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Deutschland / Welt Alleinerziehende doppelt so häufig arm wie Paare
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13:16 02.08.2018
Alleinerziehende sind häufiger von Armut betroffen als Paare. Quelle: epd
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Berlin

Das Armutsrisiko von Alleinerziehenden und ihren Kindern ist in den vergangenen Jahren leicht gesunken - es liegt aber noch immer weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Das geht aus den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurden.

Von den Erwachsenen und Kindern, die im Haushalt eines Alleinerziehenden leben, waren demnach 2011 noch 37 Prozent von Armut bedroht - bis 2016 ging diese Quote auf weniger als 33 Prozent zurück. In Haushalten, in denen zwei Erwachsene mit Kindern leben, waren allerdings nur 11 Prozent von Armut bedroht.

Als armutsgefährdet gelten Personen, denen weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung stehen. Fast zwei Drittel der alleinerziehenden Eltern (63 Prozent) haben nicht die Mittel, unerwartete Ausgaben in Höhe von 1.000 Euro zu bestreiten. Zum Vergleich: Im Bevölkerungsdurchschnitt sind es 30 Prozent aller Haushalte.

Viele alleinerziehende Mütter haben keinen Job

Knapp ein Drittel (27 Prozent) der alleinerziehenden Mütter hat keine Arbeit - mehr als die Hälfte dieser Frauen würde aber gern arbeiten. Mütter in Partnerschaften gehen dagegen zu einem höheren Anteil einer Arbeit nach - und die, die keinen Job haben, wollen das ganz überwiegend auch so.

Dieser statistische Wert hat für die Betroffenen ganz konkrete Auswirkungen: So können sich 39 Prozent der Alleinerziehenden noch nicht einmal eine einwöchige Urlaubsreise mit ihren Kindern leisten. Im Vergleich dazu müssen von der Gesamtbevölkerung nur 19 Prozent ihren Urlaub unfreiwillig zu Hause verbringen.

Von RND/dpa

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