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Was war gut, was muss bei 96 besser werden?

Stendels Bilanz Was war gut, was muss bei 96 besser werden?

Man muss gar nicht lange drum herum reden: Die Situation von Hannover 96 ist nicht so, wie sie die Fans des Bundesliga-Absteigers erwartet und schon gar nicht erhofft haben. Nach mehr als einem Drittel der Saison in der 2. Liga steht 96 mit 21 Punkten in der Tabelle auf dem vierten Platz. Zeit für eine erste Bilanz.

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Das wird schon: Trainer Daniel Stendel sieht Hannover 96 auf einem guten Weg zurück in die Bundesliga.

Quelle: Swen Pförtner/dpa

Hannover. Wie eine Spitzenmannschaft ist das Team von Trainer Daniel Stendel selten aufgetreten und hat deshalb auch schon so manchen Punkt liegen gelassen. Das ist die eine Seite.

Wie zuletzt beim Derby in Braunschweig hat die Mannschaft aber auch schon gezeigt, dass viel Moral in ihr steckt. Und Klasse. Dass die Einstellung stimmt. „Es herrscht bei Weitem nicht so eine Unruhe oder negative Stimmung wie in den vergangenen Jahren. Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn wir in der Tabelle nicht auf dem ersten oder zweiten Platz stehen. Klar ist aber auch, dass ich gerne mehr Punkte hätte“, sagt Stendel.

Der 42-Jährige, Anfang April vom Trainer des U19-Teams zum Chefcoach der Profis befördert, zog nach den ersten zwölf Spielen der Mission Wiederaufstieg eine Zwischenbilanz. Dabei spricht er über positive und negative Erlebnisse im bisherigen Saisonverlauf sowie über seine Rolle als Moderator, die aufgrund der großen Konkurrenzsituation in den nächsten Wochen mehr als je zuvor gefragt sein dürfte. Und darüber, wohin die Reise der „Roten“ gehen wird. „Ich habe mich gefragt: Mit wem und womit bist du zufrieden, was wollen und müssen wir besser machen, um unser Ziel zu erreichen?, sagt Stendel - und gibt Antworten.

Der Rückblick

Nicht alles lief bei 96 bislang nach Plan. Es gab aber auch Spiele, in denen die Mannschaft überzeugte und begeisterte. Dass es Rückschläge geben würde, darauf hat Daniel Stendel mehrfach hingewiesen. Besonders geschmerzt haben den 96-Trainer die Niederlagen am neunten und zehnten Spieltag bei Union Berlin (Bild) und dem 1. FC Nürnberg. „Bis zum Spiel gegen Union Berlin, bislang unser stärkster Gegner, waren wir punktemäßig gut dabei. Die beiden Niederlagen gegen Union und Nürnberg haben uns wehgetan, weil wir in beiden Spielen die bessere Mannschaft waren. Aber wir wollen nicht nur die bessere Mannschaft sein, sondern auch das Team, das die drei Punkte mit nach Hause nimmt. Das haben wir verpasst“, sagt Stendel.

Positiv sei, „dass wir schnell mit der neuen Mannschaft klargekommen sind und innerhalb des Teams ein gutes Gefühl entwickelt haben“, sagt der 42-Jährige. Zudem habe es die Mannschaft geschafft, „das Umfeld mitzunehmen. Das ist uns sehr wichtig. Wenn wir die Fans brauchen, sind sie da.“ Auch beim 2:2 im Derby bei Eintracht Braunschweig gab es für Stendel positive Aspekte. „Wie die Mannschaft nach dem Rückstand aufgetreten ist, lässt mich sehr optimistisch in die Zukunft blicken“, sagt der 96-Coach.

Die Konkurrenzsituation

In den vergangenen beiden Spielen war Oliver Sorg nicht im 96-Kader, weil Trainer Daniel Stendel mit der Leistung des Verteidigers nicht zufrieden war. Gefallen haben dürfte das dem ehemaligen Nationalspieler nicht. In den nächsten Wochen wird es auch bei anderen Profis lange Gesichter geben, wenn sie erst einmal auf der Ersatzbank oder sogar auf der Tribüne Platz nehmen müssen. „Bei uns gibt es eine hohe Konkurrenzsituation, die in den vergangenen zwei Wochen noch größer geworden ist, weil fast alle fit sind. Daraus ergibt sich fast automatisch, dass wir nicht jede Woche mit der gleichen Mannschaft auflaufen werden. Dem müssen sich die Spieler stellen“, sagt Stendel.

Kapitän Manuel Schmiedebach (Bild) drängt nach seiner Verletzungspause ins Team zurück, die beiden Stürmer Niklas Füllkrug und Noah-Joel Sarenren-Bazee brennen auf Einsätze, und auch in der Innenverteidigung gibt es mehr Kandidaten als freie Plätze.

Stendel ist jetzt auch als Moderator gefragt, denn es wird Härtefälle geben. „Ich bin eher der Typ, der auf die Spieler zugeht“, sagt der 42-Jährige: „Aber ich erwarte auch eine Reaktion: Kopf hoch, weitermachen und Gas geben. Nächste Woche kann ich der Spieler sein, der wichtig ist. Die Mannschaft weiß das. Alle ziehen gut mit, obwohl nicht alle zufrieden sein können“, sagt Stendel: „Trotz der bislang vielen Wechsel hat die Mannschaft eine Mentalität an den Tag gelegt, auf die ich stolz bin. Das ist ein großes Plus.“

Die Aussichten

15 Punkte sind in den fünf Spiele bis zur Winterpause noch zu vergeben. Drei Heim- und zwei Auswärtsspiele stehen für die „Roten“ noch bis Weihnachten auf dem Programm, los geht’s nach der Länderspielpause in der HDI-Arena mit der Partie gegen Erzgebirge Aue. Das sind noch fünf Gelegenheiten, um sich in der Spitzengruppe der 2. Liga festzusetzen und den Abstand zu den führenden Teams aus Braunschweig und Stuttgart zu verringern oder sogar an ihnen vorbeizuziehen. „Es ist in der Tabelle noch alles sehr eng. Ich denke, dass sich bis Weihnachten vier, fünf Mannschaften etwas abgesetzt haben“, sagt der 96-Coach.

Dass die „Roten“ mit 21 Zählern bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, weiß auch Stendel. Für ihn zählt jedoch nicht die Momentaufnahme, er hat das große Ganze im Blick. „Wir sind weiter oben dabei, das war von Anfang an das Ziel. Es gibt keine Zielsetzung für den zwölften Spieltag, es gibt ein Ziel für den 34. Spieltag. Da sind wir auf einem guten Weg. Wir können und wollen noch mehr“, meint der 42-Jährige. Im Vorbeigehen sei das allerdings nicht zu machen. „Wenn man in der 1. Liga war, will keiner in der 2. Liga spielen. Es ist aber auch nicht so, dass man mit dem Finger schnippt, und man spielt wieder in der 1. Liga.“

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