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Diese Fische können Sie mit gutem Gewissen essen

Ratgeber des WWF Diese Fische können Sie mit gutem Gewissen essen

Hering und Sprotte sind zu empfehlen, Aal oder Thunfisch dagegen nicht: Die Umweltschutzorganisation WWF hat ihren Fischratgeber aktualisiert und listet darin die Arten auf, die Verbraucher mit gutem Gewissen essen können.

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Hering )r.), Karpfen (M.) und Bio-Forellen sind zu empfehlen, Aal oder Thunfisch dagegen nicht: Die Umweltschutzorganisation WWF listet in ihrem Fischratgeber die Arten auf, die Verbraucher mit gutem Gewissen essen können.

Quelle: dpa

Hamburg. Fisch sollte etwas Besonderes sein und nach Ansicht von Umweltschützern längst nicht an jedem Tag auf dem Speiseplan stehen. Etwa einmal in der Woche Fisch zu essen sei aber in Ordnung, lautet die Einschätzung der Umweltstiftung WWF. Die Experten haben am Montag ihren neuen Fischratgeber vorgestellt.

Den WWF-Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte finden Sie hier.

Hier ein Überblick, welcher Fische laut WWF gar nicht auf den Teller gehören, welche guten Alternativen es gibt - und worauf Verbraucher bei Klassikern wie Lachs, Scholle und Meeresfrüchten achten sollten.

Diese Fische sollten Sie nicht essen

Fische wie Hai, Aal und Granatbarsch sind so selten geworden, dass sie nicht auf den Speiseplan gehören. Das gleiche gilt laut WWF für Schnapper und Blauflossenthunfisch. Viele Verbraucher wissen zum Beispiel nicht, dass Schillerlocken aus den Bauchlappen des Dornhais bestehen und damit tabu sein sollten. Aale seien sogar vom Aussterben bedroht, heißt es.

Auch Zuchtfisch ist laut WWF nicht unbedenklich: Massenzüchtung kann zum Beispiel zu Umweltproblemen führen, wenn Antibiotika ins Wasser geraten. Verbraucher sollten deshalb darauf achten, dass der Fisch entweder aus einer Biozucht stammt oder das ASC-Siegel trägt.

Diese Fische dürfen Sie bedenkenlos essen

Hering und Sprotte aus Nord- und Ostsee sind nach Ansicht des WWF eine gute Wahl, weil die Bestände groß genug und die Fangmethode kaum schädlich für die Meeresumwelt sind. Auch Karpfen und Bio-Forellen aus Aquakultur seien zu empfehlen, sagen die Umweltschützer.

Wichtig ist immer, wo und wie der Fisch gefangen wurde. Einen ersten Überblick bieten Gütesiegel, etwa das MSC- und das ASC-Siegel. MSC steht für Marine Stewardship Council und kennzeichnet Wildfisch aus bestands- und umweltschonender Fischerei, ASC ist die Abkürzung für Aquaculture Stewardship Council.

Was ist mit den Klassikern?

Bei Fischen wie Lachs, Kabeljau und Scholle kommt es besonders auf die Herkunft an. "Bei Lachs aus Aquakultur empfehlen wir, auf das ASC-Siegel für verantwortungsvolle Aquakultur oder auf die Biosiegel zu achten", sagt Catherine Zucco vom WWF. Wer gerne Wildlachs isst, sollte auf Angebote mit MSC-Logo achten oder Buckel- oder Ketalachs aus dem Nordostpazifik wählen. "Auf Lachs aus der Ostsee sollte verzichtet werden, denn die meisten Bestände werden zu stark befischt."

Auch beim Kabeljau empfiehlt die Expertin auf das MSC-Siegel zu achten. Wer Scholle mag, achtet idealerweise darauf, dass sie aus Nordsee oder Skagerrak kommt: "Dort sind die Bestände gesund", sagt Zucco. Verbraucher sollten aber auf das Fanggerät achten und Scholle aus Snurrewaden- oder Kiemennetzfischerei kaufen. "Grundschleppnetze sind schädlich für den Meeresboden und haben meist viel Beifang, deswegen ist diese Fischerei nur zweite Wahl."

Greenpeace gibt ebenfalls einen Einkaufsratgeber heraus, und die Umweltorganisation ist strenger: Für uneingeschränkt empfehlenswert hält die Organisation nur den Karpfen; für "überwiegend vertretbar" Hering und Wels. Bei beiden Arten gelten demnach aber Ausnahmen für in bestimmten Regionen gefangene Fische, die besser nicht auf den Tisch kommen sollten.

dpa/epd/RND/wer

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