Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Vettel wird Zweiter nach Button

Formel 1 Vettel wird Zweiter nach Button

Weltmeister Sebastian Vettel kann entspannt in die Sommerferien der Formel 1 gehen. Der Red-Bull-Pilot baute durch einen zweiten Platz beim Großen Preis von Ungarn seine Führung in der Fahrerwertung noch aus. Sieger Jenson Button erwies sich erneut als Regen-Künstler.

Voriger Artikel
Lagen-Staffel der Männer erreicht Finale
Nächster Artikel
Britta Steffen meldet sich zu Wort

Jenson Button gewann den Reifenpoker gegen Sebastian Vettel (rechts).

Quelle: dpa

Budapest. Sebastian Vettel ordnete mühsam seine Gefühle, Jenson Button genoss völlig losgelöst den Siegesrausch. Im irren Ungarn-Reifenpoker musste sich der deutsche WM-Spitzenreiter am Sonntag dem britischen McLaren-Piloten geschlagen geben, der sein 200. Formel-1-Rennen am Sonntag in Budapest mit seinem insgesamt elften Triumph krönte. Doch mit seinem Podium in der Puszta hat Vettel schon vor den Sommerferien seinen zweiten Titel fast in der Tasche. „Es nagt ein bisschen, weil ich das Gefühl hatte, das Rennen gewinnen zu können“, bekannte der von der Pole Position gestartete Red-Bull-Star. „Ich bin natürlich zufrieden mit dem zweiten Platz, was die Punktesituation angeht. Aber ich bin nicht ganz glücklich.“

Immerhin blieb Vettel bei dem Regenrennen mit zahlreichen Ausrutschern, Boxenstopps, Strategiefehlern und Führungswechseln eine Enttäuschung wie sieben Tage zuvor auf dem Nürburgring erspart. Dort hatte der Red-Bull-Pilot als Vierter zum bislang einzigen Mal in dieser Saison das Podium verpasst. Diesmal machte er es besser und vergrößerte noch einmal den Vorsprung auf seine WM-Jäger. „Ich denke, alles in allem war es ein gutes Ergebnis“, urteilte Vettel.

Der zweite Sieg eines McLaren-Piloten hintereinander verdarb ihm allerdings etwas die Vorfreude auf die Sommerferien. „Dass McLaren in den letzten Rennen sehr wettbewerbsfähig war, das gefällt uns nicht“, räumte er ein. „Wir haben nicht mehr das schnellste Auto.“ Schließlich hatten nur eine falsche Reifenwahl, ein Dreher und eine Durchfahrtstrafe für den lange führenden Nürburgring-Sieger Lewis Hamilton einen Doppelerfolg des Teams der Stunde vereitelt. Der Brite wurde beim Großen Preis von Ungarn Vierter.

Regen-Künstler Button schwelgte nach der Champagner-Dusche in den höchsten Tönen: „Ein großartiger Moment. Aus irgendeinem Grund mag ich diese Bedingungen. Keine Ahnung, warum. Ein unglaubliches Wochenende.“ Der Brite hatte bereits den Chaos-Grand-Prix in Kanada gewonnen und in Budapest vor fünf Jahren seinen ersten Formel-1-Sieg gefeiert. Papa John verdrückte in einen „Union Jack“ gehüllt ein paar Tränen, von Model-Freundin Jessica Michibata gab es ein Küsschen.

Heimlicher Sieger des Tages war trotzdem Vettel, der seine Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Nach elf von 19 WM-Läufen liegt der Hesse mit 234 Punkten nun 85 Zähler vor seinem Teamkollegen Mark Webber (149). Der Australier belegte in Ungarn Rang fünf. Hamilton (146) verteidigte den dritten WM-Rang vor Ferrari-Pilot Fernando Alonso (145), der Tagesdritter wurde.

Der zweite Jubilar, Nico Rosberg, musste sich in seinem 100. Grand Prix mit Platz neun begnügen. Zwischendurch hatte der Mercedes-Pilot als vorübergehender Vierter nach einem Superstart sogar an einem Podestplatz geschnuppert. „Es war nicht mehr drin“, meinte der Wiesbadener, der mit seinem Team eine falsche Reifenwahl traf.

Für Stallkollege Michael Schumacher gab es die nächste herbe Enttäuschung: Der Ungarn-Rekordsieger musste seinen Mercedes in der 28. von 70 Runden abstellen. „Der sechste Gang ist letzten Endes ausgefallen“, wies der 42-Jährige auf einen Getriebeschaden hin. Adrian Sutil (Gräfelfing) belegte im Force India Rang 14. Timo Glock (Wersau) wurde 17. im Virgin.

„Es hat noch extremer gebrannt als in Barcelona“

Nick Heidfeld war nach einem unauffälligen Rennen als erster Deutscher in der 25. Runde ausgefallen. Gerade noch rechtzeitig konnte der Mönchengladbacher nach einem Stopp seinen brennenden Lotus-Renault in der Auslaufzone hinter der Boxengasse abstellen und herausspringen. „Es hat noch extremer gebrannt als in Barcelona“, berichtete Heidfeld nach seinem zweiten Feuerunfall. „Die Flammen kamen mir etwas näher. Zum Glück ist nichts passiert.“

Vettel startete - anders als zuletzt am Nürburgring - glänzend und verteidigte auf der glitschigen Piste seine Pole-Position vor dem McLaren-Duo. Hamiltons wilde Attacken hatten jedoch im fünften Umlauf Erfolg: Vettel bremste etwas zu spät, geriet auf den rutschigen Rand, und Hamilton zog vorbei. „Ich bin zu spät in die Kurve rein. Dann war die Führung futsch“, sagte Vettel.

Die widrigen Streckenbedingungen bereiteten beinahe allen Piloten Probleme. Reihenweise rutschten sie - teilweise auch ins Gras. Nachdem die Strecke langsam abtrocknete, riskierten die Ersten nach elf Runden einen Wechsel auf Trockenreifen. Dramatik dann in der 47. Runde, nachdem wieder Regen eingesetzt hatte. Hamilton drehte sich und musste Button passieren lassen - und Vettel war wieder dichter dran. Wie schon zu Beginn rutschten die Piloten wild hin und her.

Weil die Bedingungen auf der nassen Strecke immer schwieriger wurden, ließen Hamilton und einige Kollegen sich erneut Intermediates aufziehen. Ein Fehler, wie sich bald herausstellte. Aber im Reifenpoker verloren auch die Chefstrategen den Überblick. Nach spannenden 306,630 Kilometern siegte Button in 1:46:42,337 Stunden. Vettel kam 3,588 Sekunden später ins Ziel.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Auftanken vor Endspurt
Die Formel 1 macht Urlaub bis zum Ardennen-Rennen in Spa.

Auftanken und runter mit der Drehzahl - die Formel 1 macht Urlaub. Gut drei Wochen Atempause haben Fahrer und Teams bis zum Ardennen-Rennen in Spa. Die Rennfahrer verraten, wie sie ihre Batterien wieder aufladen.

mehr
Mehr aus Sport
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wie hat mein Verein gespielt

Von Kreisliga bis Bundesliga: Hier finden Sie alle Fußball-Ergebnisse.

Bei SmartBets findest du die besten Wettquoten für Hannover 96.
Teilnehmerfotos vom Steelman-Run 2017

Hier finden Sie die Teilnehmerfotos vom Steelman-Run 2017.