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Triathleten in Hannover-Limmer müssen 33 Grad trotzen

Deftige Temperaturen Triathleten in Hannover-Limmer müssen 33 Grad trotzen

Abkühlung tat am Sonntag not beim 5. Wasserstadt-Triathlon; die ohnehin schon deftigen Temperaturen vom Sonnabend wurden mit rund 33 Grad in der Spitze noch einmal getoppt. Da verwunderte es nicht, dass deutlich mehr Starter das Rennen in Hannover-Limmer vorzeitig beendeten.

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Wie an der Perlenkette aufgereiht ziehen die Triathleten im Lindener Stichkanal ihre Bahn. Die nächste Gruppe wartet schon.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Er hatte auf der Strecke zwar einiges an Körpergewicht verloren, nicht aber seinen Humor. „Wenn man schneller läuft“, sagte Michael Raabe „dann wird’s durch den Wind auch kühler“, lautete die Erklärung des Mannes vom Tri Team Sport Verl, nachdem er als Dritter der Langdistanz die Ziellinie überquert hatte und dabei erstaunlich frisch wirkte. Sein nächster Weg galt dem Büfett mit den Wasserbechern, anschließend ging es unter die Dusche vorm Sanitätszelt. Abkühlung tat am Sonntag not beim 5. Wasserstadt-Triathlon; die ohnehin schon deftigen Temperaturen vom Sonnabend wurden mit rund 33 Grad in der Spitze noch einmal getoppt. Da verwunderte es nicht, dass deutlich mehr Starter das Rennen vorzeitig beendeten als üblich. Die Sanitäter an der Strecke hatten erstaunlicherweise nicht allzu viel zu tun; wenn, dann ging es um Kreislaufprobleme.

70 Sportler, die wie Raabe zur langen Distanz mit 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und anschließend einem kompletten Marathon angetreten waren, mussten unter der Hitze besonders leiden. Benjamin Döhrer, der mit klarem Vorsprung gewann, verpasste deshalb auch den angestrebten Streckenrekord deutlich. Obwohl der Münchener in 9:03:37 Stunden seine persönliche Bestzeit um rund fünf Minuten verfehlte, war er aufgrund der äußeren Bedingungen hochzufrieden. „Als ich vom Rad stieg, da war mir richtig schwindelig von der Wärme“, sagte der Student. Beim Laufen machte auch noch der Magen Sperenzchen, weil er zu viel Gel konsumiert hatte. „Und auf dem Wall in den Herrenhäuser Garten hat die Sonne dann so richtig geknallt.“ Schon nach fünf Kilometern hatte Döhrer ein einsames Rennen an der Spitze absolviert, auf den sechs Radrunden durchs Calenberger Land sei zudem oft weit und breit keine Menschenseele zu sehen gewesen. „Das alles war nicht so gut für die Psyche“, sagte der 23-Jährige. Trotzdem habe dieser Triathlon viel Spaß gemacht. „Ich komme nächstes Jahr bestimmt wieder“, sagte Döhrer.

Kurz vor ihm hatte Mads Vittrup-Pedersen die blaue Matte im Zielbereich überquert – als Erster des Mitteldistanz-Wettbewerbs, der fünf Stunden später gestartet worden war. Doch der Däne musste noch bange Momente ertragen: Weil ihm auf der Radstrecke die Wettkampfleitung des Windschattenfahrens verdächtigt hatte, war ihm eine vierminütige Zeitstrafe aufgebrummt worden. Um 15.32 Uhr konnte Vittrup-Pedersen dann die Arme in die Höhe reißen: Der Sieg war ihm sicher.

Bei ihrem „Heimtriathlon“ setzten sich auch hannoversche Starter gut in Szene. Auf der Mitteldistanz musste sich Vorjahressiegerin Rebekka Eßmüller nach 4:55 Stunden zwar mit dem 2. Platz begnügen, doch traurig war sie deshalb nicht. Geplagt von der Hitze sowie von Waden- und Magenkrämpfen wurde die 2. Laufrunde auch für die 31-Jährige zur Tortur. „Die vielen Bekannten, die mich angefeuert haben, haben mir sehr geholfen“, sagte Eßmüller. Auch an Getränken habe es unterwegs nicht gefehlt – zudem gab es Erfrischungen durch Duschen per Wasserschlauch. Im Volkstriathlon zeigte Elke Hipler, dass eine frühere erfolgreiche Ruderin auch eine sehr gute Dreikämpferin sein kann.

Mit gemischten Gefühlen absolvierten Daniela Raczynski und Lars Pieper ihren ersten Langdistanz-Triathlon – die HAZ hatte beide Debütanten in den vergangenen Monaten bei der Vorbereitung auf diesen Wettkampf begleitet. Während Pieper bei seiner Premiere geschafft („Das Laufen war wie im Brutkasten“), aber freudestrahlend ins Ziel kam, gab Raczynski nach rund elf Stunden auf der dritten von vier Laufrunden auf. Schuld seien die Hitze und die große Anstrengung gewesen. „Ich war fix und fertig“, sagte sie mit Tränen in den Augen, „die Gesundheit war mir wichtiger.“

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