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„Wir sind mal wieder dran“

Sven Hannwald „Wir sind mal wieder dran“

In der kommenden Woche startet die Vierschanzentournee. Der frühere Skispringer Sven Hannawald erklärt im Interview, dass es mal wieder Zeit für einen deutschen Tourneesieger ist.

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Sven Hannawald.

Quelle: dpa

Herr Hannawald, kann ein deutscher Skispringer in diesem Jahr die Vierschanzentournee gewinnen?
Ich wünsche es mir. Richard Freitag hat schon ein paar schöne Sprünge in dieser Saison gemacht, Severin Freund ist gut drauf. Ich will den Österreichern das nicht absprechen, aber wir sind mal wieder dran. Ich war der letzte deutsche Springer, der es geschafft hat. Es wäre fair (lacht).

Drei Deutsche springen um Weltcupsiege mit, die Norweger und die Österreicher muss man immer auf der Rechnung haben. Wer gehört für Sie zu den Favoriten?
Ich weiß nicht, ob das bei den Österreichern noch so funktioniert. Es kommen immer häufiger kleine Reibereien im Team heraus. Man sieht bei den Deutschen, dass es im Team stimmen muss. Die sind super zusammengewachsen. Jedes Jahr wurde das Team stabiler. Es gibt nicht nur Severin, sondern Springer wie Richard oder Andreas Wellinger, die reinwachsen in ihre Aufgaben. Sie sehen im Training, wo sich die Weltspitze befindet.

Im Leistungssport hat man den Eindruck, dass es Wellenbewegungen gibt. Nicht nur im Skispringen, auch im alpinen Skisport, wo die Männer nach einer langen Durststrecke wieder besser unterwegs sind, die Frauen nach einer erfolgreichen Zeit hingegen nicht die Ergebnisse erzielen, die sich der Verband wünscht. Woran liegt das?
Man darf in Hochzeiten nicht genießen, sondern muss daran arbeiten, dass der Nachwuchs entwickelt wird. Im Skispringen war auf Jens Weißflog Verlass. Wäre er ausgefallen, wäre kein Deutscher vorne gewesen. Dann gab es Martin Schmitt und mich. Danach war es schwierig. Die Löcher wurden offensichtlich. Das hat sich inzwischen geändert: Dem Verband ist es wichtig, dass sich die Sportart entwickelt. An den Springern, die aktuell da sind, müssen sich die Jungen orientieren.

Severin Freund galt in den vergangenen Jahren als einer der Favoriten bei der Tournee, ist aber gescheitert. Wird er in diesem Jahr stärker sein?
Die Tournee ist speziell. Es liegt ein komprimierter Druck auf Severin. Ich freue mich, dass er seinen Weg geht. Severin hat in den letzten Jahren sehr viel gelernt. Vom Sprungniveau war er immer sehr gut. Er musste aber erfahren, dass die Anforderungen speziell bei der Tournee noch woanders liegen. Er ist auf einem erfolgreichen Weg in dieser Saison, er hat aber keine Garantie, dass es in diesem Jahr klappt.

Was würden Sie ihm raten?
Severin muss die Ruhe bewahren. Es bringt nichts, wenn man den Erfolg unbedingt erzwingen will. Dann verkrampft man. Siege ergeben sich. Martin Schmitt zum Beispiel hat alles in Grund und Boden gesprungen, aber nie die Tournee gewonnen. Gregor Schlierenzauer hat viele Springen gewonnen, gewann die Tournee aber erst im dritten Anlauf. Das zeigt, dass etwas auf einen einprasselt, womit man lernen muss umzugehen..

Interview: Lars Becker

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