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So erging es Tanja Niehoff aus der HAZ-Laufgruppe

Marathon So erging es Tanja Niehoff aus der HAZ-Laufgruppe

Wie übersteht man eine Strecke von 42 Kilometern? Wir haben Tanja Niehoff aus der HAZ-Laufgruppe am Marathon-Tag begleitet. Trotz einer kurzen Nacht und schwerer Beine nahm es für sie ein glückliches Ende.

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Geschafft: Tanja Niehoff beim Hannover-Marathon.

Hannover. Der Tag davor: Lauftraining gibt es heute nicht mehr. Am Donnerstag ist Tanja Niehoff die letzten sieben Kilometer gelaufen. Trotzdem hat sie am Sonnabendnachmittag platte Füße - vom Besuch der Marathon-Messe. Dort werden unter anderem die Startnummern ausgegeben: Für Niehoff wird es die F322. Es ist frisch am Abend, also packt die 43-Jährige auch ein langes Shirt und ein Halstuch in den Laufbeutel. Später gibt es noch Kartoffeln, dazu Kräuterquark und Lupinenfilet. Für Niehoff ist es der zweite Marathon in ihrem Leben - den ersten lief sie 2014 in New York. „Das war der Wahnsinn.“

6 Uhr: Der Marathon-Tag für Tanja Niehoff beginnt früh. Um ausreichend Schlaf zu bekommen, war sie am Abend schon vor 22 Uhr im Bett. „Ich habe aber nicht gut geschlafen“, gibt sie zu. Das Frühstück für schnelle Beine besteht deshalb nicht nur aus Wasser und Porridge, sondern auch aus Kaffee.

8.15 Uhr: Mit einem kleinen Pony als Glücksbringer ausgestattet, geht es zum Trammplatz.„Das Schöne ist, dass man durch die Laufgruppe Leute hier hat“, sagt sie. Auch wenn Tanja auf der Strecke gerne alleine ist, hilft die Gesellschaft so kurz vor dem Start doch ungemein: Um die Aufregung zu dämpfen. Getrunken hat sie seit dem Frühstück nichts mehr. „Ich höre irgendwann auf, weil ich sonst Angst habe, unterwegs zu oft anhalten zu müssen.“

9.03 Uhr: Der Startschuss fällt. Während die Favoriten ganz vorne im Feld laufen, startet Tanja Niehoff weiter hinten im Startblock D. Das Ziel der 43-Jährigen ist heute nicht unbedingt eine gute Zeit - auch wenn sie sich die natürlich wie jeder Teilnehmer wünscht. „Ich habe mir vorgenommen, unterwegs Spaß zu haben“, sagt sie.

Kilometer 6: Das Vorhaben, Spaß zu haben, gelingt auf den ersten Kilometern nicht ganz. Die 43-Jährige hat bereits zu Beginn mit Seitenstichen zu kämpfen.

Kilometer 13: Tanjas Körper hat den Widerstand aufgegeben. Die Seitenstiche sind verschwunden, die Beine machen gut mit. „Am Maschsee war es dann wunderschön, ich konnte das richtig genießen.“

Kilometer 20: Die 43-Jährige ist durstig und trinkt viel. „Ich kenne das gar nicht von mir.“

Kilometer 25: Die Kräfte beginnen langsam zu schwinden. Der „Mann mit dem 4:15 Stunden Ballon“, Dieter Geyer, zieht an Tanja vorbei. Er ist Paceläufer und gibt das Tempo vor, mit dem die Läufer eine bestimmte Zielzeit erreichen können. „Ich habe mich geärgert und gedacht: Mist, jetzt schaffst du die 4:15 nicht.“

Kilometer 38: Das Seitenstechen kehrt zurück. Ein ungünstiger Zeitpunkt. „Da habe ich kurz überlegt, aufzuhören.“ Sie kämpft aber - und läuft weiter.

13.20 Uhr: Mit einer Laufzeit von 4:17:36 erreicht Tanja Niehoff das Ziel. „Das Gefühl, wenn der Fuß auf der Zeitmatte aufsetzt, ist einfach nur schön.“ Sie ist stolz auf ihre Zeit, „und wenn ich langsamer gewesen wäre, wäre es auch toll gewesen.“ Jetzt noch Medaille und Urkunde holen - und ein Foto für die Laufgruppe, dann geht es nach Hause.

16.50 Uhr: Vorbei ist der Marathon-Tag, Tanja und ihre Beine haben sich eine Erholung verdient: Bei Kaffee auf dem Balkon. Arbeiten muss sie am Montag erst gegen Mittag. „Ich werde so lange schlafen, wie ich Lust habe.“ Den nächsten Lauf-Monat will sie sachte angehen - und in der kommenden Woche die Laufschuhe wahrscheinlich im Schrank lassen.

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