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Whistleblowerin darf bei Leichtathletik-EM starten

Julia Stepanowa Whistleblowerin darf bei Leichtathletik-EM starten

Whistleblowerin Julia Stepanowa darf bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam als neutrale Athletin an den Start gehen. Die Kronzeugin des russischen Doping-Skandals erhielt vom Weltverband IAAF am Freitag die Starterlaubnis.

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Whistleblowerin Julia Stepanowa.

Quelle: Paul Zinken

Monaco. Die Russin Julia Stepanowa dürfe wegen ihrer Verdienste um einen sauberen Sport unter neutraler Flagge wieder an Wettkämpfen teilnehmen, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF. Die IAAF habe die Organisatoren über die Starterlaubnis informiert, teilte der Verband mit. Insgesamt hätten mehr als 80 russische Athleten den Antrag gestellt, unter der Regel 22.1A(c) an den Start gehen zu dürfen.

Comeback bei der Leichtathletik-EM

Damit rückt auch ein Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für die 29 Jahre alte Mittelstrecklerin immer näher. Bei der EM vom 6. bis 10. Juli wird Stepanowa bereits am ersten Wettkampftag im Blickpunkt des Interesses stehen. Um 18.25 Uhr beginnen am Mittwoch im Olympiastadion die Vorläufe über 800 Meter der Frauen. Dabei feiert sie drei Tage nach ihrem 30. Geburtstag ihr Comeback als Läuferin unter neutraler Flagge, da Russlands Verband von der IAAF suspendiert wurde. Es dürfen nur Leichtathleten aus dem Land teilnehmen, wenn sie außerhalb der Staatsgrenze leben und sich unabhängigen Doping-Kontrollen unterworfen haben.

Stepanowa und ihr Mann hatten den Skandal um systematisches Doping in der russischen Leichtathletik mit ihren Aussagen in der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping" ins Rollen gebracht. Die Erfolge russischer Leichtathleten waren das Ergebnis von systematischem Doping, Vertuschung von Kontrollen und Korruption waren, erklärte Stepanowa.

dpa/sid/RND

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