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Airbus-Manager müssen vor Gericht

Insider–Geschäfte Airbus-Manager müssen vor Gericht

Um Millionenschwere Insider-Geschäfte geht es, angeklagt sind sieben aktive oder frühere Manager von Airbus. Die Börsenaufsicht hatte sie von den Vorwürfen freigesprochen. Dennoch drohen Freiheitsstrafen.

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EADS-Manager Noel Forgeard (links) mit seinem Anwalt.

Quelle: dpa

Paris. Wegen des Verdachts auf Insider-Handel müssen sich aktive und ehemalige Airbus-Manager sowie die Konzerne Daimler und Lagardère von Freitag an vor Gericht verantworten. Konkret will das Gericht in Paris herausfinden, was die insgesamt sieben Manager - darunter Verkaufschef John Leahy - bei der Veräußerung von Aktien 2006 unter anderem über technische Probleme des A380 wussten.

Diese Probleme waren Ursache für eine um Monate verzögerte Auslieferung des Riesen-Jumbos. Als die Verzögerung im Juni 2006 bekanntwurde, zog dies einen EADS-Aktiensturz von 26 Prozent nach sich. Daimler und Lagardère waren damals Großaktionäre beim Mutterkonzern EADS.

Die Airbus-Gruppe selbst steht nicht vor Gericht. „Wir weisen auf den vollständigen Freispruch aller Beschuldigten durch die französische Börsenaufsicht (AMF) 2009 hin. Wir werden alle Beschuldigten unterstützen und sind überzeugt, dass auch das zweite Verfahren mit Freispruch endet“, so hatte ein Airbus-Sprecher auf dpa-Nachfrage mitgeteilt. Der Freispruch durch den „Gendarm der Märkte“ war damals in Frankreich teilweise heftig kritisiert worden.

Der Prozess begann mit Verfahrensfragen, vor allem zur Legitimität erneuter Verhandlungen um dieselbe Strafsache nach der AMF-Entscheidung vom Dezember 2009. Die Verteidigung wollte auf die europäische Rechtslage pochen, die dieses ausschließt. Frankreich lässt jedoch weiterhin eine solche zweifache Strafverfolgung zu.

Bei einer Verurteilung droht den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren sowie eine saftige Geldstrafe.

dpa

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