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Tennishoffnung Petkovic scheidet in Wimbledon aus

Niederlage Tennishoffnung Petkovic scheidet in Wimbledon aus

Andrea Petkovic ist in Wimbledon ausgeschieden. Sie fand gegen die russische Linkshänderin Xenia Perwak kaum zu ihrem Rhythmus. Sabine Lisicki dagegen ist in aller Munde. Mit ihrem Coup über die French-Open-Siegerin Li Na hat sie sich ins Rampenlicht gespielt.

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Andrea Petkovic spielt in Wimbledon nur noch im Doppel.

Quelle: dpa

London. Sie knallte den Schläger auf den Heiligen Rasen und schimpfte wie ein Rohrspatz: Der Siegeszug von Andrea Petkovic ist in Wimbledon jäh gestoppt worden. Deutschlands beste Tennisspielerin verlor am Freitag gegen die russische Außenseiterin Xenia Perwak mit 4:6, 6:7 (2:7) und musste bei ihrem Drittrunden-Debüt an der Church Road das bittere Aus hinnehmen. Es war der erste Rückschlag für die bisher so furios auftrumpfenden deutschen Fed-Cup-Damen. „Sie hat nicht frei aufgespielt. Sie hat zwar alles versucht, aber es hat leider nicht gereicht“, sagte Fed-Cup-Kapitänin Barbara Rittner.

Dabei hatte sich Petkovic einen Tag nach Sabine Lisickis Sensationscoup über French-Open-Siegerin Li Na viel vorgenommen. Doch gegen die Nummer 89 der Tennis-Welt fand Petkovic fast nie ihren Rhythmus. Gleich ihr erstes Aufschlagsspiel gab sie gegen Perwak mit leichten Fehlern ab, diesem Rückstand lief die Hessin vergeblich hinterher. Beim Stand von 3:4 donnerte die Weltranglisten-13. ihr Racket wütend auf die Tennistasche, auch eine Toilettenpause nach dem ersten Satz half Petkovic gegen die Linkshänderin nichts.

Ihre Fehlerquote blieb hoch, am Ende standen 27 „Unforced Errors“ zu Buche. Selbst ein Zwischenhoch von zwölf Punkten in Serie zum 5:4 im zweiten Durchgang gab Petkovic keine Sicherheit. Dies zeigte sich auch bei ihren beiden Satzbällen, als die Straßburg-Siegerin nicht konsequent genug agierte. Am Ende musste der Tiebreak entscheiden - und dort hatte Perwak nach 1:37 Stunden die besseren Nerven.

Für Petkovic bedeutet das Drittenrunden-Aus das schwächste Abschneiden bei den diesjährigen Grand-Slam-Turnieren. In Melbourne und Paris hatte die 23-Jährige jeweils das Viertelfinale erreicht. Nun vertreten nur noch ihre Fed-Cup-Kolleginnen Lisicki und Julia Görges das deutsche Tennis in Wimbledon. Die Bad Oldesloerin Görges trifft am Samstag auf die starke Slowakin Dominika Cibulkova, Himmelsstürmerin Lisicki auf die Weltranglisten-133. Misaki Doi.
Bevor sich die Berlinerin auf die Japanerin einstimmte, konnte sie am Morgen genüsslich die Gazetten aufschlagen. Überall wurde Lisickis erstaunliche Geschichte erzählt, nachdem sie mit ihrem 3:6, 6:4, 8:6 über Li Na für den ersten „Schock des Turniers“ (BBC) gesorgt hatte. „Sabine löst China-Krise aus“, titelte der „Daily Mirror“.

Dabei war für die Wildcard-Inhaberin das Turnier fast schon beendet: Zwei Matchbälle hatte die 21-Jährige beim Stand von 3:5 im dritten Satz gegen sich. Aber beflügelt von der gewaltigen Kulisse jagte die Blondine zwei Service-Winner und zwei Asse übers Netz. 122, 123, 124, 124 Meilen pro Stunde hieß es auf der Anzeigetafel. Li Na begann zu verzweifeln. „Das ist fast unmöglich für eine Frau“, stammelte die Chinesin.

Vor zwei Jahren schien Lisicki nach dem Sieg in Charleston und dem Vorstoß ins Wimbledon-Viertelfinale schon einmal die Tennis-Welt offen zu stehen. Doch dann begann für die Power-Frau die „harte Zeit“. Erst schmerzte die Schulter, dann musste sie am Sprunggelenk operiert werden, zuletzt wurde auch noch eine Gluten-Allergie festgestellt. Den Glauben an ihre Rückkehr hat die Frohnatur aber nie verloren. „Ich habe immer gewusst, dass ich zurückkomme. Und ich bin noch stärker zurückgekommen“, betonte Lisicki.

Nach deren Coup über Li Na sorgte Petkovic’ Mixed-Partner Feliciano Lopez am Freitag für die nächste große Überraschung des Turniers. Der Spanier bezwang den dreimaligen Wimbledon-Finalisten Andy Roddick aus den USA mit 7:6 (7:2), 7:6 (7:2), 6:4. Zudem kam für die an Nummer zwei gesetzte russische Vorjahresfinalistin Vera Swonarewa das frühe Aus. Weiter sind dagegen die dänische Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki, die fünfmalige Turniersiegerin Venus Williams aus den USA und die Russin Maria Scharapowa, die ebenfalls schon in Wimbledon triumphierte.

dpa/kla

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