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Früher Abschied für Görges und Brown

Wimbledon Früher Abschied für Görges und Brown

Für die deutschen Tennis-Profis verlief der Start ins bedeutendste Turnier der Welt nicht besonders erfolgreich. Brown und Görges schieden aus. Qualifikant Pütz erlebte dagegen seinen bislang größten Moment. Auch Murray startete mit einem Sieg.

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Kurzes Turnier: Julia Görges ist bereits am Eröffnungstag ausgeschieden – ebenso wie Dustin Brown.

Quelle: EPA/Andy Rain

London. Nur zwei Wochen nach seinem ersten Spiel auf Rasen überhaupt hat Qualifikant Tim Pütz auf dem ungewohnten grünen Belag in Wimbledon den größten Moment seiner Karriere gefeiert. Anders als die schon am Eröffnungstag ausgeschiedenen Dustin Brown und Julia Görges zog der 26-Jährige dank eines 2:6, 6:4, 6:2, 6:2-Erfolgs gegen den russischen Weltranglisten-62. Teymuraz Gabaschwili gleich bei seinem Grand-Slam-Debüt in die zweite Runde ein. „Es wirkt ein bisschen unreal, hier zu sein, ich habe als Kind vor dem Fernseher gesessen und Wimbledon geguckt“, erzählte der glückliche Frankfurter.

Erst in der Qualifikation im westfälischen Halle hatte Pütz – oder „GoldenSetTim“, wie er sich bei Twitter nennt – erstmals überhaupt auf Rasen gespielt. Nun mischt er beim berühmtesten Tennisturnier der Welt unter den Besten 64 mit. „Es ist schon ein bisschen langweilig“, schilderte Pütz, lediglich die Nummer 251 der Welt, schmunzelnd seinen ersten Eindruck über Rasen-Tennis, „aber es liegt mir.“

Insgesamt erlebten die deutschen Tennisprofis einen durchwachsenen Montag. Am Tag bevor Vorjahresfinalistin Sabine Lisicki erstmals wieder auf dem Centre Court antritt, unterlag der 29-jährige Brown dem einstigen Top-Ten-Spieler Marcos Baghdatis aus Zypern 4:6, 5:7, 6:3, 6:7 (4:7). Die 25-jährige Görges verlor gegen die an Position 23 gesetzte Lucie Safarova denkbar knapp mit 6:7 (3:7), 6:7 (3:7).

Von den deutschen Damen schaffte nur Mona Barthel mit einem 7:5, 6:0 gegen die Schweizerin Romina Oprandi das Weiterkommen. Weniger erfolgreich verlief der erste Auftritt für Anna-Lena Friedsam, die sich der Japanerin Kurumi Nara 4:6, 4:6 geschlagen geben musste. Der Lübecker Tobias Kamke ging nach einem 3:6, 7:6 (7:5), 3:6, 7:5, 4:6 gegen den Tschechen Jan Hernych als Verlierer vom Platz.

Der Deutsch-Jamaikaner Brown hatte sich mehr ausgerechnet, nachdem er an der Church Road im vergangenen Jahr erstmals in die dritte Runde eines der vier bedeutendsten Turniere eingezogen war, dabei auch den früheren Wimbledonsieger Lleyton Hewitt schlug und zuletzt sogar Rafael Nafal auf Gras bezwang.

„Am Ende hat er auch seine Klasse gezeigt“, meinte Brown, seine Rastazöpfe unter einer buntgestrickten Wollmütze versteckt. Nach einem 0:2-Satzrückstand meldete er sich noch einmal zurück. Mit Spaß und Leidenschaft, knallharten Aufschlägen und unkonventionellem Stil erspielte er sich dann einen 5:2-Vorsprung und hatte die Chance auf den Satzausgleich. Doch er ließ den Zyprer herankommen – und musste ihm am Ende gratulieren. „Wenn ich einen fünften Satz gespielt hätte, hätte ich wirklich gute Chancen gehabt“, meinte der Niedersachse.

Ein bis zum Ende spannendes Duell lieferte sich die Schleswig-Holsteinerin Görges mit der favorisierten Safavora. Zwar musste sie schon ein erstes Break hinnehmen, während Lisicki im angrenzenden Aorangi Park noch auf dem Trainingsplatz stand. Die frühere Top-20-Spielerin, die inzwischen auf Platz 99 der Weltrangliste abgerutscht ist, kämpfte sich aber zurück.

Als im Tiebreak eine Rückhand ins Aus flog, hatte ihre Kontrahentin vier Satzbälle – und nutzte gleich den ersten. Immer wieder feuerte sich die Norddeutsche mit der geballten Faust an, führte 4:2 im zweiten Durchgang. Wieder ging es jedoch in den Tiebreak. Und wieder verlor Görges. „Ich kann mir nichts vorwerfen“, meinte sie.

Eine Erstrunden-Niederlage vermeiden wollen unbedingt die deutschen Asse, die an diesem Dienstag erstmals den Heiligen Rasen betreten. Neben Lisicki spielen auch Angelique Kerber, Andrea Petkovic sowie Philipp Kohlschreiber. Insgesamt sind am zweiten Turniertag acht der 15 deutschen Profis im Einsatz. Ohne Mühe schaffte Titelverteidiger Andy Murray den Sprung in die nächste Runde. Der Brite feierte damit einen ersten erfolgreichen Wimbledon-Auftritt mit seiner neuen Trainerin Amélie Mauresmo. Der 27-Jährige ließ dem Belgier David Goffin beim 6:1, 6:4, 7:5 keine Chance. In Runde zwei wartet in dem Slowenen Blaz Rola eine weitere lösbare Aufgabe auf Murray.

dpa

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