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Deutschland / Welt Präsident macht Toilettenpapier zur Chefsache
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Präsident macht Toilettenpapier zur Chefsache
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08:21 12.07.2016
Venezuelas Staatspräsident Nicolás Maduro hat die Besetzung der Fabrik angeordnet. Quelle: dpa
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Caracas

Die sozialistische Regierung Venezuelas hat die Besetzung einer Fabrik für Hygieneartikel des US-Konzerns Kimberly Clark angeordnet. Die Fabrik in der Stadt Maracay, 120 Kilometer westlich von Caracas, hatte wegen des Mangels an Grundstoffen die Produktion eingestellt. Arbeitsminister Oswaldo Vera teilte mit: "Ab heute öffnet die Fabrik wieder ihre Tore, wir schützen die Arbeiter." Staatspräsident Nicolás Maduro habe das angeordnet.

1200 Arbeiter betroffen

In der Fabrik von Kimberly Clark, einen weltweit führenden Produzenten von Hygieneartikeln, werden unter anderem Toiletten- und Hygienepapier sowie normalerweise 33 Millionen Windeln im Monat produziert. Durch die höchste Inflation der Welt, eingebrochene Einnahmen aus dem Erdölgeschäft und fehlende Devisen gibt es in Venezuela enorme Probleme, bestimmte Grundstoffe einzukaufen und zu importieren. Das Land leidet seit Monaten unter einer dramatischen Versorgungskrise, gerade auch im Lebensmittelbereich.

Kimberly-Clark hatte die Stilllegung der Produktionsstätte damit begründet, dass es kaum noch möglich sei, Materialien für die Herstellung von Windeln und Toilettenpapier zu bekommen. Zudem erschwere die hohe Inflation die Arbeit.

In der Fabrik arbeiten 1200 Menschen, denen ein Verdienstausfall bis hin zum Arbeitsplatzverlust drohte. Arbeitsminister Vera betonte, man organisiere die notwendigen Grundstoffe, es handele sich nur um eine vorübergehende Maßnahme. "Kimberly Clark wird nun die Produktion für alle Venezolaner fortsetzen, jetzt liegt das in den Händen der Arbeiter."

dpa/afp/RND/zys

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