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Trainer Kaminski muss bei den Indians gehen

Eishockey Trainer Kaminski muss bei den Indians gehen

Die zwei Punkte aus den beiden Spielen des vergangenen Wochenendes waren zu wenig. Zu wenig für den EC Hannover Indians, um in der 2. Eishockey-Bundesliga den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu halten. Vor allem aber zu wenig für Bernhard Kaminski. Am Dienstagabend gab der Klub die Trennung von seinem bisherigen Trainer bekannt. Sein Nachfolger wird voraussichtlich schon am Mittwoch präsentiert werden.

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Ausgebrüllt: Bernhard Kaminski hat bei den Indians nicht mehr das Sagen an der Bande.

Noch am späten Nachmittag – eine Stunde vor der abendlichen Trainingseinheit am Pferdeturm – war Kaminski davon ausgegangen, kurz darauf mit der Mannschaft auf dem Eis zu stehen. „Ich gehe normal zur Arbeit wie an jedem Tag. Mir hat zumindest niemand gesagt, dass ich nicht kommen soll“, erklärte der Deutschkanadier gegenüber der HAZ. Doch es kam anders. Während Kotrainer Peter Willmann die Übungseinheit leitete, erfuhr der bisherige Chefcoach durch Indians-Gesellschafter Dirk Wroblewski von seiner Entlassung.

Die Entscheidung zu diesem Schritt war laut Wroblewski allerdings bereits in der Nacht zum Dienstag getroffen worden. „Sie ist uns mit Sicherheit nicht leicht gefallen“, erklärte der Indians-Chef. „Aber wir haben uns in unserer Entwicklung weiter gesehen als wir es derzeit sind, und haben unsere Ziele in Gefahr gesehen.“ Aus den vergangenen acht Spielen hatten die Hannoveraner lediglich fünf der möglichen 24 Punkte geholt und waren aus der Spitzengruppe der Tabelle bis auf Platz 8 abgerutscht. Nach der 3:5-Heimniederlage am Freitag hatte ein Teil der Zuschauer lautstark die Entlassung von Kaminski gefordert, der seit August 2010 hinter der Indians-Bande verantwortlich war.

„Wenn sich derart auf eine Person eingeschossen wird, dann muss man Schaden von allen Beteiligten abwenden und reagieren“, erklärte Wroblewski, der versicherte, das Verhältnis des Trainers zu den Spielern sei einwandfrei gewesen. „Im Gegensatz zur vergangenen Saison gab es diesmal keine Probleme mit der Mannschaft. Nach dem Grottenspiel am Freitag sind die Jungs in Rießersee zwei Tage später nach einem 1:3 zurückgekommen und haben sich in die Schüsse geworfen. Das macht eine Mannschaft nicht, wenn sie gegen den Trainer spielt.“ Doch auch der
4:3-Sieg nach Penaltyschießen bewahrte Kaminski nicht vor der Entlassung.

Am Montag und am Dienstag führte Wroblewski bereits Gespräche mit potenziellen Nachfolgern. „Es müsste jetzt eigentlich ziemlich schnell gehen“, sagte er. Am Sonntag hatte sich Christian Künast, in der vergangenen Saison Kotrainer beim Erstligisten Hannover Scorpions, die Partie in Rießersee angesehen. Die Eintrittskarte hatte dem ehemaligen Nationaltorwart, für den es die erste Anstellung als Cheftrainer wäre, nach HAZ-Informationen pikanterweise Indians-Pressesprecher Jan Roterberg hinterlegen lassen. Zum Kandidatenkreis dürfte auch der Kanadier Kim Collins gehören. Die besten Karten hat aber wohl Axel Kammerer, der bis Anfang Oktober beim Ligarivalen in Schwenningen tätig war. Eine Beförderung von Willmann ist dagegen kein Thema – er soll weiter als Kotrainer für die Indians arbeiten.

Björn Franz

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