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Tennis Wimbledon bleibt turbulent

Das Wimbledon-Halbfinale ist komplett: Haas-Bezwinger Novak Djokovic gegen Juan Martin del Potro und Andy Murray gegen Jerzy Janowicz heißen die Partien. Murray drehte ein schon verloren geglaubtes Match, Janowicz schrieb ein kleines Stück Tennis-Geschichte.

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Sein Match schien verloren, doch nach zwei Sätzen kam Andy Murray in Schwung: Der Brite steht im Wimbledon-Halbfinale.

Quelle: dpa

London. Andy Murray sah schon wie der sichere Verlierer aus, Juan Martin del Potro stand nach wenigen Minuten kurz vor dem K.o., Jerzy Janowicz schrieb polnische Tennis-Geschichte. Auch im Viertelfinale von Wimbledon haben die Zuschauer turbulente und verrückte Partien erlebt. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel duellieren sich nun am Freitag der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und der frühere US-Open-Champion del Potro sowie der britische Hoffnungsträger Murray und der polnische Jungstar Janowicz.

Vorjahresfinalist Murray drehte nach einem 0:2-Satzrückstand noch das Match gegen den Spanier Fernando Verdasco und feierte einen 4:6, 3:6, 6:1, 6:4, 7:5-Erfolg. Del Potro bezwang den Weltranglisten-Vierten David Ferrer aus Spanien 6:2, 6:4, 7:6 (7:5) und fordert nun die Nummer eins heraus. „Gegen Novak Djokovic muss ich 110 Prozent geben“, sagte der 1,98 Meter große Argentinier nach seinem nicht mehr für möglich gehaltenen Erfolg gegen Ferrer.

In die Tennis-Geschichtsbücher seines Landes schrieb sich später Jerzy Janowicz ein. Der 22-Jährige entschied das Duell gegen Lukasz Kubot mit 7:5, 6:4, 6:4 für sich und erreichte als erster polnischer Tennisspieler das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

„Ich bin sehr, sehr glücklich“, sagte Janowicz mit Tränen in den Augen. „Ich finde im Moment noch nicht die richtigen Worte dafür.“ Auf dem Court Nummer eins hatten sich wenige Augenblicke zuvor rührende Szenen abgespielt, als sich Kubot und Janowicz lange innig mitten auf dem Platz umarmten und dann ihre Hemden tauschten.

Im ersten Match auf dem Centre Court stand del Potro nach nur wenigen Sekunden schon vor dem vorzeitigen Verletzungs-K.o. Erst vier Punkte waren gespielt, als der US-Open-Champion von 2009 auf dem Rasen ausrutschte und minutenlang am sowieso schon lädierten linken Knie behandelt werden musste.

„Ich hatte große Schmerzen im Knie und war nah dran aufzugeben. Aber der Arzt hat mir offenbar magische Pillen gegeben. An dieses Spiel werde ich mich immer erinnern“, sagte der Weltranglisten-Achte. „Ich habe mein bestes Tennis gespielt und bin so glücklich, hier im Halbfinale zu stehen“, sagte er. Für den oft von Verletzungen geplagten del Potro ist die Partie am Freitag gegen Djokovic das erste Halbfinale auf dem Heiligen Rasen von London.

Der Weltranglisten-Erste Djokovic setzte sich gegen Tomas Berdych aus Tschechien 7:6 (7:5), 6:4, 6:3 durch und erreichte zum 13. Mal nacheinander das Semifinale eines Grand-Slam-Turniers. Der Serbe hatte im Achtelfinale den gebürtigen Hamburger Tommy Haas ausgeschaltet und blieb wie del Potro bislang ohne Satzverlust.

dpa

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