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Deutschland / Welt Air France drohen Jobabbau und Streik
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Air France drohen Jobabbau und Streik
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17:06 04.10.2015
Nach dem gescheiterten Deal bangen viele Mitarbeiter von Air France um ihre Jobs. Quelle: Bodo Marks/dpa (Symbolbild)
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Paris

Bei der Fluggesellschaft Air France droht erneut der Wegfall vieler Arbeitsplätze. Es werde leider einen Plan zum deutlichen Stellenabbau geben, sagte der Chef des Mutterkonzerns Air France-KLM, Alexandre de Juniac, am Freitag dem Radiosender Europe 1. Auch die Flugzeugflotte und das Flugangebot der französischen Konzernsparte Air France sollen in den kommenden beiden Jahren schrumpfen. Die Gewerkschaften riefen für diesen Montag (5. Oktober) zu Streiks auf. Die Airline rechnet zwar mit Verspätungen, aber nicht mit Flugausfällen.

Zahlen zum geplanten Stellenabbau nannte de Juniac nicht. Gewerkschaftskreisen zufolge stehen 2016 und 2017 bis zu 2900 Stellen auf dem Spiel, wie die französische Nachrichtenagentur AFP meldete. Eine Quelle aus dem Verwaltungsrat sagte demnach, diese Zahl sei von der Unternehmensführung als Schätzung dafür genannt worden, wie viele Mitarbeiter Air France im Jahr 2017 zu viel haben wird. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht. Laut de Juniac sollen möglichst viele Stellen über freiwillige Vereinbarungen abgebaut werden. "Falls nötig" werde es aber auch Kündigungen geben.

Am Donnerstag waren Verhandlungen mit Gewerkschaftsvertretern gescheitert. Die Konzernspitze wollte die Gehälter einfrieren und die Produktivität durch Mehrarbeit erhöhen, konnte sich gegen die Verhandlungsführer der Piloten aber nicht durchsetzen.

Die Fluggesellschaft will mit den Kürzungen ihre seit 2011 andauernde Verlustserie beenden. Nun denkt die Konzernspitze darüber nach, wie tief die Einschnitte ausfallen sollen.

Zu den Streiks am Montag riefen mehrere Gewerkschaften auf. Vor gut einem Jahr hatten die Air-France-Piloten den Flugbetrieb aus Protest gegen den geplanten Ausbau der Billigtochter Transavia für zwei Wochen lahmgelegt.

"Wir sind heute nicht wettbewerbsfähig genug", begründete de Juniac seine harte Haltung. Neuen Verhandlungen erteilte er zunächst eine Absage. Falls Gewerkschaften in den kommenden Wochen neue Vorschläge und eine "echte Gesprächsbereitschaft" vorlegten, sei die Tür aber nicht geschlossen.

dpa

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