Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Diesel-Abgasregelung läuft EU-Richtlinien zuwider

Gutachten des Bundestages Diesel-Abgasregelung läuft EU-Richtlinien zuwider

Nach dem VW-Skandal über Softwaremanipulationen bei der Abgaskontrolle könnten jetzt andere deutsche Autoproduzenten wie Daimler oder BMW Probleme bekommen.

Voriger Artikel
Ikea testet App für virtuelle Einkaufstour
Nächster Artikel
Rewe erwartet weiteren Preiskampf

Nach dem VW-Skandal über Softwaremanipulationen bei der Abgaskontrolle könnten jetzt andere deutsche Autoproduzenten wie Daimler oder BMW Probleme bekommen.

Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

Berlin. Wegen der Installation einer flexiblen Abgasnachbehandlung zum Schutz des Dieselmotors, die Daimler in einer Pressemeldung vom 26. Januar 2016 ausdrücklich als zulässig dargestellt hat, könnte im Ergebnis nun der Verlust der Typzulassung drohen.

Das ist nach einer Analyse der einschlägigen europäischen Richtlinien das Fazit einer Ausarbeitung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, erstellt im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Das Papier liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND, vor, zu dem die HAZ gehört.

Danach müssen installierte Abschaltmechanismen im Straßenverkehr von Haus aus so funktionieren, dass die eingebaute Emissionskontrolle grundsätzlich ihre volle Wirksamkeit entfalte. Die Hersteller reduzieren aber die Abgasreinigung per Software automatisch oder stellen sie ganz ab, wenn das Thermometer unter 10 Grad sinkt.

Für die Kaltstartphase bis minus sieben Grad gelten zusätzliche Abschaltmaßnahmen. Zulässig sei aber nur der "punktuelle, vorübergehende Einsatz von Abschalteinrichtungen". Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages bilanziert die bisherige Praxis deutscher Diesel-Produzenten. Wörtlich heißt es in dem vorliegenden 19-seitigen Parlaments-Gutachten: "Die Genehmigungsbehörde darf in diesem Zusammenhang keine Typgenehmigung erteilen."

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte: "Kein Wasserwerk käme auf die Idee, die Trinkwasserreinigung bei 10 Grad Außentemperaturen abzustellen und danach nur noch schmutziges Wasser den Verbrauchern zu liefern." Krischer forderte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf, "sofort für die Beendigung dieser skandalösen Praxis zu sorgen."

RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 80,48 -0,80%
CONTINENTAL 171,67 +1,09%
DELTICOM 16,61 -2,49%
HANNO. RÜCK 102,87 +1,55%
SALZGITTER 32,67 +4,38%
SARTORIUS AG... 68,14 -2,00%
SYMRISE 54,66 -0,17%
TALANX AG NA... 30,92 +1,34%
TUI 12,30 -1,28%
VOLKSWAGEN VZ 121,39 -0,28%
DAX
Chart
DAX 10.799,00 +1,07%
TecDAX 1.703,50 +0,15%
EUR/USD 1,0715 -0,42%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 16,81 +8,82%
E.ON 6,42 +4,68%
FMC 74,89 +2,42%
MERCK 92,61 -0,93%
HEID. CEMENT 83,95 -0,52%
Henkel VZ 106,46 -0,39%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 153,16%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,56%
Polar Capital Fund AF 102,45%
Fidelity Funds Glo AF 91,69%

mehr