Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Airbus-Chef warnt Mitarbeiter vor turbulenter Zeit
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Airbus-Chef warnt Mitarbeiter vor turbulenter Zeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:04 07.10.2017
Airbus-Chef Tom Enders hat seine Mitarbeiter auf eine turbulente Zeit eingestimmt. Quelle: dpa
Anzeige
Paris

Airbus-Chef Tom Enders hat die Mitarbeiter des Luftfahrtkonzerns laut Medienberichten wegen laufender Untersuchungen zu Korruptionsverdacht auf eine „turbulente Zeit“ eingestimmt. Schwerwiegende Konsequenzen seien nicht auszuschließen, insbesondere das Risiko erheblicher Geldstrafen, heißt es in dem Brief, den das französische Internetmagazin „Mediapart“ veröffentlichte und aus dem auch andere Medien zitierten. Der Verwaltungsrat stehe in der Angelegenheit hinter ihm und Chef-Jurist John Harrison.

Die britische Anti-Korruptionsbehörde geht seit vergangenem Jahr dem Verdacht auf Betrug, Bestechung und Korruption bei Geschäften der zivilen Luftfahrtsparte von Airbus nach. Die Vorwürfe betreffen nach Angaben vom August 2016 Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Beratern einer „dritten Partei“. Auch die französische Finanz-Staatsanwaltschaft führt dazu eine Untersuchung. Airbus hatte die Auffälligkeiten damals selbst gemeldet, was Enders in dem Brief an die Mitarbeiter als richtige Entscheidung bezeichnete: Dies sei „die einzige Verhaltensweise, die unseren Werten, unseren Ethikstandards, unseren Konformitätsregeln und unserer rechtlichen Verantwortung entspricht“.

Eurofighter-Kauf nach Österreich wird untersucht

Außerdem untersuchen Ermittler schon länger die Umstände des Verkaufs von Eurofighter-Kampfjets nach Österreich. Airbus weist dabei allerdings Vorwürfe zurück. „Weder die seit Jahren andauernden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in München und Wien noch unsere eigenen umfangreichen Untersuchungen haben Anhaltspunkte ergeben, die auf Bestechung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Eurofighter-Flugzeugen nach Österreich hindeuten“, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Die Staatsanwaltschaft München prüft nach früheren Angaben seit 2012 Zahlungen an Firmen in Großbritannien. Zu einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, die Ermittler wollten demnächst Anklage erheben, äußerte die Behörde sich am Freitag nicht. Im Februar hatte eine Vertreterin der Behörde gesagt, dass bislang „wenig Anhaltspunkte für Bestechung“ gefunden worden seien.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der kommenden Woche lädt die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie zu ihrem Kongress nach Hannover – und die Polit-Prominenz steht Schlange.

Jens Heitmann 10.10.2017

Die Verkaufsverhandlungen um die insolvente Air Berlin gestalten sich weiterhin zäh. Die Angebote für die Techniksparte sollten eigentlich schon bis Mitte September eingereicht sein. Jetzt hat man auch eine zweite gesetzte Frist ausgedehnt.

06.10.2017

Ob im Discounter, von der Supermarkttheke, per Lieferservice oder im stylischen Restaurant – Sushi boomt. Für richtig gute Qualität sind Verbraucher allerdings kaum bereit, einen hohen Preis zu bezahlen.

06.10.2017
Anzeige