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Experte vermutet Doping-Komplott

Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi Experte vermutet Doping-Komplott

Einer der profiliertesten deutschen Dopingexperten vermutet im Zusammenhang mit den Dopingvorwürfen rund um die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi eine Art Komplott auf höchster Ebene. Der Biomediziner wirft dem IOC vor, zu lange zugeschaut zu haben.

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Prof. Fritz Sörgel vermutet im Zusammenhang mit den Dopingvorwürfen rund um die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi eine Art Komplott auf höchster Ebene.

Quelle: dpa

Nürnberg. Prof. Fritz Sörgel, Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg und einer der profiliertesten deutschen Dopingexperten, befürchtet im Zusammenhang mit den Dopingvorwürfen rund um die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi eine Art Doping-Komplott auf höchster Ebene.

„Das sieht nach einer Absprache zwischen IOC und Russland aus. Es sollten mit aller Macht erfolgreiche Spiele werden“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem auch die HAZ gehört. Dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wirft der Biomediziner vor, zu lange zugeschaut zu haben. „Das Problem ist doch, dass die Dopingproben gelagert wurden, ohne dass unabhängige Beobachter darauf Zugriff gehabt haben. Das ist ein unmöglicher Vorgang.“

Das vom ehemaligen Leiter des russischen Doping-Kontrolllabors, Grigori Rodschenkow, in der „New York Times“ beschriebene Vorgehen im Vorfeld der Spiele in Sotschi, hält Prof. Sörgel durchaus für möglich. „Alle Fragen klärende Nachtests sind zwar machbar, aber trotzdem ist schwer nachweisbar, ob eine Dopingprobe aufgetaut wurde“, erklärt er. Mit Blick auf einen möglichen Ausschluss russischer Athleten bei den Sommerspielen in Rio hält er aufwändige Nachtests für unmöglich. „Dafür ist die Zeit bis Rio zu knapp.“

Der Biomediziner nimmt vor allem das IOC in die Pflicht: „Das IOC muss jetzt endlich weltweit in den Dopinglaboren für klare Verhältnisse sorgen“, sagte er dem RND.

RND

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