Einen Tag nach der ersten Niederlage war der Frust schon wieder verraucht. „Das Spiel ist abgehakt“, sagte Verteidiger Patrick Köppchen, der mit den Hannover Scorpions schon Dienstagabend (19.30 Uhr, TUI Arena) im dritten Duell des Play-off-Viertelfinals erneut auf den EHC Wolfsburg trifft. „Wir können uns mit einem Sieg wieder eine eine gute Ausgangsposition schaffen.“ Direkt im Anschluss an das 2:3 nach Verlängerung am Sonntag hatte die Gemütslage bei Köppchen noch ganz anders ausgesehen. In bester Baseball-Manier zertrümmerte der 28-Jährige seinen Schläger beim Verlassen der Eisfläche wütend an der Bande. Nach dem Training nahm er diese Aktion aber schon wieder mit Humor: „Zum Glück habe ich ansonsten keinen so hohen Schlägerverbrauch.“
Überhaupt war die Stimmung Montagabend schon wieder relativ gelöst. Warum auch nicht? Immerhin hat sich an der Grundsituation nach zwei absolvierten Spielen im Prinzip nicht viel geändert. „Aus der ‚Best of seven‘-Serie ist jetzt eine ‚Best of five‘-Serie geworden“, rechnete Zach vor – und schickte seine Prognose für den Ausgang des Duells gleich hinterher. „Die Mannschaft, die am hartnäckigsten und diszipliniertesten die Play-off-Regeln befolgt, wird sich durchsetzen.“
Etwas verknappt kann man diese Richtlinien für eine erfolgreiche Play-off-Teilnahme so zusammenfassen: in der Abwehr kompakt stehen, geduldig auf seine Chancen warten und keine unnötigen Strafzeiten kassieren. Und zumindest in letzterem Punkt gibt es bei den Scorpions durchaus Besserungsbedarf. „Unser Unterzahlspiel ist bislang zwar famos, aber wir dürfen nicht so viele Strafen nehmen“, sagte Zach, dessen Team in Wolfsburg gleich siebenmal in Unterzahl war. Zwar fiel dabei kein Gegentreffer, aber zum einen kosteten diese Situationen die Spieler viel Kraft, und zum anderen gaben die Hannoveraner dadurch am Sonntag auch die Kontrolle über das Spiel aus der Hand.
Auch in einem anderen Punkt redete der Scorpions-Coach am Montag Klartext: Schiedsrichter-Schelte, wie es sie nach dem umstrittenen Wolfsburger Treffer zum 2:2 von einigen seiner Profis gegeben hatte, macht er nicht mit. „Es gibt keine Ausreden – weder den Schiedsrichter noch das Pech“, sagte Zach, der das Tor als völlig regelkonform einstufte. „Wir müssen einfach diszipliniert und mannschaftlich geschlossen spielen – und dann: weiter geht’s.“
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Kommentare
eishockey rolf s. – 18.03.09
guten morgen,es ist mittwoch früh, 7.50 uhr. in der gedruckten haz habe ich gerade die überschrift über die zweite niederlage der scorpions gelesen. die hat aber online (zum glück?) noch nicht stattgefunden. können wir noch hoffen ?