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Airbus setzt Höhenflug mit A320-Neuauflage fort

Mittelstreckenjet Airbus setzt Höhenflug mit A320-Neuauflage fort

Goldene Zeiten für Airbus: Der Auftragssegen auf dem Aero-Salon in Le Bourget hält an. Vor allem für den Kassenschlager 320neo gab es weitere Neukunden. US-Konkurrent Boeing holt bisher nur langsam auf.

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Seit dem Verkaufsstart der A320neo vor einem halben Jahr liegen 757 Bestellungen und Vorverträge vor.

Quelle: dpa

Paris. Airbus bleibt mit seinen neuen verbrauchsarmen A320-Mittelstreckenjets (A320neo) in der Erfolgsspur. Auch am dritten Tag der Luft- und Raumfahrtmesse in Le Bourget hielt die Auftragslawine an. Sie bescherte dem europäischen Hersteller seit Montag knapp 400 Aufträge im Gesamtwert von mehr als 40 Milliarden Euro. Seit dem Verkaufsstart der A320neo vor einem halben Jahr liegen damit nun 757 Bestellungen und Vorverträge vor. Auf die explodierende Nachfrage nach den Mittelstreckenjets hat Airbus schon mit dem Bau neuer Produktionslinien reagiert. Ab Herbst 2012 sollen monatlich 42 Maschinen der A320-Familie die Werkshallen verlassen.

Derzeit werden je Monat 36 Maschinen fertig. Auch Konkurrent Boeing fährt die Produktion der 737 von 31,5 auf 42 Maschinen pro Monat hoch, um die Auftragsberge der vergangenen Monate und Jahre abzutragen. Dem US-Hersteller winkt für seinen Mittelstreckenflieger 737 ein Milliardenauftrag aus Russland. Die Fluggesellschaft UTair wolle 40 Exemplare des langjährigen Kassenschlagers kaufen, teilte der Airbus-Konkurrent aus den USA auf der weltgrößten Luftfahrtmesse mit. Ein entsprechender Vorvertrag sei jetzt geschlossen worden.

Mit den neuen Maschinen - davon 33 Boeing 737-800 und sieben der längeren Version 737-900 - will die Fluggesellschaft ihre bestehende Boeing-Flotte ausbauen. Laut Preisliste haben die Flugzeuge einen Wert von etwa 3,3 Milliarden US-Dollar (2,3 Mrd Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Dennoch blieb Boeing seit dem Auftakt der Messe am Montag mit 130 Flugzeugbestellungen im Wert von 16,3 Milliarden Dollar weit hinter dem europäischen Konkurrenten Airbus.

Die indische Billigfluggesellschaft IndiGo machte den zu Jahresbeginn angekündigten größten Auftrag der Luftfahrtgeschichte über 150 Exemplare des spritsparenden Mittelstreckenfliegers A320neo und 30 Maschinen in der herkömmlichen Version A320 fest. Laut Preisliste hat der Auftrag einen Wert von 16,2 Milliarden US-Dollar (11,3 Mrd Euro). Die Muttergesellschaft der US-Fluggesellschaft Frontier Airlines, Republic Airways, will 40 Exemplare der A320neo und 40 Maschinen der kürzeren Variante A319neo bestellen - ein Auftrag im Gesamtwert von sieben Milliarden US-Dollar (4,9 Mrd Euro).

Für 1,8 Milliarden US-Dollar (1,25 Mrd Euro) bestellte auch die lateinamerikanische Fluggesellschaft LAN 20 Exemplare der sparsamen Neuauflage des Mittelstreckenfliegers. Die Airline AviancaTaca hat eine Grundsatzvereinbarung für 51 A320-Flugzeuge geschlossen - insgesamt 33 Maschinen davon seien A320neo. Bereits zuvor hatte die in Kuwait ansässige Leasingfirma Alafco 30 A320neo sowie sechs Maschinen des neuen High-Tech-Fliegers A350-900 bei Airbus bestellt.

Airbus steht zudem vor einem weiteren Milliardenauftrag über 80 Exemplare seines neuen Kassenschlagers A320neo. Die Muttergesellschaft der US-Fluggesellschaft Frontier Airlines, Republic Airways, will 40 Exemplare der A320neo und 40 Maschinen der kürzeren Variante A319neo bestellen, wie die EADS-Tochter Airbus beim Abschluss einer Grundsatzvereinbarung mitteilte. Laut Preisliste kommt der Auftrag auf einen Gesamtwert von sieben Milliarden US-Dollar (4,9 Mrd Euro).

Der Chef der Airbus-Muttergesellschaft EADS, Louis Gallois, hatte am Mittwoch im französischen TV-Sender RTL weitere Bestellungen für sein doppelstöckiges Flaggschiff A380 angekündigt. Nach offiziell unbestätigten Berichten handelt es sich dabei um einen Großauftrag der arabischen Qatar Airlines.

dpa

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