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Wild Chief gibt überraschend den Ton an

Ascot-Renntag auf der Neuen Bult Wild Chief gibt überraschend den Ton an

Überraschungserfolg im Hauptrennen des „Ascot“-Renntages auf der Neuen Bult: Alexander Pietsch gelingt auf Wild Chief der große Sieg. Auch Paul Harley und Hans-Jürgen Gröschel freuen sich über 1. Plätze.

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Überlegener Sieger: Alexander Pietsch feiert schon vor der Ziellinie den 1. Platz mit Wild Chief im Großen Audi-Q7-Preis beim „Ascot“-Renntag auf der Neuen Bult. Foto: Petrow

Quelle: Florian Petrow

Langenhagen. Serien sind im Sport eine doppelte Herausforderung. Sieger können nicht genug Erfolge feiern, während permanent Platzierte ins Rampenlicht drängen. Im Hauptereignis des „Ascot-Renntages“ auf der Neuen Bult, dem Großen Audi-Q7-Preis des Audi-Zentrums Hannover (70.000 Euro Preisgeld), rissen gleich zwei dieser Serien. Favoritin Full Rose, bisher ungeschlagen, kam in diesem Gruppe-II-Rennen nicht in Schwung und belegte mit Eduardo Pedroza im Sattel nur den letzten Platz im Sechserfeld noch hinter Lokalmatador Wildpark aus dem Gestüt Brümmerhof (Trainer Paul Harley, Jockey Robert Havlin).

Dagegen gelang Wild Chief und Alexander Pietsch endlich der große Sieg. Der vierjährige Hengst, der zuvor schon vorderer Ränge in hochklassigen Rennen erkämpft hatte, aber eben noch keinen Sieg, löste sich auf der Zielgeraden souverän von Wildpark, der in der Startphase der 1600 Meter langen Renndistanz die Führungsarbeit geleistet hatte. Trainer Jens Hirschberger freute sich riesig über den Auftritt seines Pferdes, Kollege Ferdinand Leve war mit dem 2. Platz von Felician und Andrasch Starke in diesem Klassefeld auch zufrieden.

Einer der Saisonhöhepunkt für Pferdesportfreunde: Der Ascot-Renntag auf der Neuen Bult.

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Gelaufen wurde bei Nieselregen, „typisch englisches Wetter“ nannte es Gregor Baum, der Präsident des Hannoverschen Rennvereins. Das passte im gewissen Sinne zu einem Galoppsportereignis, das sein Vorbild auf der britischen Insel hat. Die Feuchtigkeit gefiel zudem den Hauptdarstellern: Die Pferde profitieren vom etwas weicheren Geläuf. Manchen Besucher dagegen hielten Wolken und Tropfen doch vom Renntagsbesuch ab, sodass trotz eines attraktiven sportlichen Programms und zahlreicher Fernsehdarsteller im VIP-Bereich gerade 7400 Besucher gestern in Langenhagen zuschauten.

Sie erlebten im Großen Preis vom meravis über 2000 Meter, dass Favoriten ihre Rolle auch erfolgreich spielen können. Der englische Gast Holy Moly setzte sich in dem mit 25 000 Euro dotierten Listenrennen erwartungsgemäß durch, Trainer Andreas Wöhler und Jockey Pedroza hatten also neben der Enttäuschung über Full Rose auch einen Grund zum Feiern. Der 2. Platz in diesem Rennen ging an Bravo Girl, die von Waldemar Hickst vorbereitet wird. Im Sattel saß Stephen Hellyn.

Die besten Bilder vom Ascot-Renntag auf der Neuen Bult.

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Gut in Szene setzten sich abermals die Pferde aus dem benachbarten Trainigszentrum. Angel Moon und Jockey Adrie de Vries gewannen das 2. Rennen über 2000 Meter. Trainer Harley strahlte und nahm Glückwünsche entgegen, zumal Glam Rock, der ebenfalls von ihm vorbereitet wird, den 3. Platz belegte. Den „Hannover-Triumph“ komplettierte Hans-Jürgen Gröschels Chancy als Zweiter. Der Nestor war allerdings nicht zufrieden angesichts einer knappen Niederlage. „Er war zu früh da im Endspurt“, sagte er, nachdem er zuvor einen Kraftausdruck in der ersten Enttäuschung hatte fallen lassen.

Eine halbe Stunde später war aber Gröschels Welt wieder in Ordnung. Shy Witch löste sich im EBF-Rennen der Zweijährigen über 1300 Meter eindrucksvoll auf der Zielgeraden vom Feld. Da fiel es dann auch nicht ins Gewicht, dass die Anfangsphase des Rennens für die Stute und Jockey Wladimir Panov alles andere als Optimal verlaufen war.

Panov freute sich zudem über einen Siegesritt im 4. Wettbewerb des Tages. Der hannoversche Jockey führte dort die von Andreas Löwe in Köln trainierte Abbey auf den 1. Platz. Zweite in diesem Rennen über 2000 Meter wurde Anna Mia, ein weiteres Pferd aus Harleys Trainingsquartier.

Ergebnisse

1. Rennen: Short Cut (F. da Silva) und Eliodoro (D. Schiergen) im toten Rennen – Tilara; Siegwette: 10, 22:10; Platzwette 15, 18:10; Zweierwette 34:10 (Short Cut, Eliodoro), 56:10 (Eliodoro, Short Cut); Dreierwette 360:10 (Short Cut, Eliodoro, Tilara) , 599:10 (Eliodoro, Short Cut, Tilara).
2. Rennen: Angel Moon (A. de Vries) – Chancy – Glam Rock; 19:10; 14, 21:10; 80:10; 251:10.
3. Rennen: Shy Witch (W. Panov) – Braveheart Bear – Bastille; 159:10; 43, 34:10; 1419:10; 2511:10.
4. Rennen: Abbey (W. Panov) – Anna Mia – Vega; 29:10; 12, 16, 17:10; 180:10; 1073:10.
5. Rennen: Holy Moly (E. Pedroza) – Bravo Girl – North Sea; 18:10; 13, 44, 25:10; 411:10; 3613:10.
6. Rennen: Neuenburger (A. de Vries) – Song of Gold – Biederich – Lausanne; 26:10; 15, 27, 20:10; 163:10; 1086:10; Viererwette 23.413:10.
7. Rennen: Wild Chief (A. Pietsch) – Felician – Red Dubawi; 31:10; 21, 25:10; 334:10; 1295:10.
8. Rennen: Universal Star (S. Hellyn) – Dark Forrest – Princess Alba; 111:10; 22, 11, 16:10; 281:10; 1605:10.
9. Rennen: Risalto (F. da Silva) – Kiss me Kate – True Girl; 70:10; 30, 21:10; 342:10; 3693:10.
10. Rennen: Sottovento (A. Starke) – Pleasantpathfinder – Carmelita Aesculap; 34:10; 14, 13, 24:10; 151:10; 639:10.
Besucher: 7400 – Wettumsatz: 209 190,99 Euro.
(ohne Gewähr)
Nächster Renntag: Mittwoch, 19. August     

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