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Jeff Bezos ist noch lange nicht am Ziel

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist noch lange nicht am Ziel

Als Jeff Bezos Amazon gründete, war er 30 Jahre alt. Vor ein paar Monaten ist er 50 geworden, aber Abnutzungserscheinungen sind ihm fremd.

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Jeff Bezos kämpft mit harten Bandagen.

Quelle: Michael Nelson

Die amerikanische IT-Szene ist voll von Menschen seines Reichtums, die einen frühen Ruhestand genießen, doch für Bezos ist mit der Schaffung des weltgrößten Onlinehändlers das Lebensziel noch lange nicht erreicht. Aggressiv wie eh und je kämpft er an der Amazon-Spitze.

Seine Aktionäre hat er vergrätzt, weil er Wachstum vor Gewinn stellt, in Europa ist er der Lieblingsfeind der Gewerkschafter, die Verleger und Buchhändler treibt er in Existenzsorgen, und jetzt legt er sich auch noch mit Medienkonzernen wie Disney und Time Warner an.

Amazon ist mächtig genug, um die Branche mit kleinen Nadelstichen aufzuschrecken. So konnte man am Wochenende beim größten Online-Händler manche Video-Neuerscheinungen in den USA nicht auf DVD oder Blu-ray vorbestellen. Es traf zum Beispiel den zweiten „Captain America“-Film, „Maleficient“ und den jüngsten „Muppets“-Streifen. Derzeit können die Disney-Filme nur für den Amazon-Streamingdienst Instant Prime Video vorbestellt werden.

Ähnlich war Amazon bei Videofilmen von Time Warner und Büchern des Verlages Hachette vorgegangen, um so Druck in Vertriebsverhandlungen aufbauen: Amazon will billiger beliefert werden. Während die Gespräche mit Time Warner binnen weniger Wochen abgeschlossen wurden, spitzt sich der schon seit Monaten schwelende Streit mit dem US-Verlag Hachette zu. Am Montag meldete sich dessen Chef Michael Pietsch in einem Brief an die Leser zu Wort: „Wir rufen Amazon auf, die Sanktionen gegen unsere Autoren zu beenden.“ Mehr als 900 Schriftsteller hatten zuvor mit einem offenen Brief gegen die Methoden des Versandhändlers protestiert, darunter berühmte Autoren wie Stephen King und John Grisham.

Das Unternehmen verwies erneut auf frühere Berechnungen, wonach mit niedrigeren E-Book-Preisen wie 9,99 Dollar viel mehr Bücher verkauft würden als etwa bei 14,99 Dollar, so dass Schriftsteller und Verlage am Ende sogar mehr verdienen würden. Vor allem aber muss Amazon etwas verdienen. Der Konzern investiert seit Jahren viel Geld in sein Wachstum. Überall in der Welt entstehen Logistikzentren, um eine schnelle Belieferung sicherzustellen. Außerdem ist Bezos jenseits des Onlinehandels auch in den Gerätemarkt eingestiegen und liefert eigene E-Book-Lesegeräte, Tablets und bald auch ein Smartphone. Der Preis dafür: Es bleibt kaum Gewinn übrig, im zweiten Quartal machte der Konzern sogar mehr als 100 Millionen Dollar Verlust - da hatten die Anleger genug, die Aktie rutschte um mehr als 10 Prozent.

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Gratis-Versand
Der CEO von Amazon, Jeff Bezos, während einer Pressekonferenz.

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