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Südkoreas Parteien wollen Olympia-Team mit Nordkorea

Winterspiele 2018 Südkoreas Parteien wollen Olympia-Team mit Nordkorea

Pyeongchang hat sich die Olympischen Winterspiele 2018 gesichert. Nun soll ein weiteres Ziel verwirklicht werden: Die beiden größten Parteien in Südkorea plädieren für ein gesamtkoreanisches Team bei den Titelkämpfen. Der Fahrplan ist allerdings unklar.

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Die sükoreanische Eiskunstläuferin Kim Yu-Na hat für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang gekämpft. Nun wollen die beiden größten Parteien in Südkorea ein gesamtkoreanisches Team bei den Titelkämpfen

Quelle: dpa

Seoul. Die beiden größten Parteien in Südkorea wollen sich für eine gesamtkoreanische Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 2018 im heimischen Pyeongchang stark machen. Die Fraktionsführer der regierenden Großen Nationalpartei (GNP) und der oppositionellen Demokratischen Partei (DP) hätten sich darauf geeinigt, Maßnahmen für die Bildung eines vereinigten Olympia-Teams mit dem kommunistischen Nordkorea zu erarbeiten, berichtete die Zeitung „The Korea Times“ (Samstag-Ausgabe).

Wie diese Maßnahmen konkret aussehen sollen, blieb aber zunächst unklar. Beide Parteivertreter hätten sich nicht einigen können, wie man baldige Gespräche zwischen der Nationalversammlung in Seoul und der Obersten Volksversammlung in Pjöngjang über die Idee eines gemeinsamen Olympia-Teams beider Länder aufnehmen könne, hieß es.

Die Olympischen Spiele in Pyeongchang sollten die Grundlage für die Förderung der „innerkoreanischen Zusammenarbeit, des Austausches und die Wiedervereinigung sein“, wurde DP-Fraktionsführer Sohn Hak Kyu zitiert. Deshalb sollte auch ein seit drei Jahren eingefrorenes innerkoreanisches Touristenprojekt wieder aufgenommen werden. Einer der DP-Abgeordneten habe darüber hinaus gefordert, dass die Regierung in Seoul die gemeinsame Ausrichtung der Olympischen Winterspiele vorschlagen solle.

2008 scheiterte ein ähnliches Projekt nach Meinungsverschiedenheiten über die Zusammensetzung des Teams

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am vergangenen Mittwoch im südafrikanischen Durban entschieden, dass Pyeongchang die übernächsten Winterspiele ausrichten könne. Nordkorea hat sich bisher nicht offiziell dazu geäußert. Zwischen den Regierungen beider Staaten herrscht zurzeit Funkstille. Die Spannungen hatten sich seit dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel durch Nordkoreas Küstenartillerie im November deutlich verschärft.

Bisher waren alle Bemühungen um eine gesamtkoreanische Olympia-Mannschaft gescheitert. Am nächsten kamen sie dem Vorhaben vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking, als es bereits eine entsprechende Einigung gegeben hatte. Doch war das Projekt unter anderem nach Meinungsverschiedenheiten über die Kriterien für die Zusammensetzung des Teams gescheitert.

Bei den Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele in Athen 2004 und Sydney 2000 waren die beiden koreanischen Mannschaften der seit 1945 geteilten Halbinsel gemeinsam eingelaufen, bei den Wettkämpfen jedoch separat an den Start gegangen.

dpa

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