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Waspo empfängt die beste Mannschaft der Welt

Wasserball Waspo empfängt die beste Mannschaft der Welt

Die Waspo-Wasserballer bekommen es am Mittwochabend zum Abschluss der Champions League um 19 Uhr im Stadionbad mit Pro Recco aus Italien zu tun – der aktuell besten Mannschaft der Welt.

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Geht auch dorthin, wo es wehtut: Predrag Jokic (o.), Starspieler in Reihen von Waspo98, nimmt es mit Pro Recco aus Italien auf.
 

Quelle: Petrow

Hannover.  Das wird ein Wasserball-Leckerbissen. Die beste Vereinsmannschaft der Welt schwimmt Mittwochabend, 19 Uhr, im Stadionbad an. Am letzten Spieltag der Champions League empfangen die Wassersportfreunde 98 das italienische Ausnahmeteam Pro Recco. Das Motto der Hannoveraner: bloß nicht zu viel Wasser und Tore schlucken.

„Wir müssen unsere zwei- bis dreiminütigen Blackouts unbedingt vermeiden, die wir zuletzt hatten, und ganz stabil sein“, betont Coach Karsten Seehafer. Sportlich geht es um nichts mehr, die Waspo 98 werden ihre erste Gruppenphase der Königsklasse nach drei Unentschieden auf dem sechsten und letzten Platz beenden. „Wir haben uns jedoch im stärkeren der beiden Pools ordentlich verkauft“, sagt Seehafer. Mit einem weinenden Auge blicke er indes schon zurück angesichts verpasster Chancen auf einen Sieg. „Die gab es sicherlich. Beim nächsten Mal wollen wir uns dann steigern. Es geht nicht nur darum, mitzuspielen, sondern sich besser zu platzieren.“

Das wäre theoretisch sogar aktuell noch möglich, ein weiteres Remis könnte zu Rang fünf reichen. Im Hinspiel siegten die Italiener mit 18:8, allein Dusko Pijetlovic von Weltmeister und Olympiasieger Serbien warf sechs Tore. „Dieses Team ist kaum zu schlagen, ihm zuzuschauen ist ein absoluter Genuss“, sagt Waspo-98-Vorsitzender Bernd Seidensticker. Mit den Serben Filip Filipovic (Spieler des Jahres 2016) und Dusan Mandic leistet sich der Club aus der kleinen Küstenstadt unweit Genuas zwei weitere Superstars. Möglich macht es Gabriele Volpi, der 73-jährige Geschäftsmann gilt als einer der reichsten Italiener. Er hat selbst für Pro Recco gespielt, ihm gehört der Verein. „Bei denen ist alles vom Feinsten, besser geht es nicht“, attestiert Seidensticker.

Pro Recco und Waspo tragen Final-Six-Turnier aus

Mit Pro Recco richten die Waspo 98 in den nächsten vier Jahren im Wechsel das Final-Six-Turnier der besten sechs Mannschaften aus, 2018 beginnen die Italiener. „Das hat der europäische Verband LEN so beschlossen und das ehrt uns“, sagt Seidensticker. Mit Seehafer will er das Endrunden-Turnier Ende Mai in Budapest besuchen. „Wir müssen ja beginnen zu planen“, sagt der Waspo-Trainer. Für diese vier Jahre sind die Hannoveraner in der Gruppenphase gesetzt und sparen sich die kräfteraubende Qualifikation. „Das macht uns außerdem sehr interessant für gute Spieler“, sagt Seehafer.

Auf der anderen Seite werden beide Final-Six-Turniere teuer. Ein mittlerer sechsstelliger Betrag dürfte zusammenkommen. Seidensticker will das nicht kommentieren: „Für Zahlen ist es noch zu früh. Wir werden schließlich auch Einnahmen generieren.“ Derlei Gedanken scheint sich Pro Recco nicht machen zu müssen. Vor der Partie haben die Gäste extra noch für ein Trainingslager in Berlin Station gemacht. „Das ist eben Pro Reccos wunderbare Wasserball-Welt.“

Sport1 sendet am Sonnabend (11 Uhr) eine halbstündige Zusammenfassung der Champions-League-Partie, z udem gibt es einen Livestream.

Von Stefan Dinse

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