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Prevc holt sich Gesamtsieg, Freund wird Zweiter

Vierschanzentournee Prevc holt sich Gesamtsieg, Freund wird Zweiter

Für Severin Freund hat sich der Traum vom ersten deutschen Triumph bei der Vierschanzentournee seit 14 Jahren nicht erfüllt. Trotz einer erneut großartigen Vorstellung musste der Skisprung-Weltmeister auch beim Finale in Bischofshofen dem neuen Tournee-König Peter Prevc den Vortritt lassen und sich mit dem zweiten Gesamtrang begnügen.

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Neuer Tournee-König: Peter Prevc.

Quelle: dpa

Bischofshofen. "Das ist ein toller Erfolg. Prevc hat einen super Job gemacht. Das muss man anerkennen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Weltcup-Spitzenreiter Prevc feierte am Mittwoch mit Sprüngen auf 139 und 142,5 Meter seinen dritten Tagessieg und krönte sich zum zweiten slowenischen Gesamtsieger nach Primoz Peterka 1996/97. Freund, der mit 136 und 141 Meter Rang zwei belegte, lag in der Summe aller acht Sprünge um 26,5 Punkte hinter seinem Rivalen.

Der Team-Olympiasieger bescherte den deutschen Ski-Adlern dennoch das beste Tournee-Ergebnis seit 13 Jahren. 2002/03 war Sven Hannawald ebenfalls Zweiter geworden.

Im Porträt: Peter Prevc

In seiner Heimat ist Peter Prevc längst ein Star. Doch Allüren sind dem introvertierten Überflieger fremd. Daran wird auch der Triumph bei der 64. Vierschanzentournee nichts ändern. Der dreimalige "Sportler des Jahres" in Slowenien meidet öffentliche Auftritte so gut es geht. Dem Hype um seine Person entgeht er gerne, indem er sein Handy einfach ausschaltet. Und wenn er doch einmal auf der Straße angesprochen wird, dann "rede ich ganz normal mit den Leuten", erzählt Prevc.

Emotionen zeigt der 23-Jährige nur auf der Schanze. Da fliegen nach einem tollen Sprung schon mal die Fäuste durch die Luft. Denn Skispringen ist sein Leben. Schon als Kind träumte er vom Tournee-Triumph. Mit neun begann er, dieses Ziel ernsthaft zu verfolgen. Vater Božidar, den alle nur Dare rufen, fuhr das älteste von mittlerweile fünf Kindern stets zum Training. Druck übte der Chef eines Möbeleinrichtungshauses jedoch nie aus.

Den macht sich Peter Prevc selbst. "Er ist ein sehr harter Arbeiter, der in jedem Wettkampf alles rausholt", sagt Severin Freund über seinen Dauerrivalen. "Er ist ein ruhiger Typ, der in jungen Jahren schon viel erreicht hat."

Mit 17 debütierte Prevc im Weltcup. In Lillehammer landete er damals auf Rang 22. Drei Monate später fuhr er bereits zu den Olympischen Winterspielen nach Vancouver, wo er auf der Normalschanze Siebter wurde. Die erste Medaille gewann er 2011 bei der WM am Holmenkollen - Bronze mit der Mannschaft. "Man hat schon früh gesehen, dass er großes Potenzial hat", sagt Freund.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Bei der WM 2013 gewann Prevc Silber und Bronze, von den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi kehrte er mit der gleichen Medaillenausbeute zurück. Im Gesamt-Weltcup landete er in den vergangenen zwei Jahren jeweils auf Rang zwei. Nun ist ihm der letzte Schritt nach ganz oben gelungen.

Die Konkurrenz verfolgt seine zumeist blitzsauberen Flüge mit einer Mischung aus Staunen und Bewunderung. "Prevc ist ein unglaublich konstanter Springer. Er hat ein unheimlich gutes Paket zusammen", sagt Bundestrainer Werner Schuster über den derzeitigen Schanzen-Dominator. "Er hat alles drauf, vom schnellen Anfahren übers gute Fliegen bis zur guten Landung. Deswegen ist er im Moment sehr schwer zu schlagen."

Sprüche klopft Prevc deshalb nicht. Im Gegenteil. "Wenn du ihn ansprichst, antwortet er. Aber von sich aus sagt der kein Wort", berichtet der Österreicher Michael Hayböck. Das Privatleben ist Prevc heilig. Über Freundin Mina ist lediglich bekannt, dass sie als Skilehrerin in Kranjska Gora arbeitet.

Über den schüchtern wirkenden jungen Mann aus Dolenja vas weiß man, dass er in seiner Freizeit gerne Volleyball und am Computer spielt und eine Schwäche für Schokolade hat. Seine Brüder Cene (19 Jahre) und Domen (16) sind ebenfalls Skispringer, mit dem jüngeren stand Peter kurz vor Weihnachten beim Weltcup in Engelberg sogar erstmals gemeinsam auf dem Podest. Auch Schwester Nika (10) heimst schon Erfolge auf der Schanze ein. Lediglich Nesthäkchen Ema (6) hat noch keine Ambitionen, dem berühmten großen Bruder nachzueifern.

dpa

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