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A400M verschlingt Milliarden

Airbus A400M verschlingt Milliarden

Der Dauerärger mit seinem Militärtransporter A400M hat Airbus das Jahresergebnis verhagelt. Wegen neuer Milliardenkosten forderte Konzernchef Thomas Enders weitere Zugeständnisse Deutschlands und der übrigen Staaten, die A400M-Flugzeuge gekauft haben.

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Bereitet dem Flugzeugbauer Airbus Sorgen: Der Militärtransporter A400M hat Schwierigkeiten mit den Triebwerken.

Quelle: Imago

Toulouse. „Wir müssen die Blutung stoppen und Risiken aus dem Programm nehmen“, sagte er am Mittwoch. Die Kunden sollten dem Luftfahrtriesen unter anderem bei Entschädigungsforderungen für Verzögerungen entgegenkommen.

Airbus musste im vergangenen Jahr Belastungen von 2,2 Milliarden Euro wegen des schon lange von Problemen geplagten A400M-Programms hinnehmen – unter anderem wegen Schwierigkeiten bei den Triebwerken. Der Konzerngewinn sackte dadurch unter dem Strich um 63 Prozent auf 995 Millionen Euro ab. Damit verdiente der Boeing-Konkurrent nur gut halb so viel wie von Analysten erwartet.

Es gehe bei den gewünschten Neuverhandlungen mit den Kunden nicht um Zuschüsse. „Wir sind nicht zurück im Jahr 2009“, meinte Enders. Damals hatten die Käuferstaaten das A400M-Projekt mit einer Milliarden-Finanzspritze vor dem Aus gerettet. Die Auslieferung der bestellten Maschinen hat sich immer wieder verzögert, deshalb halten Käufer Zahlungen zurück oder fordern wie Deutschland Schadensersatz. Die Bundesregierung hat 53 Exemplare des A400M bestellt.
Der Großteil des Airbus-Geschäfts hingegen lief 2016 nicht schlecht. Konzernweit stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 66,6 Milliarden Euro. Wenn man Sondereffekte wie die Kosten für den A400M außen vor lässt, sank der operative Gewinn nur um 4 Prozent auf knapp 4 Milliarden Euro. Das Unternehmen lieferte 688 Verkehrsflugzeuge aus – so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Neubestellungen für Zivilflugzeuge überstieg trotz schwächerer Nachfrage die Produktion; das Auftragsbuch ist prall gefüllt.

Bei seinem modernisierten Mittelstreckenjet A320neo und dem neuen Großraumflieger A350 machten Airbus allerdings Probleme mit Zulieferern zu schaffen. Zudem musste der Flugzeugbauer die Produktion des weltgrößten Passagierjets A380 mangels Neubestellungen zusammenstreichen. Insgesamt will Airbus im laufenden Jahr jedoch erstmals mehr als 700 Verkehrsflugzeuge ausliefern.     

Von Steffen Weyer und Sebastian Kunigkeit

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