva-Verlag

Von RND/Carsten Bergmann

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