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White Sharks schwach gegen Waspo 98

Bundesliga-Stadtderby White Sharks schwach gegen Waspo 98

Die knapp 300 Zuschauer im Stadionbad konnten sich beizeiten zurücklehnen. Zu einseitig gestaltete sich die Angelegenheit, die White Sharks waren für den Meisterschaftsaspiranten nicht mehr als ein Spielball. Fehler in der Verteidigung wurden von Waspo immer wieder gnadenlos bestraft.

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„Eine Nummer zu groß“: Obwohl er mehrfach gut parierte, hatte Kevin Götz (im Tor) einen Stand. Mate Balatoni traf sechsmal.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. War es auch ein bisschen Mitleid? Das Derby in der Wasserball-Bundesliga zwischen den White Sharks und Waspo 98 lag in den letzten Zügen, da gab es noch einmal Fünfmeter für die Lindener. Alexander Herrmann, mit 21 Jahren der Jüngste im Team, griff sich den Ball, doch Kevin Götz im Tor der Sharks musste gar nicht aktiv werden: Der Wurf, der Herrmann total misslang, ging weit am Kasten vorbei. Es blieb beim 18:5 (6:2, 6:0, 3:1, 3:2) für den Tabellenführer.

Ein standesgemäßes Resultat, doch Zufriedenheit war hinterher eher beim Verlierer als beim Sieger auszumachen. „Die ersten vier Minuten waren ganz okay“, sagte Jörg Deike. „Und die letzten beiden Viertel auch.“ Deike vertrat den etatmäßigen Trainer Milan Sagat, der für den Deutschen Schwimm-Verband, seinen Arbeitgeber, dienstlichen Pflichten in Berlin nachging. Als Vertreter hatte der Vereinsvorsitzende eine Sondergenehmigung eingeholt.

Ansonsten herrschte weitgehend Normalität in einem Derby, in dem sich die Frage nach dem Sieger nie stellte und Waspo es mit dem Torewerfen noch gnädig meinte. Das galt nicht nur für Nachwuchsspieler Herrmann, auch der nationalmannschaftserfahrene Erik Bukowski etwa ließ anfangs einen Strafwurf und dazu noch weitere gute Chancen aus. „Wir müssen im Abschluss konzentrierter sein“, sagte Trainer Karsten Seehafer. „Vielleicht ist das Torverhältnis am Ende noch ausschlaggebend.“ Waspo-Chef Bernd Seidensticker meinte: „Wir haben nicht gut gespielt. Irgendwann war nach der klaren Führung die Spannung weg.“

Die knapp 300 Zuschauer im Stadionbad konnten sich beizeiten zurücklehnen. Zu einseitig gestaltete sich die Angelegenheit, die White Sharks waren für den Meisterschaftsaspiranten nicht mehr als ein Spielball. Fehler in der Verteidigung wurden von Waspo immer wieder gnadenlos bestraft, da konnte auch der gute Götz im Tor wenig retten. „Selbst wenn wir manchmal eine große Klappe haben“, sagte Seehafer. „für die Sharks sind wir eine Nummer zu groß.“ Der Konter von Deike lautete: „Mit so einem Ergebnis muss man rechnen, wenn Schüler, Lehrlinge und Studenten gegen Profis antreten.“ Für sein Team, das Vierter werden will, wird es erst richtig ernst, wenn nach dem Spiel gegen Duisburg vermeintliche lösbare Aufgaben warten.

Tore für die White Sharks: Cagalinec (2), Reinhart, Struß und Japaridze; Tore für Waspo 98: Balatoni (6), Bukowski (5), Schlotterbeck (3), Paunovic (2), Taplick und Pickert.

In der B-Gruppe stand die SpVg Laatzen in Plauen auf verlorenem Posten. Der Tabellenletzte unterlag mit 6:14 (1:1, 3:6, 2:4, 0:3).

Die andere Wasserballwelt erlebte Waspo 98 im Spiel der Frauenball-Bundesliga. Gegen Bayer Uerdingen gab es für den Neuling bei der 4:22 (1:6, 0:5, 1:6, 2:5)-Heimniederlage die erwartete Lehrstunde. „Für uns geht es darum, Spielpraxis zu sammeln“, sagte Vereinschef Seidensticker, für dessen Team Nicole Sarnowski (2) sowie Alena Paland und Maren Kehe trafen.

Lokalrivale Hannoverscher SV punktete derweil in Chemnitz. Nach dem 7:6 (2:2, 2:0, 2:3, 1:1) sagte Trainerin Anja Skibba, ihr Team habe Spiel und Gegner im Griff gehabt, trotz des knappen Resultats. Gesa Deike, vierfache Torschützin, wurde zur Spielerin des Tages gewählt. Die restlichen Treffer steuerten Viktoria Bujka (2) und Lara Schladensky bei.

Von Norbert Fettback

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