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Mutige Worte vor der Mammutaufgabe

Waspo 98 im Qualifikationsturnier Mutige Worte vor der Mammutaufgabe

Waspo 98 empfängt ab Donnerstag die Crème de la Crème des europäischen Wasserballs im Stadionbad.

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„Wir sind kein Kanonenfutter mehr“: Waspos Ilja Immermann (rechts) hat bereits Erfahrung mit Spartak Wolgograd.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Ein Qualifikationsturnier? Das kann doch gar nicht sein, da muss doch ein Irrtum vorliegen. Bei der Besetzung kann es sich doch eigentlich nur um die Hauptrunde in der Champions League handeln. Waspo 98 Hannover hat von morgen an für drei Tage die Crème de la Crème des europäischen Wasserballs zu Gast in der Stadionsporthalle. Und es ist wirklich „nur“ die 2. Runde in der Qualifikation zur Champions League. „Es ist kaum zu glauben“, sagt Bernd Seidensticker, Präsident des Klubs. „Das ist schon ein Brett, besser geht es kaum.“

Die Gegner haben es wahrlich in sich. Pro Recco ist italienischer Rekordmeister, hat bereits siebenmal die Champions League gewonnen – der Etat des Klubs soll mehr als 6 Millionen Euro betragen, Waspos liegt bei 250.000 Euro. Roter Stern Belgrad hat einmal im wichtigsten europäischen Wettbewerb im Wasserball triumphiert, und Spartak Wolgograd hat gerade erst den Euro Cup für sich entschieden.

Jammern will Seidensticker deshalb aber nicht. „Natürlich kann man von Los-Pech sprechen, wenn es ums Weiterkommen geht“, sagt er. „Aber für jeden Fußballer ist es ein Traum, gegen Real Madrid oder den FC Barcelona zu spielen. Im Wasserball gehört Pro Recco in diese Kategorie.“ Das sei ein wahres Highlight für die meisten seiner Spieler.

„Die Bilanz der drei Teams liest sich beeindruckend, und das ist sie auch“, sagt Seidensticker, „aber wir sind selbstbewusst. Wir haben uns verstärkt und den Anspruch geäußert, auf diesem Niveau mitzuhalten – und das wollen wir auch. Wir sind kein Kanonenfutter mehr“

Damit diesen mutigen Worten auch Taten folgen können, haben Trainer Karsten Seehafer und Seidensticker ihr Team akribisch vorbereitet. Die Spieler um Roger Kong, Predrag Jokic, der in der Saison 2008/2009 in der italienischen Übermannschaft spielte, und Erik Bukowski mussten manche Videoanalyse der Gegner über sich ergehen lassen. Die Erkenntnis: Man ist nicht chancenlos. Aber, betont Seidensticker: „Wenn wir unter die ersten zwei kommen, ist es sensationell, wenn wir Dritter werden, überraschend. Und sollten wir Vierter werden, dann wollen wir uns zumindest nicht blamieren.“

Dennoch sieht Waspo eine realistische Möglichkeit, im internationalen Geschäft zu bleiben. Der Grundstein für diesen Coup soll bereits im ersten Spiel morgen Abend gelegt werden. Roter Stern Belgrad, sagt Seidensticker, „ist am ehesten zu schlagen“. Am Sonntag soll dann gegen Wolgograd nachgelegt werden – auch wenn die Russen die bisherigen Duelle mit Waspo jeweils mit zehn und mehr Toren Unterschied gewonnen haben. Nichts rechnen sich die Hannoveraner dagegen am Sonnabend gegen Pro Recco aus. „Das ist wohl eine andere Liga“, sagt Seidensticker.

Verlassen können sich die Hannoveraner bei ihrem Vorhaben wohl auch wieder auf ihre Zuschauer. Seidensticker rechnet an jedem der drei Spieltage mit einer „vollen Hütte“. Knapp 600 Besucher fasst das Stadionbad. „Ich bin sicher, dass die Leute interessiert sind“, sagt der Waspo-Präsident, „an uns und natürlich auch an den namhaften Gegnern.“
Personell kann Waspo nahezu aus dem Vollen schöpfen. Es fehlt weiterhin Routinier Daniele Polverino wegen eines Mittelfingerbruchs der rechten Hand.

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