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Herbe Niederlage für Claudia Pechstein

BGH lehnt Schadensersatz ab Herbe Niederlage für Claudia Pechstein

Seit mehr als sieben Jahren kämpft Claudia Pechstein um ihren Ruf und um viel Geld. Vor dem Bundesgerichtshof kassierte die Eisschnellläuferin nun eine herbe Niederlage. Doch das soll nicht der Schlussstrich sein: Pechstein will sich nun an das Bundesverfassungsgericht wenden.

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Claudia Pechstein hat Doping immer bestritten.

Quelle: dpa

Karlsruhe. Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat in ihrem jahrelangen Prozess-Marathon eine herbe Niederlage erlitten. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe erklärte die Schadenersatzklage der fünfmaligen Olympiasiegerin gegen die Internationale Eislauf-Union ISU am Dienstag für unzulässig und widersprach in seinem Urteil der Einschätzung des Oberlandesgerichts München. Das Urteil des OLG wird damit aufgehoben, der Fall wird nicht neu aufgerollt.

"Das war noch nicht das letzte Wort"

"Wir sind tief enttäuscht. Das war noch nicht das letzte Wort", reagierte Pechsteins Anwalt Thomas Summerer auf die BGH-Entscheidung. Pechstein kündigte an, sich nun an das Bundesverfassungsgericht zu wenden. Die 44-Jährige behauptet, nie gedopt zu haben, und verklagte die ISU auf Schadenersatz in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro. Internationale Hämatologen hatten den Nachweis geführt haben, dass Pechsteins Blutwerte nicht durch Doping, sondern durch eine vom Vater geerbte Blutanomalie hervorgerufen wurden.

Die Entscheidung des BGH stärkt die Position der Sportgerichte.  Hätte der BGH zugunsten Pechsteins entschieden, hätte dies ein Beben in der Sportschiedsgerichtbarkeit nach sich ziehen können. Denn dann hätte jedem Athleten die Wahl-Möglichkeit zwischen Sport- oder Zivilgerichten offen gestanden. Nach dem Pechstein-Urteil des BGH gilt stattdessen : Sportler können auch künftig Urteile des Internationalen Sportgerichtshofes nicht in Deutschland anfechten.

sid/dpa/RND/zys

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