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Radsportler verzichtet auf Olympia – wegen Zika

Tejay van Garderen Radsportler verzichtet auf Olympia – wegen Zika

Das Zika-Virus sorgt weiter für Wirbel: Der amerikanische Radsportler Tejay van Garderen sagte seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wegen drohender Auswirkungen des Virus auf seine schwangere Frau ab.

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Der amerikanische Radsportler Tejay van Garderen wird wegen möglicher Gefahren des Zika-Virus nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Quelle: Sebastien Nogier/dpa

Rio de Janeiro. Der amerikanische Radsportler Tejay van Garderen wird wegen möglicher Gefahren des Zika-Virus nicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen. Da seine Frau schwanger sei, wolle er nicht das geringste Risiko eingehen, sagte der 27-Jährige. "Ich möchte es nicht riskieren, irgendetwas mitzubringen, was Folgen haben könnte", schrieb van Garderen am Donnerstag (Ortszeit) in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP.

Stecken sich Schwangere mit dem Virus an, können ihre Babys mit einem zu kleinen Schädel (Mikrozephalie) auf die Welt kommen. Die Kinder sind oft geistig behindert. "Wenn die Umstände anders wären, hätte ich sehr gerne die USA vertreten, aber meine Familie hat Priorität und ich fühle mich mit der Entscheidung absolut wohl." Van Gerderen hatte bei Olympia 2012 für die USA am Straßenrennen teilgenommen und war einer der Kandidaten für die zwei US-Plätze in diesem Jahr.

Experten fordern Verschiebung der Olympischen Spiele

Auch der australische Golfprofi Marc Leishman hatte vor kurzem mitgeteilt, aus Sorge wegen des Zika-Virus nicht nach Rio reisen zu wollen.

Zuletzt hatten mehr als 150 Gesundheitsexperten vor dem Zika-Virus gewarnt und die räumliche oder zeitliche Verschiebung der Olympischen Spiele gefordert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), aber auch andere Experten und Politiker, hatten dies zurückgewiesen. Es gebe kein "Gesundheitsrisiko für die Öffentlichkeit" während der Spiele, sagte der Präsident des Organisationskomitees der Olympischen Spiele, Carlos Nuzman, am Donnerstag in Lausanne. "Das ist keine dramatische Sache, weil es Winter in Brasilien ist."

dpa/RND

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