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Tiger Woods verpasst Cut bei Golf-Turnier

PGA Championship Tiger Woods verpasst Cut bei Golf-Turnier

Der tief gefallene Woods hat wie bei der US und der British Open bei der PGA Championship den Cut verpasst. Besser lief es für Martin Kaymer, der Erinnerungen an 2010 aufleben ließ. An der Spitze glänzte vor dem Finale der Australier Day.

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In den Sand gesetzt: Tiger Woods bei einem Abschlag in Whistling Straits.

Quelle: dpa

Whistling Straits. Martin Kaymer drehte so richtig auf im Rennen um die PGA Championship in Whistlings Straits, für den viermaligen Sieger Tiger Woods hieß es wieder einmal Koffer packen zur Halbzeit. Während sich Deutschlands Nummer eins am Samstag mit einer Klasse-Leistung von 65 Schlägen auf dem Leaderboard nach oben arbeitete, saß sein Flight-Partner der Auftaktrunden schon im Privatjet. Zum dritten Mal nacheinander bei einem Major-Turnier verpasste der Kalifornier den Cut - das gab es noch nie in der Ausnahmekarriere des einstigen Mega-Stars der Golfwelt.

Woods kann eigentlich einen Haken unter die missratene Saison machen. Aber Woods wäre nicht Woods, wenn er nicht alles versuchen würde, um in letzter Minute in die Playoffs der PGA-Tour zu kommen. Ebenso wie Kaymer meldete der Kalifornier für die Wyndham Championship in Greensboro/North Carolina in der kommenden Woche nach.

Derzeit rangiert Woods auf Position 187 und müsste gewinnen oder aber alleiniger Zweiter werden, um sich als einer der 125 Besten für die vier K.o.-Turniere um den zehn Millionen Dollar-Jackpot zu qualifizieren. Das Unternehmen scheint aussichtslos - sein bestes Saisonergebnis war der 17. Platz beim Masters Anfang April.

"Es ist immer frustrierend, einen Cut zu verpassen. Aber du musst dir halt selbst die Chance erarbeiten – und das ist mir in den vergangenen Majors nicht gelungen", sagte Woods, der bereits bei der US und der British Open vorzeitig seine Schläger einpacken musste. Dem 39-Jährigen gelang auf dem Par-72-Küstenkurs am Michigansee die von Hunderten Fans erhoffte Aufholjagd nach Gewitterunterbrechung am Samstag nicht mehr. Mit vier Versuchen über Platzstandard war er auf die letzten fünf Bahnen gestartet, hätte zwei Schläge gut machen müssen, um die zweite Turnierhälfte noch zu erreichen. Doch Woods begann gleich mit einem Bogey und sein Birdie am vorletzten Loch war nur noch Schadensbegrenzung.

"Ich habe die Bälle gut genug getroffen, um da zu sein, wo ich sein möchte, aber ich habe schrecklich geputtet", resümierte Woods. Er treffe entweder die langen Bälle gut, habe aber Probleme mit dem kurzen Spiel oder umgekehrt, ärgerte er sich und forderte: "Ich muss endlich mal beides zusammenbringen."

In seiner Glanzzeit zwischen 1997 und 2008 hatte er 14 Majors gewonnen und nur einmal den Cut verpasst. Seit seinem Triumph bei den US Open 2008 wartet er nun ebenso sehnsüchtig wie seine riesige Fangemeinde auf einen weiteren Erfolg. Doch der scheint immer utopischer zu werden. Stattdessen ist Woods seitdem mittlerweile sechsmal bei den vier wichtigsten Turnieren am Cut gescheitert. Die Massen zieht er trotzdem weiter an: Die Veranstalter der Wyndham Championship lassen auf die Schnelle 10 000 weitere Tickets drucken. Früher war sich Woods viel zu schade für diese kleinen Turniere.

Kaymer ließ am Samstag Erinnerungen an 2010 aufkommen, als er die Wanamaker Trophy hochstemmen durfte. Auf den führenden Australier Jason Day hatte er vor der Schlussrunde einen Rückstand von vier Schlägen. Die Ausgangslage war ihm bestens vertraut. Vor fünf Jahren lag der Rheinländer nach 54 Löchern ebenfalls vier Schläge zurück – damals hinter Nick Watney (USA). Dann spielte er eine 70er Runde, erreichte die Playoffs gegen den Amerikaner Bubba Watson und setzte sich dort auf drei Bahnen durch.

"Du weißt, dass du hier Erfolg hattest und fühlst dich deshalb einfach wohler, wenn du am Abschlag stehst. Das ist ein Kurs, zu dem ich immer wieder gerne zurückkehre", sagte Kaymer, der zusammen mit dem Masters- und US-Open-Champion Jordan Spieth aus Texas das zweitbeste Tagesergebnis ablieferte. Sein Highlight erlebte der Deutsche auf der vorletzten Bahn, als er den Ball unter dem Jubel der Fans aus knapp 15 Metern zum Birdie einlochte.

dpa

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