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Schröder: Russlandbeziehungen aufrechterhalten

Ex-Kanzler bei Wirtschaftstreffen Schröder: Russlandbeziehungen aufrechterhalten

Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat die Wirtschaft aufgerufen die Beziehungen zu Russland aufrechtzuerhalten. Schröder sagte am Dienstagabend auf einem deutsch-russischen Wirtschaftsgespräch in Bad Pyrmont, kein Staat der Welt könne ein Interesse an einem instabilen Russland haben.

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Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder fordert, dass die Beziehungen zu Russland gepflegt werden sollen.

Quelle: Frank Ossenbrink

Bad Pyrmont. Der Bundeskanzler war Abendgast eines Wirtschaftskongresses, zu dem der russische Honorarkonsul Heino Wiese aus Hannover nach Bad Pyrmont geladen hatte – eine historische Reminiszenz an Peter, den Großen. Der russische Zar hatte vor 300 Jahren in der damals international bekannten Kurstadt Gespräche über eine Öffnung Russlands zum Westen geführt – unter anderem mit dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz aus Hannover. Jetzt müsse es hier eigentlich Lockerungsgespräche über eine Wiederöffnung Deutschlands zum Osten geben, merkte Wiese an, der Schröder für eine sogenannte Dinnerspeech gewonnen hatte.

Der Altkanzler enttäuschte diese Hoffnungen nicht. Wenn er in Deutschland als "Putin-Versteher" verspottet werde – ein Wort, für das es in Russland kein Pendant gebe – sei dies sehr schlicht, sagte Schröder. Denn zum Dialog gehöre gerade in schwierigen Zeiten der Versuch des Verstehens – "auch wenn man anderer Meinung ist", betonte Schröder.

In der Ukraine-Krise seien die Fehler gleich zu Beginn gemacht worden, sagte der frühere Bundeskanzler. "Wenn die EU etwas intelligenter und politischer vorgegangen wäre, hätte sie bei den Assoziierungsversuchen auch das Gespräch mit Russland suchen müssen". Denn die Ukraine sei ein zutiefst gespaltenes Land. Die derzeitigen Sanktionen gegen Russland betrachtet Schröder kritisch, sie schadeten Deutschland am meisten. Schröder kritisierte unter heftigem Beifall das abwartende Verhalten, den sogenannten Attentismus, in der deutschen Russlandpolitik, nahm dabei aber Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus. Die europäische Politik müsse sich derzeit hüten, in der Haltung gegenüber Russland Alles-oder-Nichts-Positionen zu vertreten. Fatal wäre es, der Ukraine gleichzeitig eine Mitgliedschaft in der Nato und in der EU anzubieten. "Das führt in Russland zu Umkreisungsängsten."

Schröder wies auch auf die 27 Millionen russischen Toten im Zweiten Weltkrieg hin, die alle deutschen Bundeskanzler von Adenauer über Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl zu einer eigenen Ostpolitik veranlasst hätten. Diesen Mut zur eigenen Politik müsse man in der Russlandkrise jetzt auch wieder aufbringen. "Wir brauchen einen neuen Anlauf zu einer neuen Ostpolitik, die die Sicherheitsarchitektur Europas berücksichtigt."

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