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Bereit für die großen Ziele

Wasserball Bereit für die großen Ziele

Die hannoverschen Wasserballer wollen in der Bundesliga nicht kleckern. Am Sonnabend beginnt die Saison - und das gleich mit einem Stadtderby: Zum Auftakt steigt die packende Begegnung zwischen Waspo 98 und den White Sharks - auch wenn es nicht unbedingt ein Duell auf Augenhöhe wird.

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Für Waspo 98 zählt nur der Titel: (sitzend v. l.) Alan Selman, Marek Tkać, Aleksandar Radović, Ante Corusić, Vincent Winkler, Predrag Jokic, Moritz Schenkel, Luka Sucic, Jorn Winkelhorst, Julian Real, Erik Bukowski, Darko Brguljan, Casper Weßler, (stehend v. l.) Stefan Trümper, Karl-Heinz Windt, Karsten Seehafer, Roger Kong, Luka Sekulić, Alexander Hermann, Felix Haarstick, Marin Ban, Ingo Pickert, Ilja Immermann, Pere Estrany, Tobias Preuß, Lukas Taplick, Bernd Seidensticker, Wolfgang Heuer und Sven Goslar.
 

Quelle: Petrow

Hannover. Die Pause in der Wasserball-Bundesliga ist vorbei. Gleich zum Auftakt steigt am Sonnabend das hannoversche Stadtderby zwischen Waspo 98 und den White Sharks. Beginn im Stadionbad ist um 18 Uhr. Es ist wieder ein ungleiches Duell. Die Vorzeichen sind diesmal allerdings noch klarer als in den Vorjahren. Alles andere als ein zweistelliger Waspo-Sieg wäre daher eine faustdicke Überraschung. Das liegt allein an der Ausrichtung. Denn Waspo nimmt viel Geld in die Hand und greift zum wiederholten Mal nach dem Titel. Und die Sharks sind ein Ausbildungsverein, der hauptsächlich auf Talente setzt.

Bei beiden Clubs hat sich einiges getan vor dieser Saison, aber auch in der Bundesliga, Gruppe A. Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zum neuen Wasserballjahr.

Mit welchen Zielsetzungen geht Waspo 98 in die Saison?

Für Vizemeister Waspo, der sich erneut verstärkt hat, zählt nur der Titel. „Warum sollten wir mit dem zweiten Platz zufrieden sein“, sagt Clubchef Bernd Seidensticker, „wenn auch die Meisterschaft möglich ist. Allerdings hat Rekordmeister Spandau mächtig aufgerüstet.“ Auch der Pokal, den das Team in der vergangenen Saison gewonnen hat, soll wieder nach Hannover geholt werden. „Wir wollen drei Trophäen gewinnen“, sagt Waspos Weltstar Darko Brguljan – also außer Meisterschaft und Pokal auch den Supercup. Einen großen Vorteil sieht Seidensticker in der Harmonie innerhalb Mannschaft. „Es gab keine großen Einschnitte, die meisten spielen jetzt schon mindestens eine Saison zusammen“, sagt er, „da wächst der Zusammenhalt. Viele Spieler unternehmen auch privat etwas gemeinsam.“ Für den Clubchef selbst hat auch die Champions League eine erhebliche Bedeutung. „Die Meisterschaft mag wichtiger für uns sein“, sagt er, „für mich hätte ein Weiterkommen in der Champions League auch einen sehr hohen Stellenwert.“

 Mit welchem Ziel starten die White Sharks?

Die White Sharks, im vergangenen Jahr Sechster, mussten personell einen Aderlass hinnehmen, geben trotzdem Platz vier als Saisonziel aus. „Wir haben weiter eine starke Mannschaft“, sagt Vorsitzender Jörg Deike, „da ist ab Rang drei alles möglich für uns. So gut sind die anderen auch nicht besetzt.“ Größte Konkurrenten um Platz vier sind der OSC Potsdam und der SSV Esslingen. Selbst die bisherige Nummer drei des deutschen Wasserballs, der ASC Duisburg, könnte im Idealfall erreichbar sein. Der Club hat nämlich etliche Stammspieler verloren. Eine perfekte Saison wäre es für die Sharks, wenn der Einzug in die Halbfinal-Play-offs um die deutsche Meisterschaft erreicht werden könnten.

Was hat sich personell bei Waspo 98 verändert?

Die Lindener haben sich mit drei deutschen Nationalspielern verstärkt. Torhüter Moritz Schenkel und Julian Real kamen vom Konkurrenten ASC Duisburg, Tobias Preuß spielte zuletzt für Serienmeister Wasserfreunde Spandau. Alle drei können das Team von Trainer Karsten Seehafer voranbringen: „Durch die drei steigt unsere Qualität.“ Und der Anspruch. „Ich bin nicht für Silber zurückgekommen“, sagt Preuß selbstbewusst, „nach 25 Jahren wird es Zeit, dass der Meisterpokal endlich mal wieder nach Hannover kommt.“

Was hat sich personell bei den White Sharks getan?

Eine Hiobsbotschaft gab es jetzt für den Club: Nationalspieler Jonas Reinhart hört aufgrund gesundheitlicher Probleme auf mit dem Wasserball. „Es hat keinen Zweck“, sagt Vorsitzender Deike, „aber die starken Rückenprobleme, die kein Arzt wirklich in den Griff kriegt, lassen Jonas keine andere Wahl. Das ist sportlich, aber auch menschlich ein Riesenverlust für uns.“ Fynn Schütze wird in den USA Medizin studieren und Wasserball spielen. Er wird künftig höchstens mal aushelfen können, wenn er auf Heimaturlaub ist. Vincent Hebisch (zu Poseidon Hamburg), Marius Frank (hört auf) und Janek Brinkmann (Tiermedizinstudium in Ungarn) stehen Trainer Milan Sagat ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Norbert Nagy will künftig nur noch in der Zweiten spielen. Neu im Team sind Nemanja Petkovic (Serbien) und Paul Huber (Krefeld 72, der ein Zweitspielrecht besitzt). Aus der Jugend rücken die Talente Phillip Kubisch, Justus Gläser und Jan Rotermund nach.

Wie spannend wird die Saison?

Das ist eine Sache der Sichtweise. „Es wird insgesamt total langweilig“, sagt Waspo-Clubchef Seidensticker. „Nur Spandau und wir kämpfen um die Meisterschaft, der Rest hat keine Chance.“ Sharks-Chef Deike sieht das ganz anders. „Das wird die spannendste Saison seit Langem“, sagt er. Seine Begründung: der veränderte Modus.

Welche Veränderungen gibt es im Spielbetrieb?

Es gibt erstmals wieder einen direkten Absteiger. Der Tabellenachte muss in die Gruppe B runter, der Siebte spielt eine Abstiegsrelegation gegen den B-Zweiten. „Es will also jeder mindestens Sechster werden“, sagt Deike, „da sind vom Start an jeder Punkt und jedes Tor wichtig.“

Von Jörg Grußendorf

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