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Waspo-Drama schlägt hohe Wellen

Wasserball-Champions-League Waspo-Drama schlägt hohe Wellen

Das Tor schlug hohe Wellen und lief im ungarischen Staatsfernsehen rauf und runter. Auch die Budapester Zeitungen kannten im Sportteil nur ein Thema: das (Un-)Glückstor im Cham­pions-League-Spiel gegen Waspo 98 in letzter Sekunde. Die Wasserballer leckten ihre Wunden auf der Donau. Derweil wurde Julian Real Papa. Am Wochenende geht es in Pokal und Liga weiter.

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Stolzer Papa: Julian Reals Sohn Jakob kam am Mittwoch auf die Welt.

Quelle: Petrow

Budapest/Hannover. Beim Stand von 7:7 hatte Budapest den letzten Angriff, nur noch eine Sekunde. Waspo-Star Darko Brguljan fälschte den Budapester Wurf ins kurze Eck ab. Torwart Moritz Schenkel, der den Wurf vermutlich gehalten hätte, blieb keine Chance. Mit der Schlusssirene zappelte der Ball im Netz. „Tragisch für uns, ein echtes Drama“, sagt Waspo-Chef Bernd Seidensticker, „ein legendäres Spiel. Hätten wir unentschieden gespielt, würden wir in zwei Jahren noch davon sprechen. So sprechen wir in zehn Jahren noch davon.“

Seidensticker und sein Team leckten gestern Vormittag ihre Wunden und gönnten sich eine Donau-Fahrt auf einem Ausflugsschiff, um sich abzulenken. Sie trösteten sich damit, dass sie in der Champions-League-Gruppenphase auf Augenhöhe mitspielen. Trotz der knappen Niederlage steht Hannover nach zwei Spieltagen auf Platz drei hervorragend da. Die Top Vier qualifizieren sich für das Final-8 in Genua. „Wir sind in einer Hammergruppe“, betont Seidensticker. Aber die Gruppe ist so ausgeglichen, dass sich die Top-Teams gegenseitig die Punkte wegnehmen.

7:5 hatte Waspo schon geführt, ein Sieg – und Hannover wäre sogar Tabellenerster geworden. Doch dann schwammen dem Team von Trainer Karsten Seehafer die Felle davon, auch weil Budapest extrem offensiv deckte und die Waspo-Spieler um Kapitän Predrag Jokic in deren Hälfte attackierte. Oft verstrichen die 30 Sekunden Angriffszeit, ohne dass Waspo gefährlich aufs Tor werfen konnte. Trotzdem hatte Hannover den Favoriten am Rand einer Niederlage, obwohl mit Julian Real der Spielmacher fehlte. Der werdende Vater war zu Hause geblieben. Und tatsächlich brachte seine Frau Stunden vor dem Spiel einen Sohn zur Welt. „Waspo 98 vermeldet den ersten Neuzugang: Jakob Real ist da!“, verkündete Seehafer auf Facebook. So hatte wenigstens ein Spieler einen guten Tag.

Bevor es in der Königsklasse am 29. November daheim gegen Jug Dubrovnik weitergeht, kann sich Waspo schon am Wochenende den Frust von der Seele ballern. Im Stadionbad wartet gegen den SSV Esslingen eine Doppelaufgabe: Sonnabend um 16 Uhr im Pokal, Sonntag um 10 Uhr in der Bundesliga. „Unsere Jungs sind griffig. Der Motor läuft“, sagt Seidensticker. Esslingen müsse aufpassen, „dass wir die nicht völlig wegrasieren“.

Auch die White Sharks Hannover müssen im Pokal ran – morgen um 19 Uhr beim OSC Potsdam.

Die Bundesliga-Frauen von Waspo 98 haben spielfrei. Nach dem 18:7 beim Hamburger TB, dem zweiten Sieg im zweiten Spiel, grüßen sie von Tabellenplatz eins.

Von Simon Lange

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