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Kelly Slater – Herrscher der Wellen

Mit 41 noch ein Star Kelly Slater – Herrscher der Wellen

Mit 41 Jahren kann Kelly Slater im als so jugendlich verschrienen Surfsport zum zwölften Mal Weltmeister werden. Der US-Boy trotzt allen natürlichen Alterserscheinungen und wird wohl auch kommendes Jahr starten. Surfen sei eben eine lebenslange Reise, sagt er.

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„Wenn ich 50 bin, will ich noch besser surfen. Das ist für mich eine lebenslange Reise“, verkündete Kelly Slater forsch.

Quelle: dpa

Haleiwa/München. Wie in jedem Herbst weiß auch diesmal keiner so recht, wie Kelly Slater seine Zukunft plant. 41 Jahre alt ist der Herrscher der Wellen inzwischen, von den meisten seiner Kontrahenten könnte er locker der Papa sein. Doch trotz aller ganz natürlichen Alterserscheinungen mischt der elfmalige Weltmeister noch immer ganz vorn mit. Beim letzten WM-Saisonstopp auf Hawaii kann sich der US-Boy auf der Surf-Tour der Profiorganisation ASP schon seinen zwölften Titel holen. Ob Slater danach aufhören würde? Weiß niemand.

Vor 15 Jahren verabschiedete sich Slater schon mal kurz, weil er meinte, schon damals im Surfsport alles erreicht zu haben. Fünf Jahre später kam er zurück - und wirkt inzwischen, als wolle er die damals verlorene Zeit im fortgeschrittenen Alter nachholen. „Wenn ich 50 bin, will ich noch besser surfen. Das ist für mich eine lebenslange Reise“, verkündete er forsch. Im Februar wird Slater 42 - ein Alter, in dem andere ihre Sprösslinge großziehen oder in der Midlife Crisis versinken. „Freunde, mit denen ich vor 10 oder 20 Jahren auf der Tour unterwegs war, sind jetzt verheiratet und haben Kinder“, weiß er.

Slater hat bislang auf all das verzichtet. Familie, Nachwuchs - jemand, der sich immer noch wie ein 20-Jähriger gibt und vermarktet, setzt andere Prioritäten. Denn auf dem schmalen Surfbrett ist Slater noch immer das Genie schlechthin. Die Wellen der malerischsten Küsten dieser Welt kann er so spektakulär und so waghalsig abreiten wie kein anderer Mensch. Wie in den 90-er Jahren jubeln ihm noch immer die Mädchen zu, wenn er nach einer seiner Siegesfahrten an Land kommt. Seine Ausstrahlung ist jugendlich, sein Gesicht weitgehend faltenfrei. Es wirkt, als sei bei Slater die Zeit stehen geblieben.

In sportlicher Hinsicht ist das genauso. Wie in jedem Jahr surft der Mann mit der Glatze auch diesmal wieder um den WM-Titel mit. Etwas mehr als 7000 Punkte trennen ihn vor dem letzten Event Anfang Dezember auf Hawaii vom Führenden Mick Fanning. Um den Australier zu überholen, sollte Slater im Küstenstädtchen Haleiwa gewinnen. Schafft er das, darf Fanning nicht unter die besten drei kommen - und Slaters zwölfter Gesamtsieg wäre perfekt. „Wenn das klappt: großartig. Wenn nicht, ist Mick eben der beste dieses Jahr gewesen“, sagt Slater.

Übertriebener Ehrgeiz war noch nie eine seiner Eigenschaften, auch deshalb wird er in der Szene derart geschätzt. Insgesamt zehn Tourstopps hat die WM-Serie von März bis Dezember, und wenn Kelly Slater mal nicht von einem Strand zum nächsten tingelt, setzt er sich auch schon mal mit seinen Freunden hin und hört zu. „Sie sagen dann, dass sie nicht verstehen können, wieso ich das immer noch mache, dass ich immer noch jeden Tag nach den besten Wellen Ausschau halte.“

Anfang der Neunziger spielte Slater alias Jimmy Slade in mehreren „Baywatch“-Folgen mit. Jener weltberühmten US-Serie also, die wie keine andere das scheinbar vollkommene Leben an der kalifornischen Küste darzustellen versuchte - und Erfolg hatte. Mit den Darstellern wurden Begriffe wie Lebenslust, Jugendlichkeit, Tatendrang bis hin zum überschwänglichen Draufgängertum assoziiert. Begriffe, für die außerhalb der Filmstudios vor allem Surfer stehen; Kelly Slater seit zwei Jahrzehnten in solch ausgeprägter Form wie kein anderer. Wie lange noch, kann momentan höchstens er selbst beantworten.

dpa

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