Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Aktienmarkt kämpft weiter mit Brexit-Schock
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Aktienmarkt kämpft weiter mit Brexit-Schock
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:05 27.06.2016
Bei der Deutschen Bank müssen die Anleger ein neues Rekordtief verdauen. Quelle: Frank Rumpenhorst
Anzeige
Frankfurt/Main

Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach dem Brexit-Schock am Montag nur anfangs etwas stabilisiert. Zuletzt ging es für den Dax wieder um 0,78 Prozent auf 9483,01 Punkte abwärts. Vor dem Wochenende war der deutsche Leitindex nach dem überraschenden britischen Votum gegen die EU-Mitgliedschaft anfangs um 10 Prozent abgesackt - zum Börsenschluss stand er noch knapp 7 Prozent im Minus.

Mehr zum Brexit

Von Analysen über Faktenchecks bis zu Interviews: Hier finden Sie  alles zum Brexit .

Das Marktgeschehen sei weiter geprägt von der Unsicherheit, die durch die Entscheidung der Briten entstehe, warnte Analyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets. Das belastete auch die anderen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montagvormittag 1,07 Prozent auf 19 616,04 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,65 Prozent auf 1576,34 Punkte.

Goldpreis legt weiter zu

Für den am Freitag ebenfalls gebeutelten Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,69 Prozent bergab. Gefragt blieben dagegen als "sichere Häfen" geltende Anlagen: Der Goldpreis legte weiter zu, und auch der Yen ist als Fluchtwährung weiter beliebt.

Dax-Schlusslicht waren die Titel der Deutschen Bank, die mit einem Minus von rund 6 Prozent auf ein neues Rekordtief rutschten. Einem Börsianer zufolge strich Analyst Kian Abouhossein von JPMorgan seine Übergewichtungs-Empfehlung für die Papiere des Finanzkonzerns. Damit habe einer der letzten Optimisten seine positive Einschätzung geändert, kommentierte der Börsianer die Abstufung. In der gesamten Branche war der Brexit-Schock weiter spürbar. Mit minus 5 Prozent war der Index der Bankenwerte mit Abstand schwächstes Branchenbarometer.

Was aus Ihrem Geld wird

Brexit: Das müssen Anleger jetzt wissen.

HeidelbergCement sackten zum Wochenauftakt um 3,89 Prozent ab. Die US-Bank Merrill Lynch stufte die Aktien des Baustoffherstellers ab. Zudem soll JPMorgan das Kursziel gesenkt haben. Dagegen setzten sich die Papiere des Immobilienkonzerns Vonovia mit plus 3 Prozent an die Dax-Spitze. Sie profitierten laut Börsianern von einer neuen Kaufempfehlung von Morgan Stanley.

Bei den Technologiewerten sprangen Wirecard um 4,76 Prozent an. Der deutsche Zahlungsabwickler steht laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" mit chinesischen Investoren in Gesprächen um eine Beteiligung. Die Alibaba-Tochter Alipay erwäge eine Beteiligung von bis zu 25 Prozent, hieß es.

Britisches Pfund fällt auf Rekordtief

Auch das Britische Pfund ist am Montag weiter unter Druck geraten und noch unter den Stand vom Freitag direkt nach dem Brexit-Votum gefallen. Am Montagmittag kostete die britische Währung noch 1,3222 US-Dollar und damit so wenig wie seit 1985 nicht mehr. Am Freitag hatte das Pfund nach dem Ja der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union mehr als 11 Prozent an Wert verloren und war bis auf 1,3229 Dollar gefallen.

dpa/RND

Erst Treppengitter – jetzt Schokolade: Ikea muss erneut ein Produkt aus seinem Sortiment zurückrufen. Die Schokolade kann für Allergiker gefährlich werden.

27.06.2016
Deutschland / Welt Gesunde Alternativen zur Limonade - Die Suche nach der gesunden Cola

Coca-Cola enthält nicht nur viel Zucker, sondern auch vermeintlich krebserregende Stoffe und Rückstände aus Reinigungsmitteln – gesunde Alternativen gibt es inzwischen viele. Ob die wirklich besser sind, lesen Sie hier.

30.06.2016

Das russische Embargo gegen landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU hat die deutschen Bauern schwer getroffen. Im Interview spricht der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied über leidende Betriebe, naive Verbraucher – und eine Ministerin, die „keine Ahnung“ hat.

Jens Heitmann 29.06.2016
Anzeige