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Vettel beim Formel-1-Heimrennen nur Vierter

Podium verpasst Vettel beim Formel-1-Heimrennen nur Vierter

WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hat bei seinem Formel-1-Heimrennen das Podium überraschend verpasst. Der Weltmeister musste sich am Sonntag beim Großen Preis von Deutschland mit dem vierten Rang begnügen, seiner bislang schlechtesten Platzierung in diesem Jahr.

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Sebastian Vettel hat bei seinem Formel-1-Heimrennen das Podium verpasst.

Quelle: dpa

Nürburgring. Herber Dämpfer statt Siegesfeier für Sebastian Vettel beim Heimrennen: Ausgerechnet auf dem Nürburgring zeigte der sonst so coole Formel-1-Champion Nerven und fuhr erstmals in dieser Saison am Podest vorbei. Der Red-Bull-Pilot belegte beim Großen Preis von Deutschland nach ungewohnten Patzern einen für ihn enttäuschenden vierten Platz. Diesen bekam er in der letzten Runde durch einen verpatzten Boxenstopp bei Felipe Massa noch geschenkt. Vettel verschaffte der Konkurrenz neue Hoffnung im zuletzt langweiligen Titelrennen.

Lewis Hamilton verdarb mit seinem Sieg in einem zeitweise packenden Rennen Vettel & Co die Freude. Der britische McLaren-Pilot setzte sich am Sonntag vor Fernando Alonso im Ferrari und Mark Webber im zweiten Red Bull durch. „Super, super“, jubelte Hamilton nach seinem zweiten Saisonerfolg über den Boxenfunk.

Trotz dieses Rückschlags führt Vettel die WM-Wertung nach zehn von 19 Grand Prix mit 216 Punkten weiterhin klar an. Sein Teamkollege Webber (139) weist nun noch 77 Zähler Rückstand auf. Hamilton (134) ist neuer Gesamtdritter vor Alonso (130).

Der zehnte Saisonlauf entwickelte sich trotz nass-kalten 13 Grad zu einer heißen Angelegenheit: Zahlreiche Überholmanöver, packende Duelle, wilde Dreher und weitere unerwartete Patzer sorgten für viel Abwechslung und Spannung auf dem 5,148 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs.

Abgesehen von seinem Ausfall in Südkorea bedeutete dieser vierte Rang für Vettel das schlechteste Ergebnis seit rund zehn Monaten. Diesen Platz hatte er zuletzt beim Großen Preis von Italien (12. September 2010) geholt.

Auch für die meisten anderen Deutschen gab der Heim-Grand-Prix keinen Anlass zu Jubel: Nur Adrian Sutil (Gräfelfing) feierte als Sechster im Force India sein bislang bestes Saisonergebnis. Nico Rosberg (Wiesbaden) landete im Mercedes auf Rang sieben vor seinem Teamkollegen Michael Schumacher. Der Nürburgring-Rekordsieger aus Kerpen büßte ebenfalls durch einen Dreher viele Plätze ein. Timo Glock (Wersau), der seinen Vertrag mit Virgin um drei Jahre verlängerte, wurde 17.

Nick Heidfeld schied als einziger Deutscher nach einem für ihn bis dahin enttäuschenden Rennen schon in der elften Runde aus: Sebastien Buemi drängte den Lotus-Renault-Rivalen in eine Werbetafel und nach einem Hüpfer blieb der Mönchengladbacher im Kiesbett stecken. „Wenn ich nach rechts gehe, kann er nicht einfach rechts rüberziehen. Das war dumm und ein bisschen gefährlich“, beschwerte sich Heidfeld. „Zum Glück ist nichts passiert.“

Vettel büßte durch einen mäßigen Start Rang drei an Alonso ein. Immerhin bekam er seine Ausgangsposition in der zweiten von 60 Runden quasi geschenkt zurück: Der Ferrari-Pilot rutschte nach einem Fahrfehlers auf den Randstein und der Deutsche konnte ihn problemlos passieren. Sechs Umläufe später kassierte der Spanier Vettel jedoch wieder. Dann leistete sich der Champion in der neunten Runde auf der teilweise nassen Strecke einen Dreher und verlor dadurch viel Zeit.

Der Heppenheimer hatte danach nichts mehr mit dem Kampf um die Spitze zu tun. Im Gegenteil: Er fiel sogar zunächst noch weiter zurück. Dann die Dramatik in der Schlussrunde an der Box: Massa stand in seinem Ferrari lange und Vettel konnte so wenigsten noch einen Platz gutmachen.

Auch Webber konnte von seiner Pole-Position nicht profitieren und musste Hamilton gleich Platz eins überlassen. In der zwölften Runde war der Australier für wenige Sekunden wieder vorbei, aber der Brite konterte sofort. Da Alonso im Windschatten lauerte, gab es an der Spitze einen packenden Dreikampf.

Webber ließ als Erster dieses Trios die Reifen wechseln und übernahm nach der ersten Boxenstopp-Runde knapp die Führung vor Hamilton und Alonso. Nach dem zweiten Halt lautete die Reihenfolge Hamilton, Alonso, Webber.

Hamilton gewann nach 308,863 Kilometern in 1:37:30,334 Stunden. Alonso lag 3,980 Sekunden zurück. Vettel wies gewaltige 47,921 Sekunden Rückstand auf.

dpa

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